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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    Ich stimme noame2 zu: Schau dir das Fach wirklich nochmal woanders an Oder bist du örtlich gebunden? Nach dem Studium ist es ja nochmal so "die Chance", den Standort sonst zu wechseln. Aber da spielt ja immer vieles mit rein.
    Den genauen Standort schreibe ich hier lieber nicht rein, falls ich mich doch mal aus Versehen falsch äußere oder so :P Aber es ist eine Uniklinik in einer recht großen Stadt in Deutschland. Wann würdest du die Stelle denn antreten wollen? Der nächste Strahlentherapie-Jahreskongress ist ja auch erst so Richtung Juni, schade, sonst hättest du da ja auch mal schauen können, ob es dir passt. Tipp: Bewerben bei "jungen Degro", die haben tolle Sachen für Strahlentherapie-interessierte, fördern einem auch die Reise zum Kongress etc. Gibt definitiv Fachrichtungen, die weniger "für den Nachwuchs" tun. zudem kam es damals bei meiner Bewerbung supergut an, vorab etwas Eigeninitiative gezeigt und Kontakt mit dem Fach gehabt zu haben.



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  2. #17
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    Zitat Zitat von lvk13 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    ich hoffe, es ist ok, wenn ich meine Fragen einfach mal hier poste. Ich bin gerade noch im PJ und habe mich immer noch nicht recht für eine Fachrichtung entschieden. Neben zugegebenermaßen einigen anderen Bereichen steht die Strahlentherapie aktuell bei mir hoch im Kurs. Unter anderem gefällt mir der technische Aspekt und der trotzdem häufige Patientenkontakt.
    Allerdings habe ich ein wenig Angst, dass der Arbeitsalltag auf Dauer vielleicht doch etwas langweilig werde könnte. Was sind denn eurer Meinung nach intellektuell gesehen die Herausforderungen in der Strahlentherapie? Bzw. was macht für euch langfristig den Reiz am Fach aus?
    Des weiteren sind mir die ungefähren Verdienstmöglichkeiten etwas unklar. Wahrscheinlich sind die allermeisten Strahlentherapeuten angestellt und verdienen gemäß Tarif, während die Niederlassung wahrscheinlich zunehmend schwieriger wird. Sehe ich das richtig?
    Vielen lieben Dank schon einmal für Eure Hilfe!

    Hey, noch ein(e) Interessierte(r)! Sehr gut
    Nur aus Interesse: welche Fächer stehen für dich noch auf der Liste? Ich finde nämlich, dass bestimmte Fächer - so eben auch Strahlentherapie- ähnliche Leute anzieht. Viele, die eben auch NUK/Radio/Innere (v.a. Onko) machen würden.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Arbeitsalltag in der Niederlassung vielleicht tatsächlich etwas langweilig ist. Was man so hört von Ehemaligen/Kollegen- da machen die schon teilweise ihre 50 Mamma-Bestrahlungen am Tag, was nicht sehr spannend ist. Bei uns sind Mamma-Ca und Prostata natürlich auch dabei, aber eher der geringere Anteil. Unser Alltag besteht aus Lymphomen, Pankreastumoren, Lungen-Cas, Ganzkörperbestrahlungen vor Stammzelltransplantation, gaaanz viele ZNS-Tumoren, supervielen komplizierten HNO-Tumoren und Gyn-Tumoren. Es ist wirklich alles dabei. Die weiteren Arbeitplätze, die man als Assistenzarzt zeitgleich jeden Tag besetzt, ist die Betreuung der Patienten während laufender Bestrahlung an den Bestrahlungsgeräten (volle Bandbreite der akuten Nebenwirkungen) sowie die Nachsorge über die Poliklinik (volles Spektrum der chronischen Nebenwirungen), eigene Planungs-CTs fahren, sowie seine Patiente Konturieren / Pläne erstellen. Wir haben zudem eine Station mit 20 Betten, sodass man auch imstande ist, Chemotherapien zeitgleich zu geben- all das hat man in der Niederlassung natürlich nicht.
    Die intellektuelle Herausforderung, wie du es so schön formulierst, ist meiner Meinung nach das Erstellen eigener Radio(chemo)therapiekonzepte. Man muss so wahnsinnig viele Sachen draufhaben (Tumorstadien, leitliniengerechte Therapie- und Indilationen, davon abzuweichen), man besetzt fast jedes Tumorboard, dass es im universitären Bereich gibt (insgesamt besetzen wir 18 verschiedene!), sodass man sich früher oder später wirklich eine gewisse Nische suchen sollte (HNO/Gyn/Neuro/Uro) etc. Man ist, anders als in der Radio oder NUK, weniger "Dienstleister", sondern tatsächlich onkologischer Mitbehandler, mit all den Vorzügen und Nachteilen, die das mit sich bringt...

