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  1. #1
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    Hey, da es diesem Thread bereits für die Vorklinik gibt, dachte ich, es wäre mal sinnig für all die unentschlossen, dasselbe für die Klinik zu machen. Also, würdet ihr eure Uni bzgl. der Klinik weiterempfehlen?



  2. #2
    OP-Sperrer Avatar von Echinococcus
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    Ich bin dann mal die Chirurgen ärgern...
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    Ich habe in Dresden studiert und kann die Frage eindeutig mit einem "ja" beantworten. Wie überall sind die ersten beiden klinischen Semester mit den theoretischen Fächern gefüllt, aber U-Kurs und ein Notfallmedizinkurs bringen die ersten klinischen Aspekte mit herein.

    Weiterhin ist das Konzept in Dresden, dass viele Kurse durch sogenannte "Dipol" (was für Dresdner Integratives Problem/Praxis/Patienten Orientiertes Lernen steht und viel abgehobener klingt als es ist...) Module unterstützt werden, wobei Kleingruppen von 5-10 Studenten die Inhalte der Kurse anhand von klinischen Fällen besprechen. Ich muss sagen, dass das Konzept wirklich ganz gut funktioniert und man in diesen Gruppen ordentlich über die Fälle diskutieren kann.

    Ansonsten gab es nur 2 größere Abweichungen vom "Standardmodell" Klinik. Am Ende des 4. Studienjahres schreibt man fast alle Klausuren des Jahres (auch einige des 7. Semesters, ja...) in Form einer 2-tägigen Jahresabschlussprüfung, die zeitlich und vom Umfang her recht nah an ein Staatsexamen rankommt. Andere Unis teilen den Stoff aber eben auf mehrere Klausuren an mehreren Tagen auf, der Unterschied ist hier also eigentlich nur organisatorisch. Angeblich wurde das Ganze aber schon leicht entschlackt und ein paar Sachen ans Ende des 7. Semesters gepackt.
    Die andere, meines Erachtens vernünftige Besonderheit ist, dass das 10 Semester mit Ausnahme von ganz wenigen Fächern (Klinische Pharma, Gerontologie und noch irgendein QB Ding) fast ausschließlich mit Blockpraktika gefüllt ist. Da diese meist nur sehr moderate Anwesenheits- und Prüfungsanforderungen haben, war das 10. Semester (mit Ausnahme der Klinischen Pharma eben ) wirklich entspannt mit vielen freien Tagen, die auch gut für Diss/Vorbereitung aufs M2/Weltrekord in Mariokart etc. genutzt werden können.

    Wie überall gibt es ein paar weniger gute Veranstaltungen, insgesamt war das Engagement der Lehrkräfte aber wirklich lobenswert. So wird z.B. in Neurologie vom Professor ein perfektes Skript für die neurologische Untersuchung an die Studenten ausgehändigt.
    Ein inhaltlicher Schwerpunkte in Dresden ist definitiv die Kardiologie und der HKL (Herz-Kreislauf-Lunge) Kurs hat mir am Ende echt zum Hals rausgehangen, aber wer sich für das Thema interessiert dürfte recht glücklich werden.

    Prüfungstechnisch denke ich dürfte sich auch alles im Rahmen halten, es gibt viele Prüfungen bei denen Altklausuren helfen, bei manchen fällt man dabei dann eben doch mal auf die Nase, aber bis auf eine wirklich bombenschwere Dermatologie- und "überraschende" Urologieklausur gab es nichts, was mir negativ im Gedächtnis geblieben ist.

    MiBi, Patho und klinische Chemie wurden in wirklich super fairen, schriftlich/praktisch kombinierten Klausurmodellen geprüft, was den meisten von uns sehr positiv aufgefallen ist.

    Ich würde jederzeit wieder in Dresden studieren.

    Wer mehr über Dresden wissen will darf mich gerne fragen.
    Geändert von Echinococcus (13.03.2017 um 10:10 Uhr)
    Monkey see and monkey do...evolution was never true. All the lies they feed to you, monkey me and monkey YOU!



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