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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    wieder an Bord :-) Avatar von Muriel
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    1. In welcher Weiterbildungsrichtung bist du tätig und in welchem Jahr deiner Weiterbildung befindest du dich?
    Augenheilkunde, 5. Jahr davon knapp 3,5 Jahre an einer Klinik (Maximalversorger, LKH, komplettes ophthalmologisches Spektrum), dann Elternzeit, jetzt seit knapp 15 Monaten in einer operativen Praxis

    2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus: wann startest du, wie lange arbeitest du und mit welchen Dingen bist du regelmäßig beschäftigt?
    Ich beginne um 9h und arbeite bis mittags. Meine Aufgaben sind es, in der Sprechstunde Patienten zu anamnestizieren, untersuchen, ggf Zusatzdiagnostik anzuwenden und sie einer geeigneten Therapie zuzuführen, sei es durch Lokaltherapie (Tropfen etc.), eine OP-Planung oder eine Überweisung an eine Klinik. Dazu kommen kleinere operative Eingriffe von Zeit zu Zeit sowie Laserbehandlungen

    4. Wo liegen bei den unter Frage 2 behandelten Themen die Arbeitsschwerpunkte bei deinen Tätigkeiten?
    Ganz klar im normalen Sprechstundenalltag wie oben beschrieben

    5. Was war das absolute Highlight deiner bisherigen Berufslaufbahn, da das du dich auch heute noch gerne und lebhaft erinnerst?
    Es gibt viele Dinge, die mich sehr zufrieden machen, das können Kleinigkeiten wie dankbare Patienten sein genauso wie erste OPs, die gut gelaufen sind. Ein absolutes Highlight habe ich nicht.

    6. Welche Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem Pflegepersonal kannst du weiter geben?
    Gegenseitige Wertschätzung ist wichtig und das A und O (gilt genauso für Arzthelferinnen natürlich). Es sollte jedoch immer klar sein (und das kann es auch in vernünftigem Tonfall), wer wem weisungsbefugt ist, das erleichtert die Arbeit ungemein. Nichtsdestotrotz immer wieder auch fachliche Nachfragen oder Verbesserungsvorschläge überdenken, die sind häufig Gold wert.

    7. Wie geht man aus deiner Erfahrung geschickt mit den ärztlichen Kollegen aus dem Kreise der Assistenzärzte um? Welche Probleme können hier auftauchen?
    Im Moment für mich nicht relevant, da ich die einzige Assistentin der Praxis bin.

    8. Chef- und Oberärzte als Vorgesetzte lassen sich leider nicht umgehen. Wie sind hier deine Erfahrungen im täglichen Umgang im positiven wie auch im negativen Sinne?
    Derzeit absoluter Traumzustand, aber Praxis ist auch nicht Klini, wobei ich auch da eher selten negative Erfahrungen gemacht habe.

    9. Wie spielt sich konkret die Weiterbildung ab: arbeitest du einfach nur oder gibt es Unterricht durch Ober- und Chefärzte, um den Anforderungen der Weiterbildungsordnung gerecht zu werden? Führst du ein Nachweisheft zur Weiterbildung? Fühlst du dich gut betreut?
    Ich fühle mich hervorragend betreut! Ich darf alles machen, was ich möchte und mir zutraue, es wird mir zugetraut, meine Grenzen selber zu erkennen. Dennoch kann ich jederzeit fragen, wenn ich mir unsicher bin. Dazu holen mich die Kollegen (=Chefs und WB-Beauftragte) häufig mal dazu, um mir interessante oder nicht ganz alltägliche Dinge zu zeigen.

    10. Was sind aus deiner Sicht die Vorteile deines Fachgebietes im Vergleich zu anderen Fachrichtungen? Und andersherum: wo liegen die Nachteile des Gebietes, die man in Kauf nehmen muss?
    Überschaubares Fach, gute Mischung aus konservativ und operativ, wobei es wie Funkel schon beschrieb mit der operativen Ausbildung zu einem Nadelöhr werden kann. Und auch bei der Sache mit dem Ernstnehmen hat sie Recht

    11. Wie beurteilst du die Chancen im Hinblick auf deine weitere Karriere nach der Facharztprüfung? Möchtest du eine Kliniklaufbahn anstreben oder dich niederlassen bzw. was hast du vor und wie sieht es dabei speziell für dein Fachgebiet aus?
    Mein Ziel ist es, in dieser Praxis zu bleiben, was durch den KAuf eines weiteren Kassensitzes auch die Pläne meiner Chefs derzeit sind. Ich möchte dabei jedoch im Angestelltenverhältnis bleiben.

