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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #31
    Von hier an blind Avatar von Logo
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    Zitat Zitat von Solara Beitrag anzeigen
    Wow, interessante Einstellung. Nein, ein Weiterbildungs-Assistenzarzt ist zu Weiterbildung da und nicht zum sinnlosen Schuften, oberärztlich sollte dir das eigentlich klar sein.
    Solara, hab ich irgendwo etwas von "sinnlos Schuften" geschrieben? Nö. Weiterbildung ist Teil des Arbeitsvertrages, zu wieviel Anteil Weiterbildung im engeren Sinne (konkretes Teaching) stattfindet und wieviel Zeit ein Assistent "nur" anfallende Alltagsarbeit bewältigt ist AFAIK nirgendwo definiert.
    Zumal das Erstellen eines Arztbriefes und Umsetzung der Korrektur (sofern nötig), Angehörigengespräch, Entlassmanagement, erfolgreiche Reha-Anträge / Hilfs- und Heilmittelverordnung, Stationsorganisation, Visite und Visitenorganisation, Kooperation mit Pflege usw. durchaus nicht trivial zu sein scheint (eigene Beobachtung) und mit erlernt gehört, weil es nun mal ein (nicht unerheblicher) Teil des Gesundheitssystems ist, indem man sich als zukünftiger Facharzt sicher bewegen muss... Dies zu erledigen, ist dass jetzt - um deine Worte zu bemühen - "sinnlose Schufterei" oder auch ein unsexy Teilaspekt der Weiterbildung?!

    Trotzdem fragt mich der Jungassistent meist als erstes ob und wann er Sono/Echo/Endo lernt und guckt komisch, wenn ich vorschlage, dass er zuerst mal lernt seine Station adäquat zu führen - ohne dass mir die Oberschwester 1x pro Woche in den Ohren hängt oder ich Trouble-Shooting machen muss...

    Ich mache gern und viel Teaching und bin ein Freund guter Weiterbildung (je mehr der Assistent kann desto weniger muss ich machen ), ferner bin ich lange genug im Forum aktiv, dass du das wissen dürftest - gerade deswegen muss und werde ich mich nicht über meine Qualitäten/Haltung hier rechtfertigen, sondern "nehme mir heraus" einem jungen Kollegen einfach mal unverblümt eine andere Perspektive zu schildern (im Optimalfall zieht er daraus für sich hilfreiche Schlüsse). Und da ist es einfach so, dass die Motivation etwas beizubringen schon vom Engagement, dem Auftreten und der Perspektive des Eleven abhängig ist. Punkt.
    Und da stolpert man schon über die ein oder andere Formulierung bzw. seine Sätze in den Beiträgen.

    Und es ist legitim darauf hinzuweisen, dass im Gegensatz zum Studentendasein man als Arbeitnehmer eine andere Rolle hat: Es gibt zunächst Geld jeden Monat für die Arbeit die man leistet, wenn ein Teil der Arbeitszeit einen zusätzlich fachlich weitergebracht hat (bspw. Teaching) ist alles prima. Aber wenn Teaching/Weiterbildung im engeren Sinne prozentual überwiegt, ist es keine Arbeit mehr sondern bezahltes Studium oder Ähnliches...

    Zitat Zitat von Assistentendepp
    ... Zweitens, wenn du ernsthaft meinst, dass eine gute Weiterbildung darin besteht Mitarbeiter Referate halten zu lassen, dann lach ich.
    Ja, ist ein Teil davon.
    Geändert von Logo (10.02.2018 um 19:58 Uhr)
    Pure Vernunft darf niemals siegen!



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  2. #32
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    Zitat Zitat von Logo Beitrag anzeigen
    Solara, hab ich irgendwo etwas von "sinnlos Schuften" geschrieben? Nö. Weiterbildung ist Teil des Arbeitsvertrages, zu wieviel Anteil Weiterbildung im engeren Sinne (konkretes Teaching) stattfindet und wieviel Zeit ein Assistent "nur" anfallende Alltagsarbeit bewältigt ist AFAIK nirgendwo definiert.
    Zumal das Erstellen eines Arztbriefes und Umsetzung der Korrektur (sofern nötig), Angehörigengespräch, Entlassmanagement, erfolgreiche Reha-Anträge / Hilfs- und Heilmittelverordnung, Stationsorganisation, Visite und Visitenorganisation, Kooperation mit Pflege usw. durchaus nicht trivial zu sein scheint (eigene Beobachtung) und mit erlernt gehört, weil es nun mal ein (nicht unerheblicher) Teil des Gesundheitssystems ist, indem man sich als zukünftiger Facharzt sicher bewegen muss... Dies zu erledigen, ist dass jetzt - um deine Worte zu bemühen - "sinnlose Schufterei" oder auch ein unsexy Teilaspekt der Weiterbildung?!

    Trotzdem fragt mich der Jungassistent meist als erstes ob und wann er Sono/Echo/Endo lernt und guckt komisch, wenn ich vorschlage, dass er zuerst mal lernt seine Station adäquat zu führen - ohne dass mir die Oberschwester 1x pro Woche in den Ohren hängt oder ich Trouble-Shooting machen muss...

