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  1. #1
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    Hallo. Ich habe mal eine Frage bzgl. der Strahlenbelastung von Röntgen/CT. Es ist doch so, dass mit höherer kV Zahl die Strahlung "härter" wird. Dies bewirkt, dass z.B. die Haut weniger Strahlung absorbiert und damit die Strahlenbelastung der Weichteile sinkt. Ich verstehe aber nicht warum man dann beim CT zur Strahlenreduktion diese "low kV" Protokolle verwendet. Müsste dadurch nicht die Strahlenbelastung der Weichteile ansteigen?

    Vielen Dank falls jemand diese Frage beantworten kann!



  2. #2
    Platin Mitglied
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    Sehr simpel formuliert:

    Photonen mit zu geringer Energie bleiben oft stecken und sind damit schlechte Träger von Information und somit dosisineffizient. Mit zu hoher Energie hingegen sehen die Photonen kaum noch einen Unterschied in der Elektronendichte der Gewebetypen, sodass der Kontrast schlecht wird. Damit sind zu hohe Energien ebenfalls dosisineffizient. Es liegt also irgendwo im Mittelfeld eine Energie vor, bei der das Verhältnis Bildqualität/Dosis optimal ist.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass gerade im niedrigeren Energiebereich viele Absorptionskanten der Elemente dicht bei einander liegen, so dass es in einem sehr engen Energiebereich zu starker Kontrastbildung zwischen den unterschiedlichen Gewebetypen kommt weshalb das optimale Verhältnis eher im niederen kV Bereich angesiedelt sein sollte.

    Was aber auch noch eine Rolle spielt ist der exakte Mechanismus der Strahlenschädigung. Die Photonen lösen in erster Linie eine Reihe von Sekundärelektronen im Gewebe aus, die dann ein ordentliches Feuerwerk verursachen. Diese Sekundärelektronen entstehen aber natürlich nicht sofort, sondern erst nach einer gewissen Tiefe. In Abhängigkeit von der initialen Photonenenergie sind diese Sekundärelektronen wiederum in der Lage unterschiedlich viel anzurichten: Elektronen mit hoher Energie produzieren im Mittel mehr DNA-Schäden als solche mit niedriger Energie. Allerdings wechselwirken Photonen mit hoher Energie sehr viel seltener als solche mit geringer Enerigie.

    Die komplexe Antwort ist tatsächlich, dass sowas aufwändig simuliert wird, da es nicht so trivial zu beantworten ist wo jetzt das Optimum liegt ;)
    "This sentence contains ten words, eighteen syllables, and sixty-four letters."
    - Wolfram|Alpha



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Vielen Dank für die Erklärung!



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