    12. Stress, Überstunden und lange bzw. häufige Dienste gehören leider immer noch zum Berufsalltag. Fühlst du dich häufig gestresst, machst du viele Überstunden oder schiebst häufig Dienste oder geht es bei dir eher locker zu? Wie gehst du persönlich mit Stress und derartigen Belastungen um?
    Stress? Was ist das? Hm stimmt, letzte Woche war ich tatsächlich ganze fünf Überminuten mal da

    13. Auch die Familie darf nicht zu kurz kommen: findest du als Vater oder Mutter Betreuungsangebote für eigenen Nachwuchs oder sonstige Unterstützung für ärztliche Eltern im Berufsleben? Wenn ja, welche? Falls es keine gibt: was konkret könnte dir helfen?
    Meine zweijährige Tochter geht zu einer Tagesmutter, was das Beste ist, was uns passieren konnte. Nachdem sich hier die Suche nach Betreuungsmöglichkeiten zunächst als eine fast unüberwindbare Hürde gezeigt hatten, hatten wir dann Gott sei Dank Glück mit ihr. Wenn meine Tochter mal akut krank ist (zwei Mal ohne Vorwarnung passiert bisher), dann kann ich mich problemlos abmelden, ohne doofe Kommentare zu ernten, was sicherlich auch mit daran liegt, dass zwei der Kollegen selber zwei bzw. vier Kinder haben und einfach wissen, was das bedeutet.


    14. Was möchtest du angehenden Assistenzärzten oder ärztlichen Kollegen als deine zwei wichtigsten Tipps mit auf den Weg geben?
    1) Engagiert seine Arbeit tun ja, auf jeden Fall, aber nicht bis zur Selbstaufgabe wie so häufig von Kollegen getan. Es dankt Dir keiner und es bringt Dir selber vor allem nichts
    2) Blicke über den Tellerrand wagen, ich bereue es ein wenig, dies nicht mehr getan zu haben.

    15. Heute nochmals vor deine Berufswahl gestellt: würdest du noch einmal den Beruf des Arztes wählen?
    Auf jeden Fall!



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  2. #7
    Premium Mitglied
    Mitglied seit
    07.09.2002
    Ort
    war Berlin
    Semester:
    FA Päd - auf dem Weg zum Kinderkardiologen
    Beiträge
    233
    Auch ich habe diese Umfrage vor Jahren schon mal beantwortet, ausserdem arbeite ich seit drei Jahren im Ausland (Paris) und habe vor zwei Wochen den FA gemacht, aber na ja, ich mach's nochmal...


    Die Fragen lauten:
    1. In welcher Weiterbildungsrichtung bist du tätig und in welchem Jahr deiner Weiterbildung befindest du dich?

    Kinderheilkunde, 6.Jahr, Uniklinik, Abt. Kinderkardiologie seit 2 Jahren davor 21/2 Jahre an der gleichen Klinik in Dtschl und danach dri unterschiedliche Rotationen in Paris, bevor ich die Berufung in die Kardio fand..

    2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus: wann startest du, wie lange arbeitest du und mit welchen Dingen bist du regelmäßig beschäftigt?

    In Frankreich geht es deutlich spaeter los als in Dtschl, man arbeitet aber auch dtl laenger, da bekommt hier so mancher beim Lesen noch graue Haare...

