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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Platin Mitglied
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    Überlastungsanzeigen sind ein geiles Werkzeug:
    - Hatten wir vor 2 Jahren -> Honorararzt für über ein halbes Jahr zur Unterstützung bei Diensten.
    - Haben wir dieses Jahr -> Honorararzt zumindest für die Urlaubszeit.
    Das Ganze aber nicht weil 2/3 der Planstellen fehlen sondern weil 1/4 der Planstellen kurzzeitig unbesetzt waren.
    Meine dringende Empfehlung daher: sofortige Überlastungsanzeige. Da rührt sich meist sehr schnell was. Nicht irgendwie "offizielle Stellungnahme". Überlastungsanzeige.

    Zweite Sache: in der Nacht selbst abmelden. Wieso dürfen sich die umliegenden Häuser abmelden aber ihr nicht?

    Dritte Sache: Das Dienstsystem. Ich kenn so ein Dienstsystem bei Internisten schon, aber aus einem Haus der Maximalversorgung in München. Da gibt's das in einer relativ kleinen Abteilung. Die waren damit relativ glücklich, weil die mit den 3-4h "Pause" was anfangen konnten und weil es auch nicht soooo viele Dienste im Monat waren. Ich würd den Oberen den Vogel zeigen. Wenn ich schon Dienst machen muss, dann soll der gefälligst möglichst lang sein und auf gar keinen Fall Pausen dazwischen haben. Daran solltet ihr auch dringend arbeiten. Und wenn man die Nächste durcharbeitet um 12-16 Aufnahmen zu machen, dann ist das kein Bereitschaftsdienst mehr sondern Vollarbeitszeit...

    Kündigen klingt nach einer sinnvollen Option.

    @morgoth: bzgl. 10-11 Dienste... das ist kein Problem, ich kann mehr. Die Dienstbelastung ist ja auch immer relativ. Ich war mal wo, wo mich 3 (Nacht-)Dienste in einem Monat mehr fertig gemacht haben als 10-12 (Nacht-)Dienste in der anderen Klinik. Und 10-12 entspannte Dienste, einiges an Geld verdienen, damit unter tags viel Zeit zu haben am eigenen Haus viel selbst zu machen, leider halt in der Zeit nicht so viel im OP zu sein... es gibt Phasen im Leben in denen bringt einem ein bestimmtes Dienstsystem schon was.



  2. #12
    Registrierter Benutzer Avatar von PinkiePie
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  3. #13
    Registrierter Benutzer
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    Ich bin mir nicht sicher, ob ich richtig verstanden habe oder ob vielleicht irgendwas im Ursprungsposting nicht erwähnt ist...? sollen 3 Ärzte 90 akutstationäre internistische Patienten und die Intensiv und die Notaufnahme rund um die Uhr betreuen? Das klingt so absurd, dass ich mir nicht mal vorstellen kann, dass es der Realität entspricht, auch wenn ich glaube, schon viel erlebt und gehört zu haben. Sind in der Klinik dafür 6 Oberärzte, die auch noch in den Stationsdienst eingebunden sind oder sowas?



  4. #14
    ist ach so unsensibel
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    Ich kann kaum glauben, was hier geschildert wird. 6 von 9 Stellen nicht besetzt? Sind die irre? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Fehler mit schlimmen Folgen passiert. Eine Dosierung falsch aufgeschrieben, schon ist ein Mensch tot, und die Approbation weg.

    Ich würde nicht nur jeden Tag eine Überlastungsanzeige stellen, sondern auch umgehend vom Chefarzt ein Zeugnis verlangen und Bewerbungen ausschicken. Alternativ können einfach alle 3 geschlossen kündigen - das wäre sicherlich ein Wirkungstreffer. Die Kündigung kann man auch zurücknehmen, später.
    "Du willst etwas verbessern? Wieso? Das haben wir schon immer so gemacht!"



  5. #15
    Platin Mitglied Avatar von Shizr
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    Zitat Zitat von John Silver Beitrag anzeigen
    6 von 9 Stellen nicht besetzt? Sind die irre?
    Nö. Vermutlich bloß berechnend.
    Solange die Assistenten die Schnauze halten, brav buckeln und schuften und nicht auf die Idee kommen, dem Arbeitgeber mittels Überlastungsanzeige kundzutun, dass das, was er da tut, kranker Wahnsinn und Patientengefährdung an der Grenze zum Vorsatz ist, kann der Arbeitgeber sich doch entspannt zurücklehnen. Soweit man offiziell weiß, läuft doch alles.

    Und wenn der maßlos überarbeitete Assistenzarzt nach der hundertsten Wochenstunde tatsächlich einen schwerwiegenden Fehler macht, wird der Arbeitgeber höchst bedauernd feststellen, dass das aber doch jetzt einfach sehr unschön gelaufen ist... und wieso haben die Assistenten dem Arbeitgeber nicht mitgeteilt, wie katastrophal die Arbeitsbedingungen sind, schließlich hätte man doch quasi sofort Honorarärzte rangeschafft...?
    Also ist das doch eigentlich eine Pflichtverletzung des Assistenzarztes, der schließlich etwas hätte sagen müssen! Also hat der Arbeitgeber leider, leider keine andere Wahl, als hier widerstrebend eine Abmahnung zu schreiben.


    Zitat Zitat von John Silver Beitrag anzeigen
    Alternativ können einfach alle 3 geschlossen kündigen
    Das ist in so einer Konstellation höchstwahrscheinlich die einzige Chance, den Chef und die Verwaltung nachhaltig aufzuschrecken.
    Wobei ich die Kündigung nicht als "Verhandlungsbasis" empfehlen würde. Sondern tatsächlich mit der Absicht, einen Arbeitgeber zu finden, der dich nicht so verarscht, PinkiePie.


    Einfach, weil ich nicht daran glaube, dass solche Konstellationen nicht zufällig / schicksalhaft entstehen.
    Sondern weil man es einfach mal darauf ankommen lässt. In der Hoffnung, dass ausreichend Leute familiär oder sonstwie gebunden sind, um diesen Irrsinn mitzumachen.



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