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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Von hier an blind Avatar von Logo
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    Meine Frau macht keinen Tierschutz. Weil da tummeln sich Gutmenschen und Tierretter. Aber Antibiotika-Minimierung, Monitoring und Kontrolle des Medikamenteneinsatzes bei Halter und Tierarzt, Tierseuchen, Lebensmittelkontrolle/Betriebszulassungen (Großküchen, Schlachthäuser) sind interessante Felder... Es ist primär langatmige Aktenarbeit, Recherche (zT. investigativ), exzellente Rechtskenntnis (man sollte Gesetze mögen und diese auch interpretieren können und wollen) und Statistik/Epidemiologie.
    In Oberbehörden/Ministerium dann ab einem gewissen Punkt auch viele strategischen Entscheidungen.
    TaskForce Tierseuchen mögen manche auch - d.h. lokale Behörden bei der Bewältigung von Tierseuchen unterstützen/führen.

    "Desillusioniert" ist relativ, heiti-teiti mit Frau Müllers Dackel zu machen, ist objektiv unbedeutender als vllt. einen Praktiker "zu überführen" der nicht zugelassene Medis einsetzt die bei Rückstandskontrollen auffallen und man damit Verbraucher schützt oder man auf Konzeptionelle Mängel bei Großküchen für Krankenhäuser hinweist und einer Gefährdung zuvor kommt...
    Geändert von Logo (04.04.2017 um 08:31 Uhr)
    Pure Vernunft darf niemals siegen!



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  2. #17
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    Zitat Zitat von JazzKo Beitrag anzeigen
    Da habe ich in meinen Praktika aber weitaus andere Erfahrungen gemacht.
    Welche Erfahrungen konntest du denn sammeln?



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  3. #18
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    Zitat Zitat von JazzKo Beitrag anzeigen
    Das war bei uns ähnlich. "Wir sind diejenigen, die die Schriftgröße der Schwartau Extra reklamieren!" war so eine Aussage, die ich nie vergessen werde.
    Tja, diese Beanstandung kommt halt vom Untersuchungsinstitut und es ist halt nunmal so, dass das alles so festgelegt ist und von JEDEM eingehalten werden muss - dabei geht es in der Regel selten um sowas, aber vor allem um nicht oder falsch deklarierte Zusatz- oder Inhaltstoffe. Da hat man halt was "handfestes" was leider beim Tierschutz z.B. nicht immer so ist...

    Oder: "Das meisten gemeldeten Tierschutzfälle, sind Nachbarschaftsstreits, deren Bearbeitung unnötig Zeit in Anspruch nehmen."

    Da habe ich in meinen Praktika aber weitaus andere Erfahrungen gemacht.
    Es ist leider wirklich so... Klar geht man dem nach, aber oftmals merkt man es schon am Telefon... Irgendwas ist vorgefallen zwischen Nachbarn und dann werden halt Tiere vorgeschoben, manchmal auch direkt damit verbunden, dass man doch das Jugendamt auch gleich mitbringen soll... Wenn man hinkommt ist am Ende halt NIX. Trotzdem telefonierst du mit den Leuten, schreibst alles auf, fährst hin, je nachdem auch 2x wenn beim ersten Mal keiner da ist, und am Ende muss man auch wieder aufschreiben was man vorgefunden hat... Es dauert halt. Trotzdem muss man natürlich allem erstmal nachgehen.
    manchmal ist auch das subjektive Gefühl da, dass nicht alles in Ordnung ist, aber es lässt sich nichts beweisen. Natürlich wird niemand sein Tier misshandeln wenn ich dabei stehe. Wenn man die Beschwerdeführer um Bilder oder Videos bittet kommt halt nix, entweder weil der Vorwurf tatsächlich falsch ist, oder weil derjenige Angst hat. Und dann? Ohne handfeste Beweise kann ich weder was anordnen noch ein Bußgeld verhängen ( es sei denn die Person gibt es selber zu, aber wie oft passiert sowas schon ).



