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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    head & shoulders
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    Zitat Zitat von Padde Beitrag anzeigen
    Ich hätte da mal eine Frage an die Radiologen:
    Da vermittelt immer den übelen. Beigeschmack, dass es über kurz oder lang schwierig für Radiologen werden könnte Jobs zu finden (zudem kommt noch das Argument "Teleradiologie")
    (=
    Ich komme hier auch mal dazu
    Und zu Deinem Post:
    Bitte nicht immer auf diese Schalmeienklänge der Politik und IT-Industrie reinfallen. Ja, die Telemedizin ist aktuell "schwer im kommen" und wird im Vergleich zu den letzten Posts demnächst auch offiziell abgesegnet (Ärztetag usw.). Großes aaaaber dazu: das Problem ist ja der Ärztemangel. Und wenn kein Arzt mehr da ist, dann macht auch keiner Telesprechstunde oder Teleradiologie, die obendrein nicht nur genauso schäbig bezahlt sein wird, sondern auch mehr Unkosten mit sich bringt wegen der IT sowie einen verringterten Patientenkontakt plus eklatante Haftungsrisiken. Noch dazu ist das Internet ja gerade auf dem vielzitierten "Land" ja auch nicht besonders schnell. Man tut immer so, als hätte man ein paar Tausend Ärzte irgendwo auf Halde, die nur darauf warten, Telemedizin zu betreiben. Der ganze Telehype dient dazu 1) die Politik kann Aktivitäten vortäuschen 2) Herr Plattner bekommt noch die zweite Milliarde voll 3) man kann schon mal versuchen, die Ärzte finanziell zu drücken, wie man es auch mit Industriearbeitern tut Stichwort "Industrie 4.0" 4) Kassenpatienten vorgaukeln, es gäbe noch ausreichend ambulante Kassenärzte, frei nach dieser englischen Karikatur "sorry, I can´t examine you, but your health insurance does allow you access to a self-diagnosing website"...
    Ganz praktisch steht in Deutschland dem u.a. die RöV (die demnächst von Verordnung zu einem Gesetz aufgewertet wird) und in der KV-Praxis die Präsenzpflicht des Facharztes plus die Pflicht zur eigenhändigen Befundung entgegen. Von Sonderfällen wie Screening, Fallkonferenzen und kleinen Häuser, die ihre Notfallversorgung auslagern, wird die Teleradiologie auch in Zukunft in Deutschland IMHO keine besondere Rolle spielen. Wenn es viel billiger und juristisch unkompliziert wäre, die Befundung irgendeinem Teleradiologen auf dem indischen Subkontinent zu überlassen, dann hätte man das ganz sicher in großem Stil schon längst getan. Ich glaube auch nicht, daß da irgend jemand für Minusstunden arbeiten würde...
    Also, bitte nicht immer auf die Politik reinfallen.
    Geändert von tarumo (11.03.2018 um 12:02 Uhr)
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
    Hotline: "Ja... "
    Kunde: "...mein Computer funktioniert nicht richtig."
    Hotline: "Das sagten Sie bereits... "



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  2. #22
    head & shoulders
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    Zitat Zitat von Padde Beitrag anzeigen
    Ich habe das schon oft gehört bzw. gelesen - ich meine auch hier im Forum. Kann natürlich sein, dass das eine Fehlinformation ist.
    Wohl in der Laienpresse oder der "Ärzteprawda". Hier im Forum taucht das Thema auch immer wieder auf. Gerade, wenn es um eine berufliche Orientierung geht, würde ich mich aber eher weniger auf solche Quellen verlassen und mich anderweitig informieren. Speziell in deutschen Krankenhäusern braucht man ja immer noch einen Arzt vor Ort zwecks Aufklärung und natürlich auch für hochkomplizierte Eingriffe wie einen venösen Zugang legen. Den Befund kann man ja dann in Pakistan erstellen lassen, das wird sicher ganz spannend bei Rückfragen
    PS: ich wäre übrigens dafür, zuerst mal die Codierung und dann das Briefeschreiben telemedizinisch auszulagern. Da braucht man noch nicht mal schnelles Internet dafür. Wie, das geht nicht? Ach so....
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
    Hotline: "Ja... "
    Kunde: "...mein Computer funktioniert nicht richtig."
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  3. #23
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Padde Beitrag anzeigen
    Es wird ja immer wieder gesagt, dass Radiologie die einzige Fachrichtung ist, in welcher mehr Fachärzte neu ausgebildet werden, als in den Ruhestand gehen.
    Ok, ich dachte das wäre allgemein die Tendenz so ungefähr in allen Fachrichtungen...

