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  1. #1
    Lara1987
    Guest

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    Guten Tag alle miteinander!
    Nach zwei Jahren in der Inneren Medizin spiele ich mit dem Gedanken in die Arbeitsmedizin zu wechseln. Gern würde ich hierzu ehrliche Erfahrungsbericht hören.

    1. Warum habt ihr euch für Arbeitsmedizin entschieden?

    2. Wie läuft eure Weiterbildung, Betreuung etc.?

    3. Wer hat Erfahrungen mit den "Großen" (BAD, TÜV etc.) und wer kann etwas über Mittelständler oder einezelne Dienstleistermit einem einzige WB-Assi berichten?

    4. Ist jemand vielleicht nach einem Ausflug in die Arbeitsmedizin wieder zurück in die Klinik gegangen?

    5. Man hört immer wieder, dass Arbeitsmediziner nur Mediziner 2.Klasse sind und von den Arbeitgebern die Assis meist nur ausgenutz werden. Auch soll das Gehalt sehr schlecht sein. Dem gegenüber stehen die Versorechungen von Headhunters, welche von guten Verdienstmöglichkeiten, Dienstwagen etc. sprechen. Was ist Mythos?Was ist wahr?

    6. Was würdet ihr einem Neueinsteiger in die Arbeitsmedizin als Tipp mit auf den Weg geben?

    Ich würde mich freuen, wenn es vielleicht jemannden gibt, der mir zu meinen Fragen ein paar Zeilen schreibt.



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  2. #2
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    Ich kann zwar nicht aus Arzt-Sicht berichten, habe allerdings meine Berufsfelderkundung bei einer arbeitsmedizinischen Praxis gemacht. (Waren die Arbeitsmedizinier der städtischen Angestellten + Beamten).

    Schlecht ging es da keinem. Die meisten Ärzte fanden die entspannten Arbeitszeiten halt angenehm. Auch die Stimmung im Team war gut.

    Eine Ärztin hatte mal erwähnt, dass es ihr persönlich in der Arbeitsmedizin auf die Abwechselung ankommt. Eine Tätigkeit bei der Deutschen Post (hat wohl ein Bekannter gemacht) wäre nichts für sie, da diese ihr zu eintönig wäre. Stattdessen war sie beim TÜV, bevor sie in die Praxis gewechselt ist. Da mochte sie halt die Abwechselung, vor allem in der Form von Arbeitsplatzbegehungen ect.

    Wenn ich das richtig im Kopf habe hatten die meisten in der Praxis in der ich war den FA für Innere Medizin und zusätzlich danach dann den FA Arbeitsmedizin gemacht/bzw. sie leisteten da die Assisstenzarzt-Zeit ab.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Eine Kollegin wechselt nach 4 Jahren Klinik zu einem großen Arbeitsmedizinunternehmen.
    Das Grundgehalt enspricht dem Klinikgehalt, geregelte Arbeitszeit, keine Dienste, Firmen-PKW wird gestellt.

    Ein ehemaliger Kollege ist in ein großes Chemieunternehmen in die Arbeitsmedizin gewechselt. Er ist Facharzt Innere, bekommt ein sechsstelliges Gehalt, allerdings bei 1-2 BD/Monat (bei denen man aber so gut wie nie etwas zu tun hat), kein Firmenwagen.

    Ich denke, dass das Gehalt wie üblich in der freien Wirtschaft verhandelbar ist. Die Work-Life-Balance ist im Vgl. zur Klinik unschlagbar. Ob einem die Arbeit gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Mediziner 2ter Klasse ist man bestimmt nicht. Man ist eben Spezialist; wer ist das heutzutage nicht?



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Hallo,

    ich interessiere mich derzeit auch für den FA Arbeitsmedizin. Bei der Internetrecherche bin ich nun auch einige Male draufgestoßen, dass die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin häufig gefordert wird. Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Ist es ein großer Nachteil, wenn man sie nicht hat? Wisst ihr ob es realistisch ist, die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin in den geforderten 2 Jahren Innere zu machen? Oder spielen da die Chefs meist nicht mit?
    Freue mich schon auf eure Erfahrungen.
    Danke und viele Grüße!



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  5. #5
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    Die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin neben zwei Jahren Innere zu machen dürfte im allgemeinen zu schaffen sein. Bedeutet doch nur, daß man innerhalb der ersten 2 Jahre für 1/2 Jahr auf Intensiv gewesen sein muß. Kann man sich ja auch direkt im Arbeitsvertrag zusichern lassen. Daß man die 50 Notarzteinsätze mindestens zum Teil in seiner Freizeit sammeln muß, ist allerdings relativ üblich.

    Insgesamt sind im Bereich Arbeitsmedizin so viele Stellen offen, daß man sicher auch eine Weiterbildungsstelle ohne die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin findet. Große Industrieunternehmen können sich ihre Betriebsärzte allerdings aussuchen, verlangen neben Notfallmedizin und praktischer Erfahrung als Notarzt auch oft einen zusätzlichen Facharzt (Allgemeinmedizin, Innere Medizin).

    Der Arbeitsmarkt im Bereich Arbeitsmedizin könnte sich durch die aktuell laufende Verwässerung der Weiterbildungs-Anforderungen in den nächsten Jahren etwas ändern... in Bayern kann man bereits jetzt Arbeitsmediziner werden, ohne jemals in der Inneren gearbeitet zu haben (ein Gebiet der "direkten Patientenversorgung" reicht aus), andere Ärztekammern werden vermutlich nachziehen.
    Geändert von Pflaume (19.03.2017 um 12:31 Uhr)



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