teaser bild
Seite 4 von 14 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 16 bis 20 von 68
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    das Ende ist nah...
    Mitglied seit
    27.04.2012
    Ort
    Kruppstahl und Beton
    Semester:
    X
    Beiträge
    2.692

    - Anzeige -

    Interesse an einer Werbeanzeige hier?
    mehr Infos unter www.medi-a-center.de

    Ich hab einige Jahre Rettungsdiensterfahrung und mich auch für Fenta entschieden. I.v. wär Ketamin meine erste Wahl gewesen aber i.m. macht in meinen Augen keinen Sinn. Aber mir sind die Vorteile vom Ketamin bewusst und ich denke, darauf wollte das IMPP hinaus.

    Von einer Ketaminanalgesie wird auch keiner abhängig, das ist sicher kein Argument.



    Stark für Ärzte - Stark für Euch. - Der Hartmannbund - [Klick hier]
  2. #17
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    18.08.2014
    Beiträge
    26
    Also Ketamin kann man grundsätzlich i.m. geben, zumindest stand das auf einer Folie von unserer Schmerzmedizin-Vorlesung. Ich hätte das so interpretiert, dass bei dem Patienten aufgrund der Einklemmung eventuell nur eine i.m.-Injektion möglich ist (Oberarm z.B.).



    Stark für Ärzte - Stark für Euch. - Der Hartmannbund - [Klick hier]
  3. #18
    Administrator Avatar von Brutus
    Mitglied seit
    17.01.2011
    Ort
    Bochum
    Semester:
    Facharzt
    Beiträge
    9.190
    Zitat Zitat von AndyBobo Beitrag anzeigen
    Ich halte das für sehr fragwürdig, mit Ketamin i.m. eine suffiziente Analgesie bei einem eingeklemmten Patienten hinzubekommen.
    Wieso sollte das nicht funktionieren? Ich kann sogar mit Ketamin rektal eine suffiziente Analgesie hinbekommmen.
    Ketamin i.m. ist allerdings nur der 2. Weg. Mittel der Wahl sollte der i.v. Zugang sein.

    Die kardiozirkulatorischen Vorteile von Ketanest sind mir bewusst, aber doch nicht i.m.
    Das Ketanest hat ja beim eingeklemmten / Polytrauma diverse Vorteile: kardiozirkulatorisch, ziemlich weite therapeutische Breite, wenig atemdepressiv... Und ja, AUCH i.m.

    Da wird als erstes ein IV Zugang etabliert und dann darüber gegeben.
    Außerdem kann man Fentanyl durchaus so dosieren, dass der Patient wach bleibt und trotzdem keine Schmerzen hat.
    Den Spruch mit dem Fenta haste von mir, oder?
    Ich liebe Fentanyl oder Sufentanil draußen zur Schmerztherapie. Hat halt nur die Einschränkung, dass es OFF-LABEL ist! Analgesie bei erhaltener Spontanatmung mit Fenta / Sufenta nur Off-Label.

    Ich halte die Lösung für mindestens fragwürdig und werde die Frage auf jeden Fall rügen.
    Sind die Dozenten da sicher?
    Ich denke mal, dass die Dozenten das Off-Label meinen und deswegen diese Antwort für falsch erachten.

    Zitat Zitat von Dengue-Fieber Beitrag anzeigen
    Es gab auf jeden Fall schonmal ein Frage in einem Examen, bei der Fentanyl die richtige Antwort war.
    Finde eine im-Applikation in der Situation auch schwierig - dafür müsste man ja erstmal eine entsprechende Injektionsstelle freimachen. Patient hat ja auch multiple Frakturen, da dürfte ein iv-Zugang deutlich einfach sein...
    Beim Polytrauma? Ernsthaft? Das kann klappen, muss aber nicht. Aus diesem Grund ist ja der i.o. Zugang mittlerweile in alle Leitlinien mit eingebaut. Klar versuchst Du zuerst den i.v. Zugang. I.d.R. findet man ja auch irgendwo was. Allerdings ist dann der i.o. Zugang als nächstes zu etablieren. i.m. kann man machen, wenn i.v. nicht klappt und i.o. noch dauert, aber schnell was gegeben werden soll. Müsste ich aber verdammt lange zurückdenken, wann ich das mal gemacht hätte.
    Und eine entsprechende Injektionsstelle finden? Für i.m.? Das dürfte schneller gehen als für i.v. oder i.o.