    Das geht los bei der Gesamtzahl: ständig steigend. Seit 50 Jahren. Und wird wohl (ohne in allen Fachrichtungen nachgeschaut zu haben) bei den meisten Fachrichtungen so sein. Ok, nicht bei den Allgemeinchirurgen. Die wurden eher von der Spezialisierung abgelöst. Vielleicht auch Allgemeinmediziner, da hört man einen starken Mangel und man kann heutzutage auch als Internist eine Hausarzt-(=Allgemeinmedizin)praxis aufmachen. Aber welche Fachrichtung soll denn deiner Meinung nach weniger Fachärzte neu ausbilden als in den Ruhestand gehen?

    Nehmen wir mal beliebige, jeweils 2006 und 2016 und nehmen dann dein Argument her...
    - Anästhesie 17.418 vs. 23.531 -> Anästhesie wird beruflich schwierig, da werden "mehr Fachärzte neu ausgebildet [...], als in den Ruhestand gehen."
    - Chirurgie: 28.414 vs. 36.148 -> Chirurgie wird beruflich schwierig, da werden "mehr Fachärzte neu ausgebildet [...], als in den Ruhestand gehen."
    - Gyn: 15.811 vs. 18.253 -> Gyn wird beruflich schwierig, da werden "mehr Fachärzte neu ausgebildet [...], als in den Ruhestand gehen."
    usw.

    Ich würd bei manchen Fachbereichen sogar einen massiv wachsenden Bedarf sehen, alleine aufgrund der technischen Entwicklungen:
    - Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin: Beratungsbedarf, Wissen, Arbeitssicherheit etc. steigt doch massiv.
    - Radiologie: Interventionen und dann durch die technischen Möglichkeiten (64-Zeilen-CT innerhalb 5 Minuten) steigt auch die Hemmschwelle diese zu Nutzen. Teleradiologie: toll. Dann warten wir mit der Diagnostik nicht bis zum nächsten Tag sondern können sie sofort machen. CT überhaupt verfügbar? Dann lasst uns eines machen. Vielleicht zum Vergleich: mein erstes Haus war eines in der von 15:30 bis 8 Uhr kein CT zur Verfügung stand! Da hat man sich schon überlegt was man im Nachtdienst macht. Und einfach mal den Patienten deutlich engmaschiger klinisch überwacht...
    - Angiologie oder Gefäßchirurgie: Interventionen
    - Onkologen: alternde Gesellschaft, differenziertere Tumorstrategien
    etc.
    Das sind jetzt nur die ersten Sachen die mir eingefallen sind. In Kombination mit den ganzen Sachen wie: Arbeitszeitgesetz, Wunsch nach Vereinbarkeit Familie und Beruf, Teilzeitmodelle, Spezialisierungen, höherer Anspruch der Patienten usw. ist der Bedarf inzwischen enorm. In meinem Bereich haben wir lange lange Zeit nach Assistenten gesucht, und was wir nun nehmen mussten ist auch nicht prickelnd. Aber man findet keinen mehr. Es gibt einfach einen massiv gefühlten Ärztemangel in den Kliniken so dass die Stellen nicht mehr besetzt werden können.



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  4. #24
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    26.04.2017
    Beiträge
    14
    Besten Dank für eure Antworten! (=



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  5. #25
    Dunkelkammerforscher
    Mitglied seit
    20.08.2004
    Ort
    Im schönen Süden
    Semester:
    das war mal...
    Beiträge
    2.221
    Macht ihr eigentlich auch Teleradiologie für kleinere Kliniken oder machen für euch sogar andere Dienst nachts? Wie ist euer Arbeitsaufkommen im Dienst?
    Hier schwankt es, durch Telerad sind aber zusammenhängende Ruhezeiten nachts rar geworden.
    Geändert von FirebirdUSA (20.03.2018 um 20:59 Uhr)



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