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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo Leute,

    der Titel ist Programm: ich finde irgendwie keinen vernünftigen Beitrag, mit dem sich Sakkaden und Nystagmus unterscheiden lassen.

    Habe hier die drei großen Physiobücher liegen sowie drei Neuroanatomiebücher.
    Alle beschreiben die genannten Phänomene sehr unterschiedlich (teilweise so unterschiedlich, dass die Beiträge in einem Buch überhaupt nicht mehr mit dem aus dem anderen vergleichbar sind).


    Bei den Sakkaden scheinen sich die Bücher halbwegs einig zu sein:
    Es handelt sich um Augenbewegungen zum Versuch der Fixierung eines Gegenstandes.

    Was aber ist nun unter Nystagmus zu verstehen? Im ALLGEMEINEN meine ich?
    Z.B. steht im Bennighoff "rhytmisches Hin- und Herbewegen des Augapfels". Im Schmidt / Lang / Heckmann heißt es "schnelle Rückbewegung des Auges".
    Da ist irgendwie kein sinnvoller Unterschied erkennbar.

    Ist es möglich, dass mit Sakkade der einzelne Sprung von einem Fixationspunkt zum anderen und mit Nystagmus (wie gesagt: allgemeine Definition) eine bestimmte, spezifische Folge von Sakkaden gemeint ist?

    An der einen oder anderen Stelle stand noch, dass Nystagmen nicht willentlich geschehen.
    Das wiederum würde sich mit meiner Definition wiederum kaum decken.


    Womöglich sitz ich auch grad nur auf ner Denkblockade.
    Freue mich über jeden Hinweis.



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  2. #2
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    Also die Sakkade hast du ja schon gut beschrieben. Ist lediglich die Augenbewegung die einen Gegenstand oder ähnliches fixiert. Z.b würdest du, wenn du bei einem Baketballspiel sitzt und die Zuschauer beobachtest, öfter Sakkaden sehen. Nämlich wenn sie den Ball verfolgen.

    Ein Nystagmus ist eigentlich wirklich ein rhythmisches hin und herbewegen des Augapfels. Allerdings ist das physiologisch nicht ganz spezifisch ausgedrückt da man nur die "schnelle" Rückstellbewegung als Nystagmus bezeichnet. Dabei ist ein Nystagmus nicht eine einzelne Bewegung (wie die Sakkade) sondern eine schnell aufeinander ablaufende Folge von Rückstellbewegungen. Wenn du bei youtube mal die beiden Begriffe suchst, kannst du dir das gut visualisieren.

    LG Thomas

    P.S: Oder du nimmst einen Kommilitonen und spülst seinen/deinen Gehörgang mit warmen/kalten Wasser. Bei warmen geht der Nystagmus zum gespülten Ohr (= die schnell Rückstellbewegung geht zum gespülten Ohr) und bei kaltem Wasser siehst du einen Nystagmus zum anderen Ohr
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  3. #3
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Du kannst auch einfach mal beim Bahnfahren die Augen der Leute beobachten, die sich die vorbeisausende Landschaft anschauen. Nennt man "Eisenbahnernystagmus"
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  4. #4
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    Das ist ja noch ein viel besseres Beispiel. Aber gut, das dir das einfällt, ist klar! ;)

    Wobei ich mich da nicht immer gefragt habe, ob das nicht zu langsam ist für nen Nystagmus? Hatte mal nen BPLS und das war nicht zu vergleichen mit Bahn fahren.
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  5. #5
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Nein, du kannst auch mit seeehr langsamen Bildern einen Nystagmus auslösen. Ist ja nichts weiter als eine Folgebewegung, bei der irgendwann eine Rückstellsakkade auf ein neues Fixationsobjekt (das alte ist ja irgendwann nicht mehr sichtbar wegen der Bewegung) erfolgt.
    Sprich: Es gibt sehr schnell schlagende Nystagmen, sehr langsam schlagende, welche mit großer und andere mit kleiner Amplitude. Und es gibt gemeinerweise sogar welche, die nur pendelnd sind und gar nicht das typisch ruckartige haben. Alle haben eins gemeinsam: Sie geschehen unwillkürlich. Entweder weil das Hirn etwas fixieren will wie beim Eisenbahnernystagmus oder weil das Gehirn da was fehlsteuert. Eine Sakkade kann man auch bewusst machen. Versuch mal bewusst, einen Nystagmus "nachzuspielen"
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