    Zu Verdienstmöglichkeiten kann ich dir eher nichts sagen, da man in den ersten Jahren als Assistent ja sowieso überall das gleiche verdient (und es einem am Anfang ohnehin superviel vorkommt). In der Niederlassung sind die Möglichkeiten dafür aber sehr gut, also manche, die nach dem Facharzt in die Praxis gegangen sind, konnten mit 140000 EUR im Jahr starten.
    Fun Fact: in Amerika sind Radioonkologen die bestbezahlte Fachrichtung! ;)



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  3. #18
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    In der Klinik verdienst du in jedem Fachbereich gleich gut und ambulant scheint die Vergütungssituatuin aktuell gut auszusehen, wobei man da natürlich auch die hohen technischen Investitionskosten gegensetzen muss. Aber ich würde die Fachrichtung nicht nach der Entlohnung auswählen, weil die sich je nach Vergütungssysthem und DRG-Wertung auch ändern kann in den vielen Berufsjahren, die noch vor die liegen.
    Bezüglich der Langeweile kommt es darauf an, was du darunter verstehst. Die spektakulären Operationen oder blutspritzenden Notfälle sowie geballte Adrenalinladung findest du in der Strahlentherapie eher weniger. Spannend und interessant macht, dass man Patienten aus nahezu jeder Fachrichtung hat (Gyn, Uro, Pulmo, Hämatoonko, Neurochirurgie, HNO, MKG, Derma, Ortho.... usw.). Außerdem hast du verschiedene Arbeitsfelder und bist nicht nur Woche um Woche Stationssklave mit seltenen Ausflügen in die Funktionsabteilung wie auf der Inneren.
    Was die persönlichen Herausforderungen bzw. der Reiz angeht, ist dies sehr vom Charakter/Interesse abhängig und der Niesche, die man sich sucht. Der eine optimiert seine "handwerklichen" Fähigkeiten in der Brachytherapie, der nächste interessiert sich v.a. für Schnittbildgebung und Bestrahlungsplanung, ein anderer legt Wert auf eine gelungen Kommunikation mit onkologischen Patienten oder die Palliativbetreuung. Das kann man nicht so pauschal sagen. Auf jedenfall macht es diese breite Spektrum sehr spannend.



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  4. #19
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    Noch eine Frage an die schon entschlossenen Radioonkologen: wie wird bei euch das Herz konturiert? Also welche Einzelteile?



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  5. #20
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    Vielen Dank für eure Antworten, das hat mir auf jeden Fall schon einmal weitergeholfen!
    Zitat Zitat von Failstream Beitrag anzeigen
    Hey, noch ein(e) Interessierte(r)! Sehr gut
    Nur aus Interesse: welche Fächer stehen für dich noch auf der Liste? Ich finde nämlich, dass bestimmte Fächer - so eben auch Strahlentherapie- ähnliche Leute anzieht. Viele, die eben auch NUK/Radio/Innere (v.a. Onko) machen würden.
    Im Moment sind v.a. noch Innere Medizin und Pädiatrie im Rennen. Was ich an diesen Fächern u.a. spannend finde, ist das differentialdignostische Denken, das mir in der Strahlentherapie vielleicht etwas fehlen würde. Daher die Frage, was für euch das Fach langfristig so spannend macht. Zudem habe ich Augenheilkunde noch nicht ganz ausgeschlossen.
    @noname2: Ehrlich gesagt habe ich Strahlentherapie recht lange eher ausgeschlossen, da ich dachte, nicht auf blutspritzende Notfälle verzichten zu können . Aber irgendwie hat sich diese Einschätzung im Laufe des Studiums dann doch etwas verändert.



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