    Fruehbesprechung : 8 30 h -9 00 h
    Café Trinken 9 -9 15 h
    Schwestern Uebergabe (obligat, denn es gibt im Gegensatz zu Dtschl keine Visite, wo die Schwester oder Oberschwester mitkommet) 9 15 -9 45 h
    Visite (inkl Briefe diktieren am Krankenbette) -franz chaotisch 10 - 13 gelegentl bis 15 h
    13-5- 17 h Zugaenge, Elterngespraeche, Briefe
    17 h Abendbesprechung f. Neuzugaenge
    17 30 h restliche Zugaenge anschauen
    Dienst ab 18 -19 h, Der zustaendige Stationsarzt (FA) hat alle Zugaenge des Tages bevor er geht anzuschauen...dh auch dass er ALLE Pat, die "nur" vom Assi gesehen wurden nochmal anschaut....
    nach Hause ab 18 - 21 h nach Arbeitaufkommen....

    4. Wo liegen bei den unter Frage 2 behandelten Themen die Arbeitsschwerpunkte bei deinen Tätigkeiten?

    Zu-und Abgaenge, Briefe schreiben (leider), Eltern Gespraeche

    5. Was war das absolute Highlight deiner bisherigen Berufslaufbahn, da das du dich auch heute noch gerne und lebhaft erinnerst?

    Alle Momente, wo ich dank Erfahrung oder Glueck die richtige Diagnose gestellt habe...
    in Dtschl noch - ein Junge mit AVM, den ich im Dienst rechtzeitig in den Neuro-OP geschoben habe und der einen guten Verlauf hatte...
    in Frankreich wahrscheinlich, ein Saeugling, fuer den ich die ECMO Indikation im Dienst bei Myocarditis gestellt habe und der ueberlebte (meine erste ECMO Indikation..)

    6. Welche Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem Pflegepersonal kannst du weiter geben?

    Allgemein gilt: immer zuhoeren, ernst nehmen, aber wenn man anderer Meinung ist, dann nicht beirren lassen. Als Anfaenger aber immer drauf hoeren, denn oft haben die Schwestern den guten Riecher..

    7. Wie geht man aus deiner Erfahrung geschickt mit den ärztlichen Kollegen aus dem Kreise der Assistenzärzte um? Welche Probleme können hier auftauchen?

    Respektvoll und sind trotzdem nicht uebervorsteilen lassen
    dh va bei Diensten, WE und Ferien
    Es gibt komischerweise immer Kollegen, die NIE koennen, auch nie einspringen, immer gerade schon frei haben, wenn was akut anfaellt und auch immer als erstes gehen - ein universelles Gesetz...

    8. Chef- und Oberärzte als Vorgesetzte lassen sich leider nicht umgehen. Wie sind hier deine Erfahrungen im täglichen Umgang im positiven wie auch im negativen Sinne?

    Es kommt drauf an! Wenn die Person fachlich gut ist, dann habe ich Respekt und werde entsprechend auch mit Freunde und Ueberzeugung handeln. Manchmal sind die Leute in Positionen, wo sie nicht hingehoeren, dann muss man auch die Hierachie akzeptieren , sollte aber auch mal anderer Meinung sein. In Frankreich sind die Hierachien sehr flach, aber man sollte sich nicht taeuschen lassen, CA ist CA und OA ist OA!

    9. Wie spielt sich konkret die Weiterbildung ab: arbeitest du einfach nur oder gibt es Unterricht durch Ober- und Chefärzte, um den Anforderungen der Weiterbildungsordnung gerecht zu werden? Führst du ein Nachweisheft zur Weiterbildung? Fühlst du dich gut betreut?

    Bei uns in der Abt ist das extrem gut organisert. Als neuer Rotationsassi bekommst Du erstmal sechs Wochen jeden nachmittag gratis Unterricht in Kinderkardiologie, das ist der Wahnsinn! Wenn Du erstmal eingearbeitet bist, ist es wie ueberall, laerning by doing, einmal pro Woche macht unser OA eine sehr gute Lehrvisite f. Stationsarzt, Rotationsassis und Studis. FB werden geleg auch bezahlt baer idR nicht...
    Nachweisheft habe ich gefuehrt, wurde zur FA nicht "gefragt" bzw ich habe noch nach alter WB Pruefung gemacht.
    Die Betreung als Assi ist gut, manchmal fast zu gut dh zu "uberwacht", als FA dafuer zu "eigenverantwortlich". Von einem Tag zum anderen entscheidest Du Dinge fuer die Du vorher immer einen OA gebraucht hast, ehaem..

