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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    Zitat Zitat von Pflaume Beitrag anzeigen
    Es gilt das gleiche, was verschiedene Leute (u.a. ich) dir schon im Juli geschrieben haben, als du noch von Dermatologie oder Innerer Medizin geschrieben hast: Es wird auch in der Psychosomatik nichts verlangt werden ausser daß du deine Approbationsurkunde vorlegst und geduscht und pünktlich auf Station aufkreuzt.

    Es fangen in Deutschland Leute an als Arzt zu arbeiten, die nicht richtig Deutsch und nicht Blutabnehmen können. Du brauchst nicht sonografieren, keinen ZVK legen (meinen ersten ZVK habe ich im 3. Jahr meiner FA-Ausbildung zum Internisten gelegt) und in der Psychosomatik aller Voraussicht nach auch keine BGA abnehmen oder auswerten. Bei einer Hospitation übrigens erst recht nicht. Da gehst du nur hin und bist freundlich und stellst ein paar Fragen und alle sind freundlich zu dir und das wars.

    Deine Probleme bei Arbeitsbeginn werden aller Voraussicht nach nicht primär fachliche, sondern organisatorische sein.
    Wenn eine Frage erlaubt ist: Sind die meisten Beiträge hier, insbesondere der hier von mir zitierte eher der Satire zuzuordnen oder braucht man heutzutage als Arzt wirklich fast gar nichts zu können, um anzufangen und das gute gehalt abzugreifen? Deutsch braucht man nicht zu können, Blut abnehmen auch nicht, weiter unten wird geschrieben, dass man lediglich auf einem Stuhl sitzen können muss etc. Klingt alles nicht so sehr anspruchsvoll...



  2. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von freak1
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    Du brauchst eine Approbation. Stichwort Ärztemangel.



  3. #18
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    Zitat Zitat von Snappy01 Beitrag anzeigen
    Wenn eine Frage erlaubt ist: Sind die meisten Beiträge hier, insbesondere der hier von mir zitierte eher der Satire zuzuordnen oder braucht man heutzutage als Arzt wirklich fast gar nichts zu können, um anzufangen und das gute gehalt abzugreifen?
    Mein Beitrag ist genau so wie ich es geschrieben habe ernst gemeint. Selbstverständlich ist es so, dass man, wenn man anfängt, nicht Blut abnehmen können und auch nicht sonografieren können muss, aber schon von einem erwartet wird, dass man das dann lernt (zumindest in der Inneren). Das klappt ja auch, soweit das von mir ebenfalls beschriebene Engagement stimmt. Natürlich funktioniert es nicht so, dass man irgendwo als Arzt anfängt, nicht Blut abnehmen und auch sonst nix kann und keine Anstalten macht, es zu lernen. Im übrigen ist es nicht so, dass so richtig viel Rücksicht darauf genommen wird, dass man als Anfänger langsamer ist oder so. Die Rücksicht bezieht sich allenfalls darauf, dass man nicht rausgeworfen wird, wenn man erst mal nix kann. Aber dass man auch als Berufsanfänger gleich mal eine zweistellige Anzahl an Patienten zugewiesen bekommt und auch gerne bis abends um halb neun auf Station ist, um alles zu schaffen, das ist nach wie vor so. Da relativiert sich auch schnell das angeblich "gute Gehalt". Die Oberärzte und Kollegen werden sich (teilweise) darum kümmern, dass du nicht absoluten Mist machst, aber die Arbeit weg zu schaffen und selbst zu wissen, wie Bluttransfusionen etc. funktionieren, spätestens nachdem man es dir einmal gezeigt hat, bleibt das Problem des frischgebackenen Assistenzarztes. Vereinzelt hört man von außergewöhnlich kuscheligen Einarbeitungsbedingungen für einzelne Leute, aber die Regel ist das nicht.

    Man muss sich vor Augen halten, dass jeder, der in Deutschland Medizin studiert hat, irgendwas kann. Vielleicht kann er noch nicht Blut abnehmen, weil er sich in Famulaturen und PJ immer drum gedrückt hat. Aber dafür kann er halt was anderes. Vielleicht schreibt er gut und schnell Arztbriefe. Oder hat die Antibiotika-Therapie im Kopf. Oder kann einschätzen, wer ein Notfall ist und wer keiner. Oder hat Derma-Kenntnisse und kann irgendne Hauterscheinung schnell einschätzen. Das, was er am Anfang nicht kann, lernt er dann. Wenn nicht, dann wird es tatsächlich irgendwann bitter. Dann wird er vielleicht auch vor die Tür gesetzt. Aber das ist ganz extrem selten. Persönlich habe ich es kein einziges Mal erlebt.



  4. #19
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    Die Sätze sind notiert und werden auswendig gelernt.

    @Snappy01: Mir kommt das eben auch immer komisch vor und ich kann das kaum glauben Vor allem spätestens, wenn man den ersten Nachtdienst nach ein paar Wochen aufs Auge gedrückt bekommt wegen Personalmangel, kann man ja auch nicht ständig den Oberarzt aus dem Schlaf klingeln wegen Unwissen. Also ich verstehe überhaupt nicht, wie das laufen soll, wenn ich da rumstehe und nichts kann. Aber gut. Ich bestelle jetzt zumindest mal "Psychopharmakotherapie griffbereit", blättere etwas in der vorigen Auflage des Bergers/Herolds, absolviere noch einen MOOC Kurs ("Foundations of international Psychiatry") und trinke ansonsten Pfefferminztee und versuche zu glauben, dass durch mich nicht mehr Patienten sterben als ohne mich. Man wird sehen.



  5. #20
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    Ja gut, aber zu den Basics, die man in Kürze können sollte, wäre ich für Informationen sehr dankbar, speziell im Bereich "Psychiatrie, Psychosomatik" gerade. Manchmal gibt es ja so ein kurzes Buch, wo man sagen kann: Wenn der Inhalt wirklich sitzt, dann erleichtert Dir das wirklich Vieles in dem Bereich. Da wurden ja für die Innere z.B. Sachen genannt. Und dagegen andere deutlich dickere Bücher, die gar nichts erleichtern würden. Oder eine entsprechende Seite im Netz o.ä. Zum Üben von Arztbriefen in der Psychiatrie. Oder was weiß ich. (Sicher sind in der Psychiatrie auch die Leitlinien nicht schlecht, da begebe ich mich auch ran. Aber die werde ich sicher nicht durchbekommen in der Zeit bis Stellenantritt, im Sinne von "auswendig können").

    Oder ich dachte eben, dass jemand schreibt: Investier unbedingt etwas Geld in einen privaten Sonokurs vorher, weil da während der Arbeit viel zu wenig Zeit ist, um das zu lernen. Oder in einen anderen Kurs o.ä.

    Oder etwas ganz anderes, an das ich noch gar nicht gedacht habe.



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