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Thema: Abbrechen?

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    tachykard Avatar von Absolute Arrhythmie
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    Bei Anatomie gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Lernen bis das Gehirn brennt. Ich hab das Anatomie-Semester so verbracht:
    Morgens um 8 in die Bibliothek, Prometheus/kleinen Benninghoff aufgeschlagen und vor allem gelesen oder Topographie angeschaut, also Dinge gemacht für die man eher geistig frisch sein sollte.
    Dann Vorlesung und drei tage in der Woche nachmittags Präppen. Beim Präppen hab ich mich mit meinen Kommilitonen abgefragt.
    An den präpfreien Tagen war ich auch nachmittags in der Bib und hab vor allem sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel wiederholt. Also beim Bewegungsapparat jeden verdammten Muskel immer wieder und wieder wiederholen.
    Ich hab einige so oft wiederholt, dass ich von den wichtigsten Muskeln immerhin auch 5 Semester später noch grob weiß wo sie ansetzen

    Triff dich mit anderen Leuten, fragt euch am Skelett ab. Und lass dich nicht dahin beeindrucken wenn andere behaupten sie würden gar nicht lernen - das ist gelogen!
    Jeder lernt, oder man fällt überall durch. Vor allem in einem Fach wie Anatomie.
    Viel Erfolg - und nicht aufgeben!



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  2. #7
    Registrierter Benutzer
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    Ich schließe mich an: Abbrechen würde ich nicht, Du würdest dich ärgern, irgendwann mal. Und ach ja: Dein Mitstudierende werden gefühlt immer besser sein. Sei es, was sie Dir erzählen ("... in der Nacht davor angefangen zu lernen...") oder weil Du deine Lernlücken kennst und bei anderen nicht siehst. Da ist wirklich maximale Show dabei - aber im Laufe des Studiums wird das besser Nun ganz konkret meine Tipps für Anatomie (wobei letztlich jeder einen eigenen Lernstil hat):

    Vom Groben ins Detail lernen! Überblick verschaffen (extrem wichtig!!!) und verstehen, Altklausuren oder Protokolle sichten (was wird immer gefragt), Thema im Anatomiebuch anschauen, Eselsbrücken und Merksprüche sichten, seien sie noch so abgefahren: OLAF, Mydriasis/Miosis (breites/kurzes Wort), IVAN usw. Dann Atlas nehmen und durcharbeiten. Durcharbeiten sah bei mir so aus: Beschreibungen abgedeckt und so lange laut (!) wiederholt, bis das saß, Seite für Seite, Beitexte dazu lesen und verstehen. Das galt auch für die Extremitäten mit Ursprung, Ansatz usw. (die graue Kästen im Prometheus), wiederholen. Was mir noch geholfen hat war der Überblick über die Funktionen ("wenn das eine Flexion ist, dann kann der Ansatz / Ursprung nur in diesen Regionen liegen und der Nerv, der da durch läuft ist...") und Strukturen, weil auf einmal vieles in der Anatomie einen Sinn macht und sich einiges auch ableiten läßt. Dann zusätzlich: Modelle in der Bib geholt und dort nochmal das Ganze wiederholt, weil 3D sieht das anders aus. Am Tisch selbst haben wir uns gegenseitig zu dem Thema abgefragt. Wichtig: Es gibt einige Punkte, die bei uns immer irgendwie drankommen: Fallhand, Duchenne, Anastomosen Schulter / Oberschenkel usw. (zumindest bei uns) - das muss sitzen, genau so wie die Landmarken (Skalenuslücke usw.) und den Besonderheiten. Für Dinge wie dem Plexus brachials haben mir Youtube-Videos geholfen (Plexus zeichnen in unter 1 Minute). Darüber hinaus habe ich noch mit den Prometheus Karten App gequizzt. Situs habe ich dann nach dem gleichen Prinzip gelernt. Bei ZNS war dann mehr das Bahnen zeichnen angesagt, praktisch wie eine Metrokarte mit Abzweigunge und doppelt genutzten Streckenabschnitte. Das habe ich abstrakt gelernt, dann selbst vorgemalt und dabei laut vorgesagt. Die Durchtritte am Schädel gelernt (war bei uns ganz wichtig) und am knöchernen Modell wiederholt. Davor müssen die aber die Begriffe ganz klar sein (Beispiel: speziell somatische Afferenzen usw.). Die Hirnstrukturen auch wieder im Überblick und dann im Detail. Die habe ich sowohl im Prometheus (gezeichnete Schnittbilder) als auch im vom Hagens (Schnittbildanatomie - aber ich glaube das ist HD-spezifisch) gelernt.