    10. Was sind aus deiner Sicht die Vorteile deines Fachgebietes im Vergleich zu anderen Fachrichtungen? Und andersherum: wo liegen die Nachteile des Gebietes, die man in Kauf nehmen muss?

    Kinderheilkunde ist klasse - immer Patienten, die ein grosses Gesundungspotential haben und ihr Leben noch vor sich habe.
    Kinderkardiologie ist super spannend - eine intellektuelle Herausforderung aber manchmal auch schwer kranke, chronisch Kranke Kinder, fuer die es nur palliative Loesungen gibt.
    Elterngespraeche sind oft emotinal sehr anstrengend, nicht nur bei Nichtigkeiten sondern besonders bei Palliativsituationen...


    11. Wie beurteilst du die Chancen im Hinblick auf deine weitere Karriere nach der Facharztprüfung? Möchtest du eine Kliniklaufbahn anstreben oder dich niederlassen bzw. was hast du vor und wie sieht es dabei speziell für dein Fachgebiet aus?

    Aktuell habe ich mich fuer Uni-Klinik und SP Kinderkardiologie entschieden, danach mal sehen...


    12. Stress, Überstunden und lange bzw. häufige Dienste gehören leider immer noch zum Berufsalltag. Fühlst du dich häufig gestresst, machst du viele Überstunden oder schiebst häufig Dienste oder geht es bei dir eher locker zu? Wie gehst du persönlich mit Stress und derartigen Belastungen um?
    Stress und Ueberstunden sind bei uns in der SP Ausbildung taegliches Brot.

    Man hat sehr viel Verantwortung, wenig Freizeit und macht tgl unbezahlte Ueberstunden. Da wuerden einige dt Kollegen jetzt sagen: Oh Gott, wie kann man nur so doof sein! IdT werden an den Unis Uberstunden nie bezahlt, Dienst nach Vorschrift gibt es nicht, und oft auch kein dienstfrei nach dem Dienst fuer FA aber IMMER fuer Assis. Das sind noch "Zustaende" wie in Dtschl vor zehn Jahren. Wie es in Privatkliniken hier ist, weiss ich nicht, weil man als Assi fast nur an Unis seine WB machen darf.


    13. Auch die Familie darf nicht zu kurz kommen: findest du als Vater oder Mutter Betreuungsangebote für eigenen Nachwuchs oder sonstige Unterstützung für ärztliche Eltern im Berufsleben? Wenn ja, welche? Falls es keine gibt: was konkret könnte dir helfen?

    LEIDER habe ich noch keine Kinder, das ist aber geplant...


    14. Was möchtest du angehenden Assistenzärzten oder ärztlichen Kollegen als deine zwei wichtigsten Tipps mit auf den Weg geben?

    1. Macht, das, worauf ihr Lust habt als Fachrichtung, das ist das Wichtigste fuers weitere Berufsleben.

    2. Wechselt auf jeden Fall die Stelle, man muss ueber den Tellerrand schauen, sonst wird man "Spezialist" fuer seinen Klinikstandard und nichts sonst...


    15. Heute nochmals vor deine Berufswahl gestellt: würdest du noch einmal den Beruf des Arztes wählen?
    Ja!
    La pensée a des ailes - nul ne peut arreter son vol.



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  3. #8
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
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    noch mehr bitte



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  4. #9
    Ärztin mit Stil Avatar von teletubs
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    Auch ich habe damals teilgenommen, aber mittlerweile hat sich einiges getan Auch wenn ich nicht weiss, was Frage 3. war, aber sie fehlt hier...nach 2 kommt 4

    1. In welcher Weiterbildungsrichtung bist du tätig und in welchem Jahr deiner Weiterbildung befindest du dich?

    Ich arbeite an einer Klinik, die Ausbildunsstätte von der Uni ist und bin mittlerweile kurz vor der FA-Prüfung im 5.Jahr.