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  4. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von Viehdoc
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    Zitat Zitat von woja Beitrag anzeigen
    Es ist leider wirklich so... Klar geht man dem nach, aber oftmals merkt man es schon am Telefon... Irgendwas ist vorgefallen zwischen Nachbarn und dann werden halt Tiere vorgeschoben, manchmal auch direkt damit verbunden, dass man doch das Jugendamt auch gleich mitbringen soll... Wenn man hinkommt ist am Ende halt NIX. Trotzdem telefonierst du mit den Leuten, schreibst alles auf, fährst hin, je nachdem auch 2x wenn beim ersten Mal keiner da ist, und am Ende muss man auch wieder aufschreiben was man vorgefunden hat... Es dauert halt. Trotzdem muss man natürlich allem erstmal nachgehen.
    manchmal ist auch das subjektive Gefühl da, dass nicht alles in Ordnung ist, aber es lässt sich nichts beweisen. Natürlich wird niemand sein Tier misshandeln wenn ich dabei stehe. Wenn man die Beschwerdeführer um Bilder oder Videos bittet kommt halt nix, entweder weil der Vorwurf tatsächlich falsch ist, oder weil derjenige Angst hat. Und dann? Ohne handfeste Beweise kann ich weder was anordnen noch ein Bußgeld verhängen ( es sei denn die Person gibt es selber zu, aber wie oft passiert sowas schon ).
    Das haben mir die Amtstierärzte in meinem Praktikum auch erzählt, dass sie verdammt viele schwachsinnige Beschwerden bekommen, wo es echt ganz oft um anderweitige Streitigkeiten geht... war auch bei ein paar solchen Fällen mit und da hat man deutlich gesehen, dass die Tiere gut gepflegt und ernährt waren und überhaupt mal gar nicht misshandelt aussahen und auch super zutraulich beim Besitzer waren (was ja auch kein Tier ist, was ständig misshandelt wird). Ätzend, wenn dann die richtigen Tierschutzfälle zu kurz kommen, weil man seine Zeit mit sonem Müll verschwendet
    "I don't know the secret of success, but the secret of failure is to try to please everybody."
    (Bill Cosby)



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  5. #20
    Vet-In-Progress Avatar von JazzKo
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    Zitat Zitat von Nurse4U Beitrag anzeigen
    Welche Erfahrungen konntest du denn sammeln?
    Ich hatte mega Glück mit meinem Amt. Zunächst mal wurde ich dort wie eine Kollegin behandelt und habe wirklich anspruchsvolle Aufgaben erhalten. anfangs habe ich lediglich aktenvermerke geschrieben und Protokolle und bereits nach wenigen Tagen komplette Gutachten und Strafanzeigen. Dabei habe ich vor allem Exotenfälle bekommen, weil das ja auch mein Spezialgebiet ist und durfte länger liegende Fälle neu aufarbeiten. Wir sind dann auch wirklich los und haben mehreren Papageien über zeitweilige Unterbringung bei mir und/oder der Vogelklinik "retten" können und in ein neues Zuhause vermitteln.

    Im Bereich Lebensmittelüberwachung war ich auch sehr viel unterwegs und hatte jede Menge Spaß mit dem Team.

    Für Fragen stand immer jemand zur Verfügung und Anzeigensteller wurden grundsätzlich zunächst geschützt. Auch jeder anonymen Anzeige wurde nachgegangen und der Amtsleiter war ausgesprochen kompetent und freundlich. Ich habe mein Praktikum dort dann sogar um vier Wochen verlängert.

    Jetzt habe ich die Ehre diesen Monat einen Vortrag zu halten im Rahmen einer amtstierärztlichen Veranstaltung. Ich habe bereits viele studentische Meinungen einholen können und würde die Fragen nun auch gerne an Euch noch stellen:

    Wurde Euch im Laufe des Studiums das Berufsbild Amtstierarzt vermittelt? Wie wirkten die Inhalte auf Euch (positiv, negativ, lukrativ, weil... , abstoßend, weil...)
    Wie bewertet Ihr den öffentlichen Dienst für Euch persönlich hinsichtlich einer möglichen Zukunftsperspektive?
    Welche First Day Skills sollte man für diesen Beruf mitbringen?
    Bereitet das Studium einen adäquat auf die Aufgaben vor?

    Antworten gerne via PN. Die Antworten fließen in eine kleine Statistik im Rahmen des Vortrags ein und bleiben anonym. Würde mich freuen, wenn der eine oder andere noch seinen Senf dazu geben würde.

    LG
    Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe,
    aber als Mensch unersätzlich.
    Johannes Rau



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