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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
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    Vilt zur Erklärung, meine Eltern sind deutsche, ich bin aber von 1.-7. Lebensjahr in Frankreich (Marseille) aufgewachsen, dann sind wir von meinem 7.-16 Lebensjahr nach Italien (Bari, das ist sozusagen an der Achillissehne das Stiefels) gezogen und dann wieder nach Deutschland (München). Während der Schulzeit habe ich 1 Jahr Schüleraustausch in Mittelamerika verbracht und bin jetzt wieder dort.
    Das Ganze hat zur Folge, dass ich jetzt leider einen deutschen Abschluss habe aber mich in Deutschland kein Stück wohlfühle. Sowohl das Wetter (!!), als auch die Mentalität der Leute ist ganz anders als ich es natürlich immer gewohnt war & mir persönlich gefällt sie nicht besonders. Nur damit ihr vilt verstehen könnt warum ich hier so frage, nach Leuten die mit deutschen Abschluss ins Ausland sind



  2. #12
    läuft... Avatar von altalena
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    Zitat Zitat von Lisalamee Beitrag anzeigen
    Wow, vielen Dank für die vielen Antworten!

    @ altalena
    In welcher Stadt hast du das Semester denn verbracht & in welchem Semester warst du dort? Wie hast du das Verhältnis zwischen Studenten und Professoren empfunden? Wie waren deine Vorlesungszeiten bzw Praktika zeitlich gelegt & wie hat dir die Organisation gefallen?
    Also, ich war in Perugia, ich glaube,es war das 8. Semester. Hab dort Neurologie und Psychiatrie belegt. Die VL begannen meistens so gegen 11 Uhr, Dauer 90 Minuten. Wenn man dann ein Praktikum gemacht hat, wurde das eben in die zeit davor gelegt, also Beginn so zwischen 7-8 Uhr und dann hat man sich wieder abgemeldet, wenn die VL anstand, das war ganz locker. Man musste sich die Stundenzahl notieren, aber letztlich war das ja wichtig für meine deutsche Uni als Nachweis, wie das dann intern dort geregelt ist, kann ich dir nicht sagen.
    Das Verhältnis Studenten-Professoren war - in den beiden Fächern, die ich belegt habe - ganz gut. Man konnte viele Sachen fragen, es hatte manchmal eher nen Seminar-Charakter und die Profs waren immer sehr hilfsbereit. Kann aber natürlich sein, dass ich da Glück hatte
    "Stört es Sie, wenn ich weiter esse, während Sie rauchen?"



  3. #13
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    Für mich ist Deutschland das Ausland. Aber ich plane noch eine Famulatur und Pj wiederum im Ausland.
    Da ich selber einen Auslandszugang in D habe, kenne ich viele, die auch einen haben und dazu noch fremdsprachig sind. Ich weiss nicht, ob es anderen im Semester nicht so auffällt, aber mir kommts vor, da tun sich etliche mit der deutschen Sprache nach wie vor schwer, obwohl die Prüfung ja bestanden worden sein muss, klappen Klausuren nicht, bin ich nie sicher woran es jetzt wirklich gelegen haben soll, daher hab ich das gefragt.
    Was den Alltag angeht, sehe ich, dass sie sehr unter sich bleiben (was wiederum der deutschen Sprache auch nicht förderlich ist) ich bin mir nur nicht sicher aus welchem Grund, ob sie sich selber abschotten oder ob sie irgendeine Ablehnung erfahren, ich weiss es nicht.
    Von da her würde ich mir überlegen, welches jetzt der richtige Ort ist.



  4. #14
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    Zitat Zitat von Lisalamee Beitrag anzeigen
    @ NMIR
    Darf ich fragen in welcher Stadt du gearbeitet hast und auf welchem Gebiet du tätig warst ?
    Dass die Verdienste in den südlicheren Ländern schlechter sind als im Deutschland weiß ich. Wie fandest du denn die Arbeitsatmosphäre im Krankenhaus? Hast du die Hirarchie als flach empfunden oder eher nicht? Wie sahen deine Arbeitszeiten aus?
    In Caserta (Region Kampanien), Chirurgie.
    Berühmt und berüchtigt... Muss man aber nicht näher drauf eingehen.

    Im Vergleich zu Italien empfinde ich die Hierarchie in Deutschland wesentlich flacher.