    2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus: wann startest du, wie lange arbeitest du und mit welchen Dingen bist du regelmäßig beschäftigt?
    Mein typischer Arbeitsalltag hat sich seit langem gewandelt, da ich sehr oft Nachtdienste mache und oft auf dem Notfall bin. Dort ist der Arbeitsalltag unterschiedlich: von extrem ruhig bis hin zum dauerrotieren ist alles dabei. Aber es macht Spass...ich mag es unter Strom zu stehen. Je nach Dienst fangen wir unterschiedlich an und arbeiten tagsüber um die zehn Stunden und im Nachtdienst um die 12-13 Stunden. Auf dem Notfall kommen ein Teil von selbst, ein Teil vom Hausarzt geschickt und ein Teil per Ambulanz/Sanität. Und jeder Patient ist anders, was es so spannend macht. Ich liebe die Abwechslung und bin eigentlich froh, nicht mehr so oft Stationsarbeit machen zu müssen. Auf dem Notfall kann man forschen, was der Patient haben könnte. Differentialdiagnosen aufstellen ist etwas feines. Leider bekommt man nicht immer mit, was mit dem Patienten dann gelaufen ist und ob man mit seiner Verdachstdiagnose richtig lag.

    4. Wo liegen bei den unter Frage 2 behandelten Themen die Arbeitsschwerpunkte bei deinen Tätigkeiten?
    Der Hauptschwerpunkt liegt in der Inneren Medizin. Aber wir versorgen auch Patienten im neurologischen Bereich, im Bereich der HNO, Urologie und Dermatologie. Zu dem haben wir eine Art Notfall-Hausarzt-Praxis, wo wir Patienten wie beim Hausarzt kurz anschauen und beurteilen und meistens auch nach Hause lassen.


    5. Was war das absolute Highlight deiner bisherigen Berufslaufbahn, da das du dich auch heute noch gerne und lebhaft erinnerst?

    Also vom letzten Jahr ist mir ein Patient in Erinnerung geblieben, der für knappe 6 Monate in unserer Klinik war und davon bestimmt fünf auf der ITS, wo ich damals gearbeitet habe. Er stand echt auf der Kippe und um zu schöner war zu sehen, dass er nach Hause gehen konnte. Und mein erster Patient mit einer Myasthenia gravis...sehr eindrücklich.

    6. Welche Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem Pflegepersonal kannst du weiter geben?
    Wenn man ein bischen Erfahrung hat, dann kann der Umgang mit der Pflege manchmal schwierig sein. Jedoch bin ich jemand, der durchaus teamfähig ist und immer noch die Ratschläge von erfahrenen Pflegenden dankbar entgegennimmt. Jedoch wage ich es auch mich gegen die Pflege zu stellen, wenn ich etwas nicht so sehe wie sie.

    7. Wie geht man aus deiner Erfahrung geschickt mit den ärztlichen Kollegen aus dem Kreise der Assistenzärzte um? Welche Probleme können hier auftauchen?
    Also momentan bin ich bei uns ein alter Hase und es gibt einige, die zu mir "aufschauen", wobei ich doch selbst noch so jung bin. Ich hatte Deinste mit Kollegen, die froh waren, dass sie mit mir hatten. Das fühlt sich gut an, obwohl man selber wahrscheinlich ganz anders denkt. Ansonsten habe ich ein gutes Verhältnis zu den Kollegen. Wir versuchen eigentlich regelmässig Assistententreffen zu organisieren. Probleme hatte ich eigentlich mit keinem.

    8. Chef- und Oberärzte als Vorgesetzte lassen sich leider nicht umgehen. Wie sind hier deine Erfahrungen im täglichen Umgang im positiven wie auch im negativen Sinne?
    Ich muss sagen, dass ich eigentlich nur positives erlebt habe. Es gibt sicherlich immer mal wieder Situationen, wo man aneinandereibt, aber im Grossen und Ganzen habe ich keine Probleme mit den Oberärzten und Chefärzten. Wir ziehen ja alle an einem Strang.

    9. Wie spielt sich konkret die Weiterbildung ab: arbeitest du einfach nur oder gibt es Unterricht durch Ober- und Chefärzte, um den Anforderungen der Weiterbildungsordnung gerecht zu werden? Führst du ein Nachweisheft zur Weiterbildung? Fühlst du dich gut betreut?
    Wir haben nachwievor unsere Fortbildungen in der Woche. Journal-Club, Fallvorstellungen und andere Fortbildungen schmücken die Zeit nach unserem morgendlichen Rapport.

