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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Moin,

    nach 30 Monaten Weiterbildung in der Neurologie, in denen ich nicht eine Stunde in der Funktionsabteilung verbracht habe und auch sonst, meinem Eindruck nach, fachlich nicht sonderlich viel gelernt habe, überlege ich, ob ich die Zeit bis zum Facharzt noch durchziehen soll oder beruflich andere Wege (z.B. andere Weiterbildung) einschlage.
    Welche Perspektiven haben Neurologen außerhalb von Klinik und Niederlassung? Mein Eindruck ist, dass sie auch von anderen Disziplinen (allen voran Innerer Medizin) Ahnung haben müssen und im Verhältnis dazu als Facharzt relativ wenige Möglichkeiten haben. Sei es in der Entwicklungshilfe, in der öffentlichen Gesundheitsversorgung oder alternativen Berufsfeldern: Grundsätzlich werden Internisten, Anästhesisten, Pädiater, Chirurgen und Gynäkologen, z.T. auch Infektiologen und/ oder Epidemiologen gesucht und vorzugsweise eingestellt.
    Hat jemand gegenteilige Erfahrungen gemacht und als Neurologe anderweitig tätig? Meine Zukunft sehe ich momentan nicht in der Patientenversorgung, auch wenn ich den ärztlichen Beruf grundsätzlich sehr schön finde. Langfristig werde ich wohl mit der Art und Weise, wie Menschen, Verzeihung, Fälle behandelt werden (sollen), und -sicherlich hängt hier viel vom einzelnen Haus ab- den Rahmenbedingungen, nicht zurechtkommen. Daher würde ich mich über Erfahrungsberichte von (fach)ärztlichen Kollegen aus der Neurologie freuen!



  2. #2
    Fleißbienchen-Sammlerin Avatar von Feuerblick
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    Let the bad times roll!
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    Außerhalb der Patientenversorgung könnte ich dir den MDK als Arbeitgeber vorschlagen. Neurologen werden da durchaus gerne gesehen.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Wir woll´n tun, was uns Spaß macht und so sein wie wir sind. Wir verstecken uns nicht mehr. Der Tanz der wilden Herzen beginnt!“ (Tanz der Vampire)



  3. #3
    endlich fertig! Avatar von lala
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    1.185
    ...oder erstmal Psychiatrie-Jahr einschieben? Wäre nicht selten, wenn ein Neurologe da "hängen" bleibt da alles ganz anders läuft als in der Neuro



  4. #4
    Platin Mitglied
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    815
    Wenn man mehr Zeit für die Patienten haben möchte, ist vielleicht auch die Reha eine Möglichkeit. Frührehapatienten sind durchaus > 8 Wochen im Haus. "Kurzlieger" 3-6 Wochen.
    Bürokratie ist auch hier ein großer Haken



  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    30
    Danke für Eure Impulse!
    Mittlerweile habe ich Zweifel daran, überhaupt nochmal einen Fuß in eine neurologische Abteilung setzen zu wollen. Inhaltlich fasziniert mich das Fach immer wieder und dass ich gut und geeignet dafür sei hab ich auch schon Mal gehört, aber im Klinikalltag finde ich mich wenig wieder. Allein, dass ich seit dem Krankenpflegepraktikum weiß, dass ich mich nicht gerne in Krankenhäusern befinde und jeden Arbeitstag mit einer gewissen Überwindung beginnen muss, ist ungünstig. Patienten zu anamnestizieren und zu untersuchen empfinde ich als notwendiges Übel und nicht als etwas, das ich gern tue; auch habe ich nicht gern mit (zum Teil schwer) kranken und alten Menschen zu tun. Und dann diese Endlosvisiten, die permanent an meinen Geduldsfaden strapazieren. Was mir Spaß macht, sind die seltenen invasiven Untersuchungen und komplizierte Fälle in einem präzisen Arztbrief abzuschließen.
    Leider habe ich alle meine Famuaturen und mein PJ in der Inneren, Chirurgie, Neurologie und Psychiatrie gemacht und gar keine Idee davon, wie sich der Arbeitsalltag in anderen Fächern gestaltet. Auch war ich so unklug, mir Bereiche fernab der direkten Patientenversorgung nicht näher anzuschauen, obwohl ich schon recht früh gemerkt habe, dass ich die Rolle des Klinikarztes zwar -gemessen an Rückmeldungen meiner Vorgesetzen- sehr gut, aber nur sehr ungern, spiele. Einen Facharzt würde ich dennoch gerne machen, um meine Einsatz- und Einstellungsmöglichkeiten in klinikfernen Sektoren zu erhöhen.



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