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Nebenjob im Nachtdienst

Zeit zum Geld verdienen

MEDI-LEARN Redaktion

Im Dunkel der Nacht

Die Schwierigkeit, einen Nebenjob im laufenden Studium unterzubringen, ist bekannt. Eine bezahlte Tätigkeit während der Nacht scheint eine gute Lösung zu sein. Da im medizinischen Bereich im Schichtdienst rund um die Uhr gearbeitet wird, stehen die Chancen für Medizinstudenten gar nicht mal so schlecht, einen Nebenjob im Nachtdienst zu finden. Zudem ist der Verdienst während der Nachtstunden höher als bei der gleichen Arbeit am Tag. Andererseits fehlt der Schlaf, wenn man nachts arbeitet. Wie es sich mit den