    10. Was sind aus deiner Sicht die Vorteile deines Fachgebietes im Vergleich zu anderen Fachrichtungen? Und andersherum: wo liegen die Nachteile des Gebietes, die man in Kauf nehmen muss?
    Die Innere Medizin überschneidet sich mit sehr vielen Disziplinen. Vor allem bei den älteren Leuten spielt sie doch eine sehr grosse Rolle. Man kann mit einfachen Mitteln oft viel bewirken. Nachteile kommen mir gerade nicht in den Sinn.

    11. Wie beurteilst du die Chancen im Hinblick auf deine weitere Karriere nach der Facharztprüfung? Möchtest du eine Kliniklaufbahn anstreben oder dich niederlassen bzw. was hast du vor und wie sieht es dabei speziell für dein Fachgebiet aus?
    Ich bin noch nicht schlüssig. Ich möchte erst einmal im Krankenhaus bleiben und ggf. noch eine andere Fachrichtung machen. Ansonsten wäre eine Oberarztstelle in der Inneren Medizin kein Problem zu bekommen.

    12. Stress, Überstunden und lange bzw. häufige Dienste gehören leider immer noch zum Berufsalltag. Fühlst du dich häufig gestresst, machst du viele Überstunden oder schiebst häufig Dienste oder geht es bei dir eher locker zu? Wie gehst du persönlich mit Stress und derartigen Belastungen um?
    Ich sage mal so: manchmal jammert man auf hohem Niveau Es gibt bei uns u.a. Nachtdienste, die eine ganze Woche dauern. Man bekommt bei uns aber dafür Kompensation. Und auch Überstunden werden irgendwann kompensiert. Mit den Jahren sammelt man Erfarhung und lässt nicht so leicht stressen.

    13. Auch die Familie darf nicht zu kurz kommen: findest du als Vater oder Mutter Betreuungsangebote für eigenen Nachwuchs oder sonstige Unterstützung für ärztliche Eltern im Berufsleben? Wenn ja, welche? Falls es keine gibt: was konkret könnte dir helfen?
    Ich habe keine Kinder.

    14. Was möchtest du angehenden Assistenzärzten oder ärztlichen Kollegen als deine zwei wichtigsten Tipps mit auf den Weg geben?
    Sei du selbst und hör auf dein Wissen&Gefühl. Und nehme Ratschläge anderer an, denn sie können Gold wert sein.

    15. Heute nochmals vor deine Berufswahl gestellt: würdest du noch einmal den Beruf des Arztes wählen?
    Jaaaaaaaaaaaaaaaaa....jederzeit wieder.
    Ein Noro kommt selten allein ©
    Fühl dich wohl mit Haldol ©



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  5. #10
    Fleißbienchen-Sammlerin Avatar von Feuerblick
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    12.09.2002
    Ort
    Let the bad times roll!
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    3. Wie viel Zeit in Stunden nehmen folgende Dinge schätzungsweise an einem durchschnittlichen Arbeitstag ein: Visiten vor- und nachbereiten sowie Durchführen, Diktieren von Arztbriefen, Aufnahmegespräche und Eingangsuntersuchung, Gespräche mit Angehörigen, Gespräche mit Kollegen, Sonstiger Schriftkram, Kaffekränzchen?
    Die vermisste Frage Nummer drei
    Meine Antworten: Visiten mache ich nur an Dienstwochenenden, Arztbriefe tippen wir selbst (Viertelstunde bis halbe Stunde am Tag), Gespräche und Untersuchungen sind der Tätigkeitsschwerpunkt, Gespräche mit Angehörigen laufen (da Ambulanztätigkeit) nebenher, Gespräche mit Kollegen zwischendurch, sonstiger Schriftkram ist unterschiedlich (im OP OP-Berichte, manchmal MDK-Anfragen oder Gutachten - hält sich in Grenzen), Kaffekränzchen finden nicht statt.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Wir woll´n tun, was uns Spaß macht und so sein wie wir sind. Wir verstecken uns nicht mehr. Der Tanz der wilden Herzen beginnt!“ (Tanz der Vampire)



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