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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    So, nachdem nun meine Freundin eins vorgelegt bekam, und ich meines auch direkt mit dem Arbeitsvertrag unterschreiben sollte dachte ich mir ich frage mal die erfahrenere Medizinerschaft, was denn nun wirklich dahinter steckt.

    Die Personalbüroleiterin wollte mir jetzt weiß machen, dass das Opt-Out de facto komplett die Arbeitszeitbegrenzung der EU aushebelt, sowohl für Überstunden, als auch für Dienste, was ja unbedingt Not täte, da ja ansonten für mich IMMER eine Ablöse zur Verfügung stehen müsste, da ich ja dann "nur" 2 Überstunden machen könnte pro Tag, und das ja für den Dienstplan schwierig sei.

    Mir war es aber so geläufig, dass ein Opt-Out eigentlich nur dazu dient, dass man im Monat im Zweifel mehr Dienste schieben ohne dass der Arbeitgeber gesetzeswidrig handelt, wenn er die nicht mit Freizeitausgleich abgilt, dies aber nicht unbedingt Einfluß auf die zulässigen Überstunden hat.

    Weiß einer denn nun, wie das wirklich ist?

    Unterschrieben habe ich sowieso erstmal noch nicht.



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  2. #2
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    Mir wollte man bei Vertragsunterschrift auch mal erzählen, dass ich ja gar keine Dienste machen könne in dem Haus, wenn ich das Opt-out nicht unterschreibe, da 24h-Dienste ohne Opt-out nicht zulässig wären. Stimmte nicht. Die Überschreitung der 10h-Grenze bei Bereitschaftsdienst (und nur dann!) war über den Tarifvertrag geregelt. Trotz Opt-out wäre bei mir eine Überschreitung der Arbeitszeit über 10 h (geplant oder durch Überstunden) nicht zulässig gewesen, da nirgends vorgesehen war, mehr als 10 h Vollarbeit pro Tag zu leisten.

    Ist grundsätzlich ratsam, einen Arbeitsvertrag und solche Opt-out-Geschichten vor Unterschrift dem Rechtsanwalt vom Marburger Bund vorzulegen.

    Abgesehen davon: Lies das Arbeitszeitgesetz, deinen Vertrag und deinen Tarifvertrag.
    Geändert von Pflaume (18.02.2018 um 19:29 Uhr)



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  3. #3
    Magilltubenbenutzerin Avatar von Moorhühnchen
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    Beides ist richtig! (Ich warte jetzt eigentlich nur auf Brutus, der kann das schöner erklären als ich - oder wird zu den entsprechenden Threads verlinken, wo das schon öfter erklärt und besprochen wurde.)

    Siehe:
    http://www.medi-learn.de/foren/showt...deutet-Opt-out

    Kurz gesagt, hat die Personaltante auch recht, es geht zum einen um die Überstunden, zum anderen ist in kleinen Abteilungen das Opt-out zur Absicherung des Arbeitgebers schon fast notwendig, sobald Du mehr als 5-6 Dienste pro Monat schieben sollst und/oder mehr als 2 WE-Dienste pro Monat.... jetzt nur mal grob formuliert.... die vielen Feinheiten habe ich leider selbst noch nicht verstanden, habe aber derzeit auch kein Opt-out unterschrieben, da ich es bei Teilzeitstelle mit wenig Diensten auch nicht brauche.

    EDIT:
    Zitat Zitat von Pflaume Beitrag anzeigen
    Mir wollte man bei Vertragsunterschrift auch mal erzählen, dass ich ja gar keine Dienste machen könne in dem Haus, wenn ich das Opt-out nicht unterschreibe, da 24h-Dienste ohne Opt-out nicht zulässig wären. Stimmte nicht. Stand im Tarifvertrag.
    Ja, daß man GAR KEINE Dienste ohne Opt-out machen kann, ist schlichtweg falsch. Man kann halt nur nicht so VIELE Dienste machen, ohne daß es "illegal" wird.
    Ich finde ja persönlich, daß die Anzahl der Dienste, die man OHNE Opt-out schieben darf, recht erträglich ist. Wenn ich Brutus' Rechnung richtig in Erinnerung habe, hieße 'kein Opt-out' in etwa: 4-5 Dienste im Monat, davon einer am Wochenende (zB. Samstag). Man korrigiere mich, falls ich es falsch wiedergebe...

    EDIT 2:
    Zitat Zitat von vle85 Beitrag anzeigen
    da ja ansonten für mich IMMER eine Ablöse zur Verfügung stehen müsste, da ich ja dann "nur" 2 Überstunden machen könnte pro Tag, und das ja für den Dienstplan schwierig sei.
    Wobei ich mir gerade sicher bin, daß auch das Opt-out nix an der maximalen Arbeitszeit pro Tag ändert, wenn es nicht um Bereitschaftsdienst geht........

    Ich glaube, die Personaltante hat schon das Richtige gemeint, es nur *falsch* ausgedrückt. Oder sie war eine von der Sorte wie in meiner ehemaligen Personalabteilung: "Opt-out? Was ist das? Warum sollte man mehr als 48 Stunden die Woche arbeiten WOLLEN?"
    Geändert von Moorhühnchen (18.02.2018 um 19:38 Uhr)
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Moorhühnchen Beitrag anzeigen
    Beides ist richtig! (Ich warte jetzt eigentlich nur auf Brutus, der kann das schöner erklären als ich - oder wird zu den entsprechenden Threads verlinken, wo das schon öfter erklärt und besprochen wurde.)
    Habe leider über die Suchfunktion nichts gefunden, würde mich aber auch über ältere Threads freuen.



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  5. #5
    Magilltubenbenutzerin Avatar von Moorhühnchen
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    Zitat Zitat von vle85 Beitrag anzeigen
    Habe leider über die Suchfunktion nichts gefunden, würde mich aber auch über ältere Threads freuen.
    Ich habe es in meinem Posting oben gerade geändert und hinzugefügt. Schau mal dort!
    Ich denke, das ist einer der Threads, wo es am verständlichsten erklärt wurde.
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