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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    Diamanten Mitglied Avatar von Brutus
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    Naja, leider ist es aber so, dass die PJler / Famulanten ja doch häufig als billige Hakenhalter missbraucht werden.
    Bei akutem Assistentenmangel wird so das Personal im OP "gestreckt". Denn es ist ja viel einfacher, den PJler im OP anzumeckern (Spitze betonen, halt das mal, sie müssen schon die Spitze betonen, so wird das nix), am besten noch als 3. Assisntenz hinter dem OA stehend mit langem Arm... Lernmöglichkeit? Null.
    Und das Niveau liegt unter dem Bett und weint.

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  2. #22
    unsensibel Avatar von Lava
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    Zitat Zitat von Brutus Beitrag anzeigen
    Naja, leider ist es aber so, dass die PJler / Famulanten ja doch häufig als billige Hakenhalter missbraucht werden.
    Das konnte ich noch nie verstehen, wie man das Hakenhalten als Missbrauch bezeichnen kann, oder das man dabei nichts lernen würde. Seit meiner ersten Famulatur war ich immer gern im OP. Egal, was ich da tun musste, es hat Spaß gemacht. OK, ich hab mich immer um die Allgemeinchirurgie gedrückt, das fand ich eher langweilig. Ich habe viel Zeit verbracht in der Unfallchirurgie, in der Neurochirurgie, in der Herz- und in der Thoraxchirurgie. Auch wenn dir nicht jeder Schritt erklärt wird, lernt man doch was durch aufmerksames Zuhören und Zugucken! Man muss den Studenten jetzt auch nicht alles vorkauen, die können auch selber ein bisschen mitdenken. In der Frühbesprechung wird ein Fall präsentiert, es werden vielleicht auch Befunde wie CT oder Röntgen demonstriert, im Idealfall gibt es noch eine kurze Diskussion über die Indikation zur OP und die Art der OP. Und wenn ich dann als PJler später bei der OP mit dabei bin, sehe ich, wie das alles vonstatten läuft. Hinter auf Station sehe ich, wie es dem Patienten geht und wie die Nachbehandlung läuft. Wie kann man dabei nichts lernen??
    Wie gesagt, ich kann nicht für die Allgemeinchirurgie sprechen, aber zumindest in der Unfallchirurgie gibt es wirklich nicht viele OPs, bei dem ich als Hakenhalter gar nichts sehe. Eigentlich nur Hüft-TEPs. Selbst bei denen hab ich gerne assistiert, ich hab das später sogar als Nebenjob gemacht für 10€ die Stunde. Ich hab sicher bei hunderten Hüft-TEPs Haken gehalten. Auch wenn ich den Situs nicht sehe, bekomme ich doch mit, was die Chirurgen machen. Welche Instrumente sie benutzen, wo es Schwierigkeiten gibt, dann wird auch darüber geredet. Man kann viel lernen, auch wenn dich keiner an die Hand nimmt und dir alles vorkaut, was er warum tut.

    Und zum Thema "Spitze betonen". Ja, es nervt, das alle 3 Minuten zu hören. aber wenn du mal selbst operierst, merkst du schnell, dass es noch nerviger ist, wenn du NICHTS SIEHST, weil dir die Hand vom Assistenten die Sicht versperrt oder nicht kräftig genug am Haken gezogen wird. Dann muss man die Lage vom Haken eben korrigieren oder ihn neu setzen und den Assistenten auffordern, jetzt mal etwas mehr zu ziehen. Das ist keine Schikane und nicht böse gemeint, es ist einfach notwendig. Aber ihr Anästhesisten versteht das vielleicht nicht, weil ihr an eurem Laryngoskop immer allein zieht und der Pfleger hauptsächlich irgendwas anreicht oder auf Kommando spritzt.
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  3. #23
    gamo lefuzi nibe
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    Ich habe in meinem Chirurgie-PJ am meisten im OP gelernt. Es gab zum Glück einen Omni-Tract und ansonsten habe ich Lidhäkchen, Roux und Langenbecks und ganz selten mal ne Extremität gehalten. Ansonsten durfte ich viel Nähen und hab das auch sehr gerne gemacht. Auch das Assistieren will gelernt sein und am Anfang hatte ich z.B. Null Plan davon, wann ich saugen und tupfen soll und wie ich dem Operateur die Arbeit erleichtern kann. Nach 4 Monaten hatte ich schon das Gefühl, dass ich ziemlich viel gelernt habe und eine zumindest halbwegs passable 1. Assistenz im OP abgebe. Auf Station hingegen wurde ich de facto ignoriert und das hat mir auch nicht so viel gebracht. Ich wäre jeden Tag im OP verschwunden, wenn ich das gekonnt hätte.

    Was mir mittlerweile nach 10 Monaten PJ aber echt auf den Senkel geht, ist, dass die meisten Ärzte die Verantwortung für BEs und Braunülen komplett an den Studenten abschieben, sobald einer da ist. In einem Tertial wurde uns das auch direkt so gesagt: "Wir kümmern uns nicht darum, weil wir davon ausgehen, dass es von euch erledigt wird". Das führte dann dazu, dass an Tagen wo kein Student da war auch kein Blut abgenommen wurde. Wir fanden dann am nächsten Tag die Röhrchen des Vortages völlig unangerührt im Spritzenzimmer vor. Da muss man sich dann aber auch fragen, ob die BEs dann so wichtig sein können, wenn die Ärzte nicht mal bereit sind, selber einen Finger dafür zu krümmen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin mir nicht zu fein für BEs und Flexülen und bin jetzt im 3. Tertial ganz froh darüber, dass ich eine gewisse Routine darin bekommen habe - ich würde mich nur darüber freuen, wenn die Ärzte auch mal mit anpacken würden. Ich fand es auf der einen Station echt nett, dass die Ärzte bei den BEs mitgeholfen haben, so waren die auch ratz fatz erledigt und man konnte dann zusammen Visite machen.



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  4. #24
    Diamanten Mitglied Avatar von Miss_H
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    2.482
    Man kann also in der Chirurgie ganz toll lernen ohne etwas zu sehen? Das sehe ich mal ganz anders. Wenn du ein OP Gebiet noch nie gesehen hast und die Operateure etwas in den Mundschutz nuscheln, dann kann ich da gar nichts lernen. Bei einer Hüft-TEP etwas lernen an Hand der Instrumente die benutzt werden? Ganz ernsthaft, nein das kann man nicht, wenn man noch nie auch nur einen Operationssitus gesehen hat.
    Man kann bei einer Hüft-TEP den Studenten auch mal auf die andere Seite bitten und ihm 2 Minuten die Situs erklären.
    Haken halten muss man lernen. Es gibt Tricks wie man etwas hält ohne dabei zu dekompensieren. Aber dafür muss man das zeigen.



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  5. #25
    unsensibel Avatar von Lava
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    There and back again
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    Zitat Zitat von Miss_H Beitrag anzeigen
    Man kann bei einer Hüft-TEP den Studenten auch mal auf die andere Seite bitten und ihm 2 Minuten die Situs erklären.
    Richtig. Vorher fragen oder auch mittendrin, ob man mal gucken kann, ist nicht verboten. Ich habe noch keine OP erlebt, wo der Operateur dann gesagt hätte "Nee, geht nicht". Aber man kann sich das auch einfordern, wenn der Operateur halt in seinem Tunnel ist und nicht selbst dran denkt.
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