Nach 10 Semestern Medizin kann ich dir nur eins sagen: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Der Mythos Medizinstudium, dass man den 24/7 versucht, sich eine unmögliche Menge an Wissen anzueignen stimmt so nicht - keine Sorge Klar, es ist viel und manchmal habe ich auch definitiv die Schnauze voll gehabt, aber diese Gelegenheiten hielten sich in Grenzen.
Du fragst jetzt explizit nach der Anatomie, aber folgender Tipp ist auf jedes Fach anwendbar: Bevor du blind drauf los lernst, solltest du versuchen, die Schwerpunkte heraus zu finden. Schau dir Altklausuren an oder Prüfungsprotokolle wenn es um mündliche Prüfungen geht. Das hilft ungemein, diese Fülle an Wissen zu strukturieren.
Jetzt mit dem Lernen anzufangen, halte ich für wenig sinnvoll...und jetzt schon ans Physikum zu denken erst recht. Für die Uniklausuren brauchst du detaillierteres Wissen als im schriftlichen Physikum. Schau, dass du gut durch die Klausuren kommst und es wird automatisch genug hängen bleiben, um dann kurz vor dem Physikum zu wiederholen. Glaub mir.

Was allerdings sehr sinnvoll ist vor Beginn des Studiums schonmal zu machen, ist das Pflegepraktikum. Ich weiß nicht, ob es an allen Unis so ist...Bei mir war es aber so, dass diejenigen, die noch kein KPP gemacht haben, in den ersten 2 Jahren bis zum Physikum so gut wie keine Ferien hatten - die gingen fast komplett fürs KPP drauf. Also nutz die Zeit, die du jetzt noch hast und mach wenigstens noch einen Monat Pflegepraktikum (falls du es nicht sowieso schon gemacht hast). Das ist meiner Meinung nach die sinnvollste "Vorbereitung" fürs Studium.

Und das wichtigste zum Schluss: Hab Spaß in der O-Woche!