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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #231
    Blaulichtgurke Avatar von Sebastian1
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    Sehr und handhabe ich genauso wie tragezwerg, und im NA-Dienst sehe ich das ja durchaus ab und an auch mal ausgeprägt. Bin damit bisher immer gut gefahren (und die Patienten auch).



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  2. #232
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    noch ein schönes Video dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=j7A_bffkny8

    i.m. ist Zugangsweg der Wahl - das Medikament hat etwas "Depotwirkung" die Resorption korreliert ein wenig mit der Vasoplegie (bei zunehmend engeren Gefäßen wirkt das Supra langsamer als bei weiten Gefäßen, wird dann aber auch gleichzeitig nicht mehr so massiv benötigt), die Punktion geht schnell. Ich empfehle für die Dosierung "Heparinspritzen", so dass sich auch das Adrenalin für pädiatrische Patienten leicht abmessen lässt. Wird z.B. https://www.paed-kit.de/video-inhaltserläuterungen/ hier auch unter "7" vorgestellt.

    i.v. Initialbolus 10 - max 50 yg bei einer massiven Anaphlaxie, wobei es wenig Gründe gibt, dieses der i.m. Gabe vorzuziehen ist



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  3. #233
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    Mal was Rechtliches - Aufklärung...

    Wie handhabt ihr Aufklärungen für PDK speziell in der Geburtshilfe?

    In den operativen Fächern klären wir für einen PDK spätestens am Vortag auf. In der Geburtshilfe ist dieses Procedere oft nicht möglich - der häufigste Erstkontakt der Gebährenden mit dem Anästhesisten ist in der Akutsituation. Daher klären wir in diesen Fällen auch für den PDK unmittelbar vor der Durchführung auf - wohlwissend, dass das eine schwierige Situation ist, jedoch oft nicht anders machbar und dokumentieren meist noch die Indikation (z.B. PDK bei massiven Schmerzen, zur Vermeidung einer Sectio, dringliche Indikation durch Geburtshelfer ect ...) mit auf dem Aufklärungsbogen.

    Letzte Zeit gibt es vermehrt die Situation, dass die Gebährende Lachgas zur Inhalation (fixe Mischung Livopan) inhaliert (hat). In diesem Fall ist die Aufklärung formal sicher noch angreifbarer, allerdings die Indikation noch härter (selbst mit Livopan keine ausreichende Analgesie....) - arbeitet ihr hier mit Mindestabständen zur Inhalation bei der Aufklärung ect. oder gibt es dann keinen PDK mehr oder wie läuft es.

    Ich weiß - der optimale Weg wäre eine Vorstellung der Patientin in den 9 Monaten zwischen Zeugung und Entbindung in der Prämedikationsambulanz - leider scheitert es da auch an dem Problembewusstsein der Geburtshelfer und in den Kursen wird eher vermittelt "PDK gibt es auch, wir versuchen aber ohne, nur wenn es nicht mehr anders geht, gibt es den dann, aber daher brauchen wir uns damit jetzt noch nicht beschäftigen"



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  4. #234
    Blaulichtgurke Avatar von Sebastian1
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    Sehe ich persönlich relativ unkritisch. Das ist eine häufige Situation, häufig Frauen mit PDK bei vorigen Geburten. Und in dem Moment, wo ich in den Kreißsaal komme, will die Gebärende (ohne h übrigens ) alles, nur keine formaljuristischen Aufklärungen. Ich mache das dann so, dass ich das aufschreibe, dabei benenne, kurz formuliere, dass ich nicht drumrumkomme das zu erzählen und mich kurz fasse. Meist wird einem danach der Kuli zum unterschreiben aus der Hand gerissen. Und ich glaube hier - Livopan hin oder her - durchaus, dass die Frau in dieser Situation genau weiss, ob sie einen PDK will oder nicht. Und ich würde ihn nur bei harten Kontraindikationen verweigern, aber nicht aus theoretischen Überlegungen ein Hilfsmittel verweigern, welches jeden Tag tausendfach in Deutschland angewendet wird.



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  5. #235
    Magilltubenbenutzerin Avatar von Moorhühnchen
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    Wir hatten 2015 schonmal eine Diskussion zum Thema, die ich für mein eigenes Vorgehen sehr hilfreich fand. Deswegen verlinke ich sie hier einfach mal: https://www.medi-learn.de/foren/show...zur-Entbindung
    Mein Chef ist da ja auch immer gerne der Meinung, es sei unterlassene Hilfeleistung keinen zu legen und entsprechend ist daher auch die Hauspolitik. Ich versuche seitdem eben nur noch klarer zu dokumentieren, daß die PDK-Anlage auf Wunsch der Patientin geschieht - unsere Geburtshelfer halten sich ja leider oft sehr zurück mit dem stellen der Indikation.
    Gerade letzte Woche hatte ich wieder so eine "superdringliche" PDK-Anlage, wo der werdende Papa mich um viertel vor noch fragte, ob das ganze "Gedöhns" mit der Aufklärung denn wirklich nötig sei..... naja, Baby war um viertel nach dann auch schon da. Hatte mich glücklicherweise kurzgefaßt und beim ersten Versuch versenkt.

    Edit: Lachgas ist im Haus vorhanden, aber die Hebammen sind offenbar häufig nicht willens, es zu nutzen. Daher wird das oft nur dann eingesetzt, wenn wir keine Kapazitäten haben, einen PFK zu legen, zB. weil wir im OP gebunden sind.
    Don't be afraid of work - fight it!!





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