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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Administrator Avatar von Brutus
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    Zitat Zitat von WackenDoc Beitrag anzeigen
    Taser ist Mittel der Wahl für Polizisten, weil sich der Patient schlichtweg nicht mehr bewegen kann, wenn es funktioniert.
    https://www.youtube.com/watch?v=CpMZr_u9t_Q


    Midazolam ist Glückssache. Hab bisher beides erlebt- so 50:50.
    Naja, alles eine Frage der Dosis. Mit Midazolam bekommst Du schon jeden ruhig. Nur eben nicht mit den 5mg.

    Wir haben die 15/3 Ampullen aufm Auto- geiles Zeug. Bei nem ausgeklinkten kannst an sich die ganze Ampulle i.m. versenken und hast nicht übermäßig viel Volumen. Problem ist, dass in Zeiten von Stichschutz und Aufziehkanülen erstmal eine Nadel verfügbar sein muss, die groß/lang genug ist.
    Zur Not tut es auch die Aufziehkanüle. Kann halt ein bißchen bluten. Aber in der Not und der Teufel...

    Auf dem ein oder anderen RTW tatsächlich ne Herausforderung.
    IV-Zugang ist ja bisweilen noch keiner drin oder kommst wenn´s blöd läuft nicht dran.
    Aber 5mg i.v. wäre mein Favorit.
    Aber Vorsicht! Gerade bei sehr agitierten Patienten sind selbst 5mg i.v. echt wenig.
    Ich habe mal akzidentell 15mg Dipi und 15mg Dormicum versenkt bei einem Infarkt. Und der kam wach und sehr redselig, aber nicht mehr aufgeregt im Zielkrankenhaus an... (dachte, es wären 3mg auf 3ml... )

    Zitat Zitat von el suenio Beitrag anzeigen
    Medikamentös gibt es bei uns eigentlich immer Haldol (i.m.) und Diazepam (i.v.). Wenn es multimorbide Patienten sind, bei denen man Angst hat bzgl. Atemdepression wird auch gern Somsanit gespritzt.
    Gibt es da nicht was von Mallinckrodt und Dräger?
    Wie gesagt: in der Notsituation bin ich mir näher als der Patient. Und wenn der ateminsuffizient wird, egal in welcher Reihenfolge, dann ist das so. Und dann wird ihm geholfen. Nur, wer soll ihm helfen, wenn er alle, die ihm hätten helfen können, vermöbelt hat?

    Im Nachhinein ist man immer schlauer. Es kann ja keiner wissen, wie sich die Situation entwickelt und dass der Patient dermaßen durchdreht, war ja nicht unbedingt abzusehen.
    Sehe ich nicht so. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als der AVD meinte, er solle bis zur Visite KEINE Medikamente mehr bekommen, obwohl er deutliche Tendenzen zu seinem letztendlichen Verhalten zeigte, hätte ich als Pflegekraft den Arzt zum Patienten zitiert. Und dann kann der beruhigend auf den Patienten einreden / einspritzen.
    Manche Ärzte werden erst dann aktiv, wenn sie selbst ein bißchen von dem Druck mitkriegen. Am Telefon ist das immer was anderes...

    Zitat Zitat von WackenDoc Beitrag anzeigen
    Haldol i.v. ging in dem Fall denke ich nicht wegen der kardialen Vorgeschichte.
    Hmmm. Wer kardial in der Lage ist, das Personal körperlich anzugehen (boxen, treten, beißen, etc...), der verträgt auch jedes der Medikamente, die ich in der Situation in die Finger kriege.

    Atemdepression ist auf Intensiv ja nicht das Problem. Das bekommt man ja geregelt
    Eben.
    I'm a very stable genius!



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  2. #17
    in love with psychiatry Avatar von el suenio
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    Wir haben bei allen Patienten nur Handfixierungen ohne Magnet (solche normalen Klettfixierungen, die mit mitgelieferten Bändern am Bett befestigt werden). Ein (!) Sytem mit Magneten haben wir, allerdings nicht vorbereitet an einem Bett, sondern kreuz und quer in einem Schrank im Lager....
    Okay, das ist ja interessant zu wissen. Wir haben gar keine Klettfixierungen. Das war dann wahrscheinlich das, was die auf den anderen Stationen von uns haben wollen. Wir haben aber nur Segufix und das gibt es nur als Ganzes. Wir hatten da testweise eine zeitlang die Akutfixierung drin. Die ist ein bisschen anders aufgebaut. Haben wir aber mittlerweile wieder abgeschafft, weil die Patienten ständig die Hände raus bekommen haben.
    Bei uns ist es so, dass die somatischen Stationen zusammen wenigstens ein vorbereitetes Fixierbett haben. Das halte ich auch für wichtig. Man kann dann im Akutfall halt nicht anfangen, erst mal die Fixierung ins Bett zu basteln. Bis dahin kann der Patient schon viel Schaden angerichtet haben.
    Jeder spinnt auf seine Weise - der eine laut, der andere leise. (Ringelnatz)
    Jeder hat einen Dachschaden, es fragt sich nur, ob es schon reinregnet. (Paul Panzer)



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  3. #18
    Diamanten Mitglied Avatar von Miss_H
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    @el suenio: Alles außer 5 Punkt Fixierung ist gefährlich und meines Wissens auch nicht erlaubt, aber ist leider die Regel. Weil es ja böse ist einen Patienten zu fixieren und dann müsste man sich dann ja auch um die Anordnung/Erlaubnis kümmern.
    @Thread:
    ich finde du hast richtig gehandelt. Beim nächsten Mal kannst du dich für frühere Fixierung und/oder medikamentöse Therapie einsetzen.



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  4. #19
    in love with psychiatry Avatar von el suenio
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    3-Punkt-Fixierung ist auch erlaubt. In jedem Fall muss der Bauchgurt dran sein und diagonal ein Arm und ein Bein.
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  5. #20
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Neeee, Brutus. Hab jetzt schon 2x die vollen 15mg i.v. versenkt und es tat sich gar nix.
    Der eine Spinner hatte noch C2 intus.

    Hat beim Transpot duch 5 Mann oder so durch´s Treppenhaus noch gemeint mit dem Kopf auf den Boden schlagen zu wollen. Aufm Weg in´s Krankenhaus ab ich auf der einen Seite in die Schulter gedrückt, auf der anderen der Polizist.

    Mit der kompletten Mannschaft von RTW, NEF und einem Streifenwagen plus die Pflege im Krankenhaus in die Fixierung gedengelt und er war immer noch nicht friedlich.

    Und der andere war bis zum Krankenhaus leidlich friedlich- hat wohl kapiert, dass mit Hand- und Fussfesseln in Bauchlage und reichlich Personal das mit dem Bewegen irgendwie ne doofe Idee ist.

    Wo´s funktioniert hat, war der mit irgendwelchen Drogen auf nem Festival. Der hat schon nach 5 friedlich geschlafen.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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