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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo!

    Ich habe eine Frage. Ich arbeite im 2. WBJ in einer ambulanten Anä-Praxis. Ich weiß das ich als Assistenzarzt eigentlich immer ein FA Aufsicht/RB brauche - rein rechtlich. War bis jetzt auch immer gegeben.

    Nun stehe ich gefühlsmäßig wie auch rechtlich (denke ich?) in einer unangenehmen Grauzone und möchte euch fragen wie ihr die Situation handhaben würdet: mein AG hat mir letzte Woche verkündet das er mich für einen Zahnarzttermin alleine (!) eingeteilt hat. Ich soll nur Analgosedierungen machen. Habe natürlich eine mobile Eineit dabei. Er selbst (mein Chef) sei nur 1-2 Häuser weiter und macht dort bei einem anderen Chirurgen alleine Narkosen.

    So, nun mein Problem. Eigentlich sind AGS natürlich gar kein Problem für mich. Ich weiß was ich zu tun habe. Ich weiß um die Risiken und die häufigen Probleme (Sättigungsabfall zB) weiß ich natürlich auch zu unterstzützen. ABER ich war noch nie bei diesem Zahnarzt! Ich habe als Asisstenzärztin natürlich Hemmungen einfach zu sagen "hände raus aus dem Mund ich muss beatmen". Gut, das ist peinlich und unangenehm aber noch ok.
    Aber was wenn doch eine wirklich blöde Situation eintritt? Ich habe zB noch nie eine allergische Reaktion miterlebt. In der Theorie weiß ich was ich zu tun habe möchte in der Praxis aber noch nicht alleine damit dastehen. Was wenn ich den Patienten nicht beatmet kriege? Ich weiß auch hier was ich zu tun habe (Larynxmaske) will das aber echt nicht ganz alleine durchführen müssen. Ich kann meinen Chef nur anrufen. Das müsste ich dann eine mir noch unbekannte Zahnarzthelferin anweisen. Wie unangenehm. Mein Chef kann dann ja auch nicht herspringen wenn er selbst (alleine) Narkose macht sondern mich nur telefonisch anweisen.

    Versteht ihr was ich meine? Irgendwie macht mir das alles Bauchweh. Einserseits denke ich, ok eine AGS ist nun wirklich larifari und kein Problem. Andererseits die Konstillation des komplett fremden Setting (fremde Arztpraxis) plus nur eine telefonische RB zu haben macht mir schlichtweg Angst. Komme mir aber auch äußerst blöd vor diesen Einsatz abzulehnen (zumal sie dann den ganzen Termin absagen müssten). Unangenehm!

    tatsächlich habe ich noch eine Klinik Erfahrung. Vielleicht ist eine vergleichbare Konstillationen in kleinen Kliniken üblich? Vielleicht mache ich mir also übertriebene Sorgen und muss einfach mal einen Tritt kriegen selbstständig zu arbeiten? Ich weiß es nicht. Es würde mich ungemein beruhigen zu wissen das er wirklich in ein paar Minuten da wäre. Oder min einen Pfleger dabei zu haben der sich auskennt. Der mir Medis aufziehen kann im Fall der Fälle.

    Wie ist das auch rein rechtlich? Haftpflichtmäßig gesehen?
    Ich mein das wirklich so ein worst case eintritt ist natürlich äußerst unwahrscheinlich, aber dennoch möglich......

    Wie würdet ihr das machen? Vielen Dank für euren Input!

    LG tara



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  2. #2
    Administrator Avatar von Brutus
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    Organisationsverschulden und Übernahmeverschulden sagen Dir was? Ich würde es nicht machen! Zumal in einer Dir unbekannten Praxis ohne bekanntem Personal. Insofern: Chef bitten, jemand anderen einzuteilen und Dich irgendwo zu verplanen, wo Du nicht alleine arbeiten musst. Weil Du es nicht darfst!
    Und das Niveau liegt unter dem Bett und weint.

    Hallo. Ich heiße Ingo und ich werde gemobbt. - Halt die Fresse Ingo!!!

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  3. #3
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    Ja das sagt mir was.
    Ich finde es nur so unangenehm da ich natürlich nicht den Eindruck erwecken lassen möchte das ich mir nichtmal eine AGS zutraue....Plus das ich weiß, dass er den kompleten Einsatz in der Praxis absagen müsste da es definitiv an dem Tag keinen anderen FA gibt der den machen kann.
    Wie wäre es wenn ich ihn bitten würde, dass er einen Pfleger bei sich hätte um so bei Bedarf den Pfleger seine Narksoe beaufsichtigen lassen zu können und zu mir rüberspringen könnte.
    Ich überlege wie es mit einer RB in einer kleinen Klinik ist. Muss man da nicht auch ggf. 10-15-20 Minuten warten bis der FA kommt? Durch meine mangelnde Klinik Erfahrung weiß ich natürlich auch nicht ob ich mich nur übermäßig "anstelle".



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  4. #4
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    Ps: wie wäre es also wenn ich ihm sage das ich das mache wenn er mich 1. vorher einmal mitnimmt, mich vorstellt und ich so das Setting kennenlerne und er 2. nicht nur eine telefonische, sondern bei Bedarf auch eine persönliche RB sicherstellen muss? Wäre das in so einer Konstillation denkbar?



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  5. #5
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    @tara84:
    Deine Bedenken kann ich voll und ganz nachvollziehen. Leider kenne ich die für Weiterbildungsassistenten in der ambulanten Anästhesie geltenden Vorschriften nicht so genau, daß ich hier juristisch einwandfrei argumentieren kann.
    Aber vermutlich ist das Vorgehen Deines Chefs rechtswidrig.
    Ich würde mich schnellstmöglich ganz genau mit den Vorschriften (wie schnell muß welche Hilfe für Dich erreichbar sein?/ unter welchen organisatorischen und personellen Bedingungen darfst Du arbeiten?) vertraut machen.
    Und dann -klingt zwar hart- im Zweifel auch kündigen. Ein Chef, der seine Mitarbeiter in solche rechtlichen Zwangslagen bringt, ist eine Katastrophe!
    Was den aktuell geplanten Einsatz in der Zahnarztpraxis angeht, so würde ich dem Chef die Bedenken offen schildern. Nicht hintenrum "eiern". Eine persönliche Vorstellung in der Praxis ist zwar menschlich gesehen nett. Bringt Dir aber im anästhesiologischen Notfall rein gar nichts.



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