    Letztlich ist Anatomie sehr hart, aber meisterbar. Du wirst sehen, irgendwann kommt der Aha!-Effekt und alles macht irgendwie Sinn.

    Was mir am Ende noch geholfen hat: Lernplan mit Pausen und Puffern. Nach der ersten "destruktiven" Lernperiode ohne Erfolg (morgens aufstehen - ran an Schreibtisch - abends direkt wieder ins Bett) habe ich mir einen Wochenstundenplan erstellt mit Themen, Puffern, Pausen und Freizeiten, seit dem lief es auch besser.

    Aber wie gesagt, jeder lernt hier anders. Investiere die Zeit und schaue, was von Dir verlangt wird (Altklausuren, -protokolle, Fachschaft, ältere Kommilitonen, Dozentengespräch). Schaue dir die vielen Angebote an (Kenhub, Lecturio, Smartmedix), informiere dich über Zusatzangebote deiner Uni (virtuelle Anatomie o.ä.) oder mache Dir Lernkarten selbst (Bilder von Prometheus runterladen und in ein Flashcard-Programm integrieren).



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  3. #8
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    24.01.2009
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    11.719
    Gibt inzwischen auch gutes Onlinematerial- im Zweifel einfach den Text Satz für Satz auswendig wiederholen. Beim Präppen aktiv mitarbeiten- also nicht nur Fett von Strukturen pulen sondern mit dem Buch daneben nachvollziehen was was ist.
    Erklär´s notfalls deiner Zimmerpflanze. Versuch´s mit Skype-Lerngruppen. Aber lernen musst du selber und das ist in Anatomie echt ätzend, weil man stumpf recht viel Text auswendig lernen muss.
    Und ja, gerade Anatomie ist ein Fulltime-Job wenn man nicht gerade mit einm guten Gedächtnis für so einen Kram gesegnet ist.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  4. #9
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    27.01.2015
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    12
    lernen in Gruppen hilft sehr viel und motivation , dass du es schafft spiel enorm eine Rolle.

    Ich sass von 8h bis 12h in die Bib als ich Anatomie hatte, da die Testate nah beinander von der Zeit waren und du denkst oh wie soll ich das machen, aber das habe ich vorher auch gesagt.

    Die bib war voller Kommilitonen , die es auch mitmachen und so spät bleiben.


    stell die Lust dazu es zu schaffen und steh auf deinen Beinen und es wird schon.

    Egal wie alt du bist und es gibt genug die das auch spät machen, konzentriere dich auf dich selber, weil es eh dein Ziel.

    Alles Gute
    Geändert von bfh23 (17.04.2017 um 12:52 Uhr)



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  5. #10
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    17.04.2017
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    15
    Hallo

    Vielen Dank erstmal für eure aufmunternden und hilfreichen Beiträge!

    Die Tipps zum lernen werde ich mal durchprobieren, ich bin da gerade wirklich für jede Hilfe dankbar. Es klappt schon etwas besser, seit ich mir Karteikarten zugelegt habe, aber so richtig werde ich das dieses Semester wahrscheinlich nicht mehr hinbekommen. Unsere Prüfungen sind alle mündlich, und da muss man dann die Sachen nicht nur wissen, sondern auch sofort ohne zögern oder nachdenken beantworten können. Ich habe nicht wirklich Angst vor den Prüfungen, es ist eher so, dass ich (realistisch, denke ich) zu der Einschätzung komme, dass das eh nichts wird, und dass ich mir dafür lieber mehr Zeit nehme.

    Es ist interessant, dass ihr alle sagt, dass Präppen und Lerngruppen hilfreich sind. Für mich ist das beides irgendwie ziemlicher Horror, zu schnell, zu hektisch, und ich hab das Gefühl, da gar nichts zu lernen.



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