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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,

    ich bräuchte mal euren Rat zu folgender Situation:

    Ich bin 23 Jahre alt und bin jetzt im 10. Semester und in einer Woche scheinfrei. Famulaturen habe ich alle fertig, sowie alle Klausuren bis auf den letzten Prüfungsblock nächsten Freitag. Also nie ein Semester ausgesessen, geschoben etc.

    Im 8. Semester habe ich auch meine Promotion (statistisch, trotzdem recht aufwendig in der Neurologie) angefangen und die Datenerhebung parallel zum Studium gemacht. Diese sind soweit fertig sodass ich jetzt auswerten und schreiben anfangen könnte. Mein Doktorvater hat mir empfohlen hierfür nach meinem letzten Prüfungsblock ein Freisemester zu nehmen und somit die Arbeit sehr weit voranzubringen. An meiner Uni haben tendenziell 80% ein Freisemester hierfür genommen, einige sogar noch länger.

    Ich weiß auch genau durch die Hausarztfamulatur, Blockpraktikum Allgemeinmedizin und meinen Assistenten-Nebenjob in einer Hausarztpraxis dass ich unbedingt Allgemeinmedizin machen will, gerne auch auf dem Land oder als zweite Fachrichtung Psychiatrie.

    Wie würdet ihr das denn sehen? Wäre dieses Freisemester sinnvoll? Mir geht es halt darum dass mir nicht später ein Chef in den Lebenslauf schaut und meint "uh was haben Sie denn da gemacht und das Examen geschoben etc." Meine PJ-Klinik hätte ich schon, dort ist es egal ob ich November 2018 anfange oder erst halt Mai 2019. Andererseits bin ich nach 5 Jahren durchlernen, alles immer rechtzeitig machen etc. auch ein bisschen müde und würde mich über eine zumindest etwas ruhigere Zeit für 3-4x Monate freuen, da ich ja auch noch für einen Medicus sehr jung bin, nie Pause gemacht habe, direkt nach dem Abitur angefangen habe.

    Hat man da irgendwelche Nachteile bei der späteren Bewerbung in einem der beiden Fachbereiche? Ich will einfach nur sichergehen und keine Zeit verschwenden oder sonstiges.

    Über eure Antworten und Einschätzungen wäre ich sehr dankbar!



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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    12.10.2010
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    Hi,

    ich habe es so gemacht:
    Ich hatte damals knapp 110 Tage Lernzeit. Ich habe die ersten beiden Wochen komplett nur an der Diss geschrieben. Da ich ein Prokrastinierer bin, hat mir das einen guten, produktiven Druck gegeben. Anschließend hab ich ausschließlich fürs Examen gelernt.
    Zwischendurch dachte ich mir, dass ich die Zeit besser fürs Examen investiert hätte oder mir freie Tage während der Lernzeit durch die Diss verloren gegangen sind. Letzten Endes hat alles gut geklappt und ich hatte nur unwesentlich mehr Stress als die anderen.

    Mein Credo war immer: "Approbation ohne Promotion geht; Promotion ohne Approbation bringt nichts."
    Das ist vielleicht auch einem gewissen wirtschaftlichen Druck entsprungen, aber wenn man keine Forschungstätigkeit anstrebt, sollte man sich wirklich überlegen, die Approbation wegen einer Promotion nach hinten zu schieben - insbesondere, wenn es "nur" eine statistische Arbeit ist.
    Was machst du, wenn dein Betreuer/Doktorvater mit der Korrektur nicht in die Pötte kommt? Oder wenn am Schluss trotz so vieler Investitionen ein rite wird?! Wäre das für dich ein großes Problem?

    Dass dein Doktorvater möchte, dass die Arbeit zügig fertig wird, ist natürlich nachvollziehbar. Wenn der Wortlaut "(...) die Arbeit sehr weit voran zu bringen(...)" lautet, klingt das sehr danach, als würde er es so einschätzen, dass die Arbeit noch nicht mal in diesem Freisemester fertig wird.
    Ansonsten hast du idR nach dem Examen Freizeit und auch während des PJ kann man meiner Erfahrung nach extrem gut die Diss voran bringen.