    Zitat Zitat von escitalopram Beitrag anzeigen
    Ich habe auch lange überlegt und finde Ketamin i.m. nicht sinnvoll... Man will ja nicht gleich abhängig machen und Ketamin bei wachen Patienten ist sowieso schwierig... Warum sollte Fenti i.v. falsch sein?
    Wieso sollte ein Traumapatient von einer einmaligen Gabe Ketamin abhängig werden?
    Das sind die gleichen Bedenken bei den Opiaten! Wer das Schmerzmittel aufgrund von Schmerzen braucht, wird in der Aktusituation NICHT abhängig! Und Ketamin bei wachen Patienten geht super! Ich mag es nicht, aber es funktioniert.
    Zum Fenta siehe oben: fehlende Zulassung und damit Off-Label!

    Zitat Zitat von escitalopram Beitrag anzeigen
    Ja und i.v. stimmt ja auch definitiv. Ketamin i.m. finde ich sehr komisch, war es nicht so, dass i.m. generell zu vermeiden ist?
    Ich sage ja immer: egal wie, Hauptsache das Zeuch ist drin und wirkt! Generell vermeiden ist per sé so ein IMPP Ausschlußkriterium.
    Im Notfall nehme ich, was ich kriegen kann. i.v. als Goldstandard, aber gerne auch nasal, rektal, i.m. oder i.o. Und als Ultima ratio habe ich (damals, in einem anderen Jahrtausend) noch gelernt, dass man bestimmte Medikamente auch super endobronchial geben kann.
    Und das Niveau liegt unter dem Bett und weint.

    Hallo. Ich heiße Ingo und ich werde gemobbt. - Halt die Fresse Ingo!!!

    9 von 10 Menschen finden Mobbing gut!



    Stark für Ärzte - Stark für Euch. - Der Hartmannbund - [Klick hier]
  4. #19
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    16.01.2018
    Beiträge
    397
    Zitat Zitat von Brutus Beitrag anzeigen

    Wieso sollte ein Traumapatient von einer einmaligen Gabe Ketamin abhängig werden?
    Das sind die gleichen Bedenken bei den Opiaten! Wer das Schmerzmittel aufgrund von Schmerzen braucht, wird in der Aktusituation NICHT abhängig! Und Ketamin bei wachen Patienten geht super! Ich mag es nicht, aber es funktioniert.
    Das hat man bei uns in der Uni so erzählt, dass man nach Möglichkeit i.m. Injektionen zu vermeiden sind etc. Deswegen habe ich lange überlegt, ob das "i.m." nicht eine Falle ist. Die Vorteile des Ketamin (gute Analgesie, Pat. gleichzeitig wach, RR-Abfall vermieden etc.) kenne ich gut. Mich hat nur der Zugangsweg irritiert. Habe mich desw. für Fentanyl i.v. entschieden. Ist finde ich eine sehr spitzfindige Frage und wäre meiner Meinung nach viel fairer gewesen, wenn sie i.v. statt i.m. angegeben hätten. Letztendlich sind wir ja "nur" Studenten und keine ausgebildeten Rettungssanitäter/Notärzte.

    Unabhängig davon bin ich überzeugt, dass du Recht hast. Ist nur ein wenig blöd als Student in der Prüfung beim Zugangsweg zu überlegen, ob das doch nicht eine Falle ist. Denn i.m.-Applikation an sich indizierter Medikamente war in der IMPP-Welt durchaus mal als Falle eingebaut. Bei mir gefährdet diese Frage die Note zum Glück nicht, aber so ganz okay ist die Fragestellung finde ich nicht...

    PS: Ich sehe das positiv, jetzt habe ich etwas gelernt. Danke für die ausführliche Erklärung.



    Stark für Ärzte - Stark für Euch. - Der Hartmannbund - [Klick hier]
  5. #20
    Administrator Avatar von Brutus
    Mitglied seit
    17.01.2011
    Ort
    Bochum
    Semester:
    Facharzt
    Beiträge
    9.190
    IMPP würdige Fallen sind allerdings auch gerne mal Off-Label Geschichten. Auch wenn es ALLE machen, kann es einfach mal die falsche Antwort sein. Beispiele sind eben Fenta beim spontan atmenden Patienten zur Analgesie oder der Klassiker Alupent und das Herzl rennt.

    P.s. Kein Ding!
    Und das Niveau liegt unter dem Bett und weint.

    Hallo. Ich heiße Ingo und ich werde gemobbt. - Halt die Fresse Ingo!!!

    9 von 10 Menschen finden Mobbing gut!



    Stark für Ärzte - Stark für Euch. - Der Hartmannbund - [Klick hier]
Seite 4 von 14 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook