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  1. #1
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    Ich weiß leider nicht, an wen ich mich mit meinem Problem wenden soll, vielleicht könnt ihr mir hier im Forum helfen.
    Meine Frau und ich arbeiten an der gleichen Klinik, ein kleines Haus, in der Inneren Medizin, wir möchten Allgemeinmediziner werden.
    Eigentlich kam ich dorthin, weil der Chefarzt super war, dieser hat jedoch kurz nach dem Beginn meiner Arbeit gekündigt und war dann auch 5 Monate später weg.
    Meine Frau hat zuvor an einer anderen Klinik in der Orthopädie gearbeitet, hat sich dann aber entschieden auch Allgemeinmedizinerin zu werden.
    Es gab an meiner Klinik schon immer Personalprobleme, deswegen dachten wir, es wäre eine gute Idee, wenn meine Frau zur Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin auch ans Haus wechseln würde, es waren ohnehin mehrere Stellen frei und es gab keine Bewerber.
    Nun wurde meine Frau 2 Monate später schwanger, geplant war das nicht, der neue Chef, der sie eingestellt hat, war damals nicht gut gelaunt, der erfahrene Oberarzt meinte das ist kein Problem, das war hier noch nie anders.
    Ich musste mich während des Winters dann zusammen mit meiner schwanger Frau um 60 Patienten kümmern. Die restlichen Stellen waren entweder unbesetzt, Kollegen haben gekündigt und hatten Resturlaub oder waren krank.
    Plötzlich, weitere 2 Monate später, rief uns dann die Verwaltung an und sagte, dass meine Frau einen Termin bei der Betriebsärztin wahrnehmen müsste.
    Die Betriebsärztin meinte dann, dass sie um die Zustände in dem Krankenhaus Bescheid weiß und meiner Frau dringend ein Beschäftigungsverbot aussprechen möchte.
    Meine Frau ließ sich dann von der Betriebsärztin überreden, vorher wussten wir nicht, was ein Beschäftigungsverbot ist.
    Nachdem meine Frau im Beschäftigungsverbot war, musste ich immer die doppelte Arbeit der anderen Assistenten erledigen, der Chef meinte, ich wäre schuld, dass uns ein Assistent fehlt, deshalb müsse ich nun die doppelte Arbeit machen.
    Manchmal hieß es auch, dass ich, weil sich jemand krank gemeldet hat, den Dienst des ausgefallenen Arztes übernehmen müsste.
    Ich habe also z.B. Samstag gearbeitet, Sonntag war ich daheim, Montag kam ich um 8 Uhr in die Arbeit und habe dann meine normale Arbeit verrichtet und danach den Dienst.
    Der Oberarzt hat sich aufgeregt und meinte, dass das illegal ist und schon Chefärzte zu großen Strafen verurteilt wurden wegen Nichteinhaltung des Arbeitszeitgesetzes.
    Daraufhin kam dem Chefarzt das nächste Mal die Idee, als ich wieder einen Dienst übernehmen musste, dass ich mich vom elektronischen System von der Arbeit abmelden und dann zum Dienst wieder anmelden müsse.
    Alles so weit so gut, nach etwa 2 Monaten bin ich dann zusammengebrochen und konnte nicht mehr und habe mich für 2 Wochen krank gemeldet, bzw. der Hausarzt hat mich krank geschrieben wegen Verdachts auf Pneumonie.
    Als ich zurückkam, meinte der Chef, dass ich ein Krankfeierer wäre und er das nicht toleriere. Ich meinte daraufhin nur, dass ich wirklich krank war. Insgesamt war ich während der 1,5 Jahre 3 Wochen krank.
    Die Personalsituation hat sich dann im Sommer wieder etwas entspannt, nachdem 3 Mitarbeiterinnen aus der Elternzeit zurückgekommen sind.
    Ich habe dann auch Elternzeit genommen und habe das dem Chef auch mehrere Monate vorher angekündigt, damit er sich darauf einrichten konnte.
    Nachdem ich nun die 1,5 Jahre Innere Medizin hinter mir habe und auch in eine Praxis in den ambulanten Bereich wechseln kann, habe ich die Chance ergriffen und gekündigt. Ich wollte mehr Zeit mit meinem Kind verbringen.
    Ich habe meine Kündigung persönlich vorbeigebracht.
    Ich konnte kein Wort sagen, der Chef ist rot geworden, hat ununterbrochen mit voller Wucht auf den Tisch geschlagen und gesagt:
    Sie haben mir ihre schwangere, ausländische Frau die noch dazu Anfängerin ist untergejubelt, sie haben krank gemacht, sie haben die Briefe immer ewig liegen lassen, ich mache sie fertig, ich werde ihren neuen Chef anrufen und ihm sagen, was sie für einer sind! Sie werden viele Dienste machen! Verschwinden sie sofort, sie halten die Leute von der Arbeit ab!
    Die Sekretärinnen haben sich in der Zwischenzeit im Bad versteckt, weil sie auch Angst hatten vor dem Chef.
    Angeblich weiß schon das ganze Krankenhaus von dem Vorfall, ein ehemaliger Arbeitskollege hat mich am nächsten Tag angerufen und meinte, er hätte beim Bäcker gehört, was vorgefallen wär.
    Der Chef hat mich am nächsten Tag angerufen, es mit dem aktuellen Stress entschuldigt, da noch ein anderer Kollege (ein Freund von mir) eine Woche zuvor gekündigt habe und meinte, dass er seinen ehemaligen Chef auch wegen vieler Dinge hätte verklagen können, es aber nicht getan hat und mittlerweile gut mit ihm zusammenarbeitet.
    Ich meinte zu ihm, dass es schon in Ordnung wäre und ich komme dann halt nach der Elternzeit zur Arbeit.
    Nun höre ich aber ständig, was der Chef alles mit dem Kollegen macht, der ebenfalls gekündigt hat.
    Ständig abwertende Bemerkungen (der Kollege ist kein Deutscher sondern afrikanischer Herkunft und französischer Muttersprachler, spricht jedoch perfekt Deutsch und ist der fähigste Assistenzarzt) und Überladung mit Arbeit.
    Der Chef lässt 2 Assistenten gar nichts machen und der Kollege, der ebenfalls gekündigt hat, muss die 4 Betten Intensivstation, Notaufnahme und die größte Normalstation mit 20 Betten betreuen.
    Als Dank meinte der Chef heute zu ihm, dass er mit dem Verwaltungschef darüber sprechen wird, ob man seine Überstunden nicht einfach verfallen lassen könne.
    Aktuell muss der Kollege sehr viele Dienste machen. Der Kollege war letztens auch im Dienst mit dem Chefarzt als Hintergrund.
    Die Hintergrunddienste machen am Morgen Visite auf Normalstation bei Patienten, denen es schlecht ging.
    Der Kollege war in der Notaufnahme, der Chef sagt einer Pflegerin, sie solle einen der visitierten Patienten mit TARA auf Intensivstation schicken, danach sperrt der Chef sich in sein Büro ein und antwortet nicht mehr auf Anrufe.
    Die Intensivstation ruft den Kollegen an um ihm zu sagen, es ist gerade ein Patient auf Intensivstation gekommen ist ohne irgendwelche Anordnungen oder Informationen.
    Das war jetzt zwar kein Patient der reanimiert werden musste, aber trotzdem helfen die Oberärzte i.d.R. und machen erste Anordnungen, wenn sie schon einen Patienten selbst auf Intensivstation schicken.
    Mein Kollege ist mittlerweile am Ende, da der Chefarzt als Hintergrund nicht mehr antwortet und es könnte ja auch etwas Schlimmeres kommen.
    Nun komme ich auch bald wieder in die Arbeit und muss noch 6 Wochen arbeiten, der Kollege hat mir schon den Dienstplan geschickt. Häufig muss ich jeden Tag von Montag bis einschließlich Sonntag arbeiten und dann geht es Montag wieder weiter, sehr viele Dienste.
    Mein Gedanke ist, dass ich das erstmal mitmache, die 6 Wochen halte ich ja durch.
    Der Chef wird mir jedoch wahrscheinlich trotzdem ein schlechtes Arbeitszeugnis schreiben, machen kann man da trotz seines unglaublichen Verhaltens wahrscheinlich nichts, oder? Mit Ordnungsamt drohen? Mit Klage drohen?
    Im Grunde wäre das ja dann von mir auch Erpressung.
    Wegen seinen Beleidigungen und Drohungen habe ich zwar Zeugen und mittlerweile weiß die ganze Stadt das vom Hören-Sagen, aber ich denke mir, dass die wohl Angst hätten auszusagen.
    Was soll ich in den Diensten mit dem Chefarzt als Hintergrund machen? Mit einem Notizblock alles protokollieren, wann ich den Chefarzt angerufen habe, notieren was er mir wann am Telefon gesagt hat oder ob er nicht rangegangen ist?
    Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Und an der Stelle meiner Frau?



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  2. #2
    Diamanten Mitglied Avatar von Fr.Pelz
    Mitglied seit
    10.06.2005
    Ort
    schmeißt die Kuh von Deck- wir legen ab!
    Semester:
    Die ausführliche Anamnese des Patienten bitten wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen zu dürfen.
    Beiträge
    7.969
    Gehen.
    And then again, it´s not out of the realm of extreme possibility...



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  3. #3
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
    Mitglied seit
    12.09.2002
    Ort
    Let the bad times roll!
    Beiträge
    28.989
    Gehen. Notfalls bis zum Ende deiner Anstellung da krankschreiben lassen.
    Wegen des Zeugnisses einen Arbeitsrechtler einstellen (der Chef DARF dir kein schlechtes Zeugnis ausstellen) und wenn alles in trockenen Tüchern ist, dem Gewerbeaufsichtsamt wegen der kontinuierlichen Verletzungen des Arbeitszeitgesetzes einen Wink geben.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  4. #4
    the day after
    Mitglied seit
    04.05.2003
    Beiträge
    9.370
    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Gehen. Wegen des Zeugnisses einen Arbeitsrechtler einstellen (der Chef DARF dir kein schlechtes Zeugnis ausstellen) und wenn alles in trockenen Tüchern ist, dem Gewerbeaufsichtsamt wegen der kontinuierlichen Verletzungen des Arbeitszeitgesetzes einen Wink geben.
    Exakt.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    18.08.2009
    Beiträge
    128
    Unglaublich.
    Es tut mir wirklich leid für dich, der Chef scheint ein Psychopath zu sein.
    Es ehrt dich, dass du die 6 Wochen noch durchziehen willst. Aber unter den umständen würde ich (der sich selbst wenns irgend geht zur Arbeit schleppt) zur Not wirklich krank machen, wenn die Belastung und/oder die Anfeindungen so weitergehen.
    Alles gute !



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