    Andererseits wird dir ein Freisemester gegenüber Bewerbern eher keinen Nachteil bringen. Du musst es lediglich gut erklären können auf Nachfrage.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



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  3. #3
    Diamanten Mitglied Avatar von Miss_H
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    PJ und Diss voran bringen habe ich bei keinem einzigen Mitstudent erlebt.
    Ich würde an deiner Stelle auch eher das Projekt Diss nach dem PJ zu Ende bringen. Allerdings dann vor Arbeitsbeginn. Und du kannst in der Lernzeit und dem PJ was für die Arbeit machen. Ich würde mit dem Betreuer klare zeitliche Ziele absprechen.



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    24.06.2018
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    9
    Zitat Zitat von Rettungshase Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich habe es so gemacht:
    Ich hatte damals knapp 110 Tage Lernzeit. Ich habe die ersten beiden Wochen komplett nur an der Diss geschrieben. Da ich ein Prokrastinierer bin, hat mir das einen guten, produktiven Druck gegeben. Anschließend hab ich ausschließlich fürs Examen gelernt.
    Zwischendurch dachte ich mir, dass ich die Zeit besser fürs Examen investiert hätte oder mir freie Tage während der Lernzeit durch die Diss verloren gegangen sind. Letzten Endes hat alles gut geklappt und ich hatte nur unwesentlich mehr Stress als die anderen.

    Mein Credo war immer: "Approbation ohne Promotion geht; Promotion ohne Approbation bringt nichts."
    Das ist vielleicht auch einem gewissen wirtschaftlichen Druck entsprungen, aber wenn man keine Forschungstätigkeit anstrebt, sollte man sich wirklich überlegen, die Approbation wegen einer Promotion nach hinten zu schieben - insbesondere, wenn es "nur" eine statistische Arbeit ist.
    Was machst du, wenn dein Betreuer/Doktorvater mit der Korrektur nicht in die Pötte kommt? Oder wenn am Schluss trotz so vieler Investitionen ein rite wird?! Wäre das für dich ein großes Problem?

    Dass dein Doktorvater möchte, dass die Arbeit zügig fertig wird, ist natürlich nachvollziehbar. Wenn der Wortlaut "(...) die Arbeit sehr weit voran zu bringen(...)" lautet, klingt das sehr danach, als würde er es so einschätzen, dass die Arbeit noch nicht mal in diesem Freisemester fertig wird.
    Ansonsten hast du idR nach dem Examen Freizeit und auch während des PJ kann man meiner Erfahrung nach extrem gut die Diss voran bringen.

    Andererseits wird dir ein Freisemester gegenüber Bewerbern eher keinen Nachteil bringen. Du musst es lediglich gut erklären können auf Nachfrage.
    Danke für deine ausführliche Antwort! Nein ein Rite wäre kein Problem, ich will das Ding einfach nur weg haben und nicht mehr mit mir rumschleifen müssen. Mein Doktorvater, mein Studienpate, fast jeder hat mir zu diesem Schritt geraten weil ich halt noch mega jung bin und nie irgendetwas verloren habe und mit gerade mal 23 Jahren scheinfrei bin und mit 24 im Berufsalltag wäre.
    Weiterhin hat mein Betreuer gemeint dass die Arbeit wenn ich mich ranhalte so gut wie fertig wäre im November.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von Miss_H Beitrag anzeigen
    PJ und Diss voran bringen habe ich bei keinem einzigen Mitstudent erlebt.
    Ich würde an deiner Stelle auch eher das Projekt Diss nach dem PJ zu Ende bringen. Allerdings dann vor Arbeitsbeginn. Und du kannst in der Lernzeit und dem PJ was für die Arbeit machen. Ich würde mit dem Betreuer klare zeitliche Ziele absprechen.
    Eben, das geht nicht. PJ und Diss zusammen oder Diss und 100 Tage geht genauso wenig, das habe ich auch bei keinem erlebt. Wie gesagt, 80% haben bei uns bereits ein Freisemester absolviert, auch für eher nicht so aufwendige Arbeiten genau aus diesem Grund.

    Es geht mir vor allem darum ob es da bei einer Bewerbung irgendwelche Nachteile entstehen, gerade in den Fächern die ich da oben genannt habe. Und ich habe auch einfach das Gefühl mental eine Pause zu brauchen um etwas Kraft zu schöpfen, denn irgendwie waren die letzten 5 Jahren schon nicht ganz ohne. Bei unserer Uni ist es so, dass es die wenigsten in der Regelstudienzeit schaffen.



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