    Intern kann es angenehm sein, wenn man sich an gewisse Grundsätze hält. Wenn man aber in dieser Region lebt, funktioniert das sehr schnell - geht ja letztendlich um deinen Kopf.

    Der Umgang mit Patienten ist zum kotzen - sorry für die Wortwahl...

    Die Arbeitszeit würde ich mit "Hart am Limit" beschreiben.



  5. #15
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    Hey,
    zum Studium in Spanien wurde glaube noch nicht so viel gesagt:
    Ich war selber ein Jahr dort, habe noch Freunde dort und bin jetzt familär quasi auch dahin Medizinisch "verbunden".
    Zum Studium:
    Es ist deutlich aufwendiger als in Deutschland. Von meinen spanischen Freunden habe ich während der Prüfungszeit nie jemanden gesehen. Die waren immer in der Bib. Habe selber in einem Jahr nur halb so viele Kurse belegt wie die Spanier. Habe zb Kinderheilkunde dort gemacht. War etwa der doppelte Arbeitsaufwand der Klausur hier würde ich schätzen.
    Man könnte jetzt denken: Die wissen dann auch viel mehr und mehr ist immer besser. Das Problem ist, das der Stoff noch deutlich schlechter selektiert wird als hier. Es wird seeeehr viel unnützer kram geprüft. Ich konnte zb jede dumme Stoffwechselkrankheit, die es so gibt von der man hier nicht hört. (Es gab darüber 3 Vorlesungen).
    Praktika sind dort in Rotaciones organisiert. Wenn man keine Initative zeigt, lernt man sehr wenig praktisches. Es ist eher shadowing als Blockpraktikum oder Famulatur. Die meisten Spanier sind selber von den Rotaciones extrem genervt.
    Ein Vorteil ist: Vorklinikischer Stoff /Prüfungen sind leichter.
    Riesen Nachteil ist: Wenn du in Spanien bleiben willst winkt am Ende MIR. Eine Prüfung bei der alle (Spanier, Südamerikaner und jeder der so lust hat aus dem Ausland) quasi gegeneinander Antreten. Die meisten Lernen darauf 1 Jahr und länger , den ganzen Tag. Besuchen dafür eine private Akademie zur Vorbereitung. Die Prüfung entscheidet, was du für ein Fach machen kannst und wo. Das ganze wird noch unangenehmer wenn man sich vor Augen führt, dass es 12 000 Leute pro Jahr auf 6 000 Plätze sind. Wenn du nicht unter den Topp 2000 bist, kannst du es fast knicken in einer Klinik an einem wünschenswerten Ort einen "normalen" Facharzt zu machen. Es sei denn du bist der jetzt schon sicher "Hausarzt" zu werden (Diese haben leider in Spanien ein noch viel niedrigeres Standing als hier). Willst du Kardiologie machen, oder Derma musst du quasi Topp 800 sein. (Nicht vergessen, alle lernen darauf 1 Jahr, nach der Uni). Wenn dir dein Facharzt nicht gefällt: Pech gehabt, Prüfung nochmal machen. Tauschen gibt es nicht. Du bist 4-5 Jahre an den Ort gebunden, den du mit den Punkten erreichst.
    Der Stress ist also riesen groß unter den Spaniern.
    Wenn man dann FA ist wird es leider auch nicht besser. Es gibt viel zu wenige Adjunta Stellen und zu viele Ärzte (sehr viele Privat Unis, sehr viele Südamerikaner die MIR machen). Habe dort einige Famulaturen gemacht, die Assis (oder Resis dort) an einem Topp Zentrum Immo/Rheuma wurden zu der Zeit fertig. Keiner hat eine Stelle in Spanien gefunden. Die meisten sind ins Ausland.

    Wenn dir das alles nichts ausmacht, kannst du es dort versuchen. Die Arbeitszeiten sind deutlich kürzer als hier. Die Bezahlung aber fast die Hälfte. Überleg es dir gut. Ich würde auf jeden Fall eher hier Studieren. Die Ausbildung hier ist auch nicht Perfekt, aber der Drück deutlich geringer und du hast trotz Verschulung viel mehr Freiheit, dass zu lernen, das dich interessiert.
    Falls du noch fragen hast, kannst du mir gerne auch ne PN schicken.
    Cheers



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