    Ich mache gern und viel Teaching und bin ein Freund guter Weiterbildung (je mehr der Assistent kann desto weniger muss ich machen ), ferner bin ich lange genug im Forum aktiv, dass du das wissen dürftest - gerade deswegen muss und werde ich mich nicht über meine Qualitäten/Haltung hier rechtfertigen, sondern "nehme mir heraus" einem jungen Kollegen einfach mal unverblümt eine andere Perspektive zu schildern (im Optimalfall zieht er daraus für sich hilfreiche Schlüsse). Und da ist es einfach so, dass die Motivation etwas beizubringen schon vom Engagement, dem Auftreten und der Perspektive des Eleven abhängig ist. Punkt.
    Und da stolpert man schon über die ein oder andere Formulierung bzw. seine Sätze in den Beiträgen.

    Und es ist legitim darauf hinzuweisen, dass im Gegensatz zum Studentendasein man als Arbeitnehmer eine andere Rolle hat: Es gibt zunächst Geld jeden Monat für die Arbeit die man leistet, wenn ein Teil der Arbeitszeit einen zusätzlich fachlich weitergebracht hat (bspw. Teaching) ist alles prima. Aber wenn Teaching/Weiterbildung im engeren Sinne prozentual überwiegt, ist es keine Arbeit mehr sondern bezahltes Studium oder Ähnliches...



    Ja, ist ein Teil davon.

    Ja ist klar.
    HAtt ein Gespräch, man will mich unbedingt halten. Alles sei gut.

    Manchmal sind es vielleicht doch schlechte Lehrbedingungen. ;)
    Tschüssi.



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  3. #33
    Von hier an blind Avatar von Logo
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    Das deine Stelle und deren "WB-Konzept" Käse ist, steht außer Frage. Rasch Kündigen ist sicher das Beste.

    Aber in keinem meiner Beträge ging es darum, ob deine Stelle cool ist oder die Jungs/Oberen bei dir ihren Job (Teaching/Supervision whatever) gut machen, sondern allgemein darum dass zu einer guten Weiterbildung 2 bemühte Parteien gehören und man auch sich selbst als AiW kritisch prüfen sollte...

    Alles Gute!
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  4. #34
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    Da bin ich von meiner Position her grad genau dazwischen. Weiterbildung erstmal fertig aber kein Oberarzt...

    Ich versteh daher beide Seiten irgendwie ganz gut. Wir haben auch grad einen Assistenten, dessen Naivität was lernen zu wollen ist meist einfach nur lustig. Kommt von einer anderen Klinik und hat schon eineinhalb Jahre Berufserfahrung (jetzt nur noch ein bissl operieren, dann kann er alles, meint er). Sagt die Kollegin zu ihm in der Einlernphase "schau mal mit, machen wir bei dem Patienten einen Ultraschall", sagt er "Ultraschall kann ich schon, ich geh dann mal eine Rauchen". Göttlich, oder? Das motiviert ihm was beizubringen.
    Oder der andere Kollege: der Patient wurde vom Oberarzt für die OP vorbereitet, aufgeklärt etc. weil der Kollege irgendwie keine Zeit hatte oder es nicht auf die Reihe bekommen hat. Dann war der Kollege mit dem Oberarzt im OP und wollte unbedingt die OP selbst machen. Durfte er nicht. Und war dann stink sauer. Kommentar vom Oberarzt: du darfst die OP machen, wenn du die Patienten auch vorbereitest und dich entsprechend mit dem Patienten beschäftigst. Und das erzählt der Kollege dann in seinem Frust auch noch überall herum. Statt dass er Konsequenzen draus zieht und das nächste Mal die Vorbereitung macht und dann dem Oberarzt sagt: ich hab alles vorbereitet, ich mach die OP. So bin ich zu meinen OPs gekommen.

    Keine Ahnung, ich hatte irgendwie Glück. Bei mir hieß es z.B. bei Ultraschall immer: mach erstmal, und wenn du fertig bist zeig her was du gemacht hast. Und dann besprechen wir das. Und irgendwie hat das gut funktioniert. Eine Kollegin die völlig abwehrend "ich mach das nicht, das kann ich nicht, das muss man mir erst ausführlich beibringen" etc. gerufen hat, ist irgendwie nie vorangekommen.

    Ich seh es halt so: Oberärzte wollen einem oft schon was beibringen. Dafür stellt aber irgendwie jeder Oberarzt seine eigenen Regeln auf was er/sie dafür erwartet. Und das muss man halt liefern. Wenn man das tut kann man extrem gut fahren. Das hat jetzt auch nix mit Schleimen zu tun. Eher so mit gründlicher Stationsführung, Engagement etc. Je nachdem halt.



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  5. #35
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    Ich bin zwar noch in der Weiterbildung, da inzwischen jedoch etwas weiter fortgeschritten, sehe es aber ähnlich wie Logo und anignu. Es bringt keinem etwas wenn jeder Anfänger gleich zu Beginn komplizierte Diagnostik oder große Ops gezeigt bekommt wenn die Bascis noch nicht mal sitzen. Und es ist doch auch völlig logisch dass ein OA mehr Lust hat eine Op zu assistieren wenn die Station passt und er da nicht noch groß eingreifen muss. Das sind auch nur Menschen. Wenn es vom Verhältnis her gar nicht passt hat man im Prinzip drei Möglichkeiten. Bleiben und Klappe halten, gehen und hoffen dass es anderswo besser ist oder aber wenn es die anderen ähnlich sehen zusammen zum Chef gehen. Wenn es die anderen anders sehen sollte man sich fragen woran das liegt. Hat man selbst zu hohe, die anderen zu niedrige Anforderungen? Oder aber läuft es bei den anderen besser und wenn ja warum? Je nachdem muss man dann seine Schlüsse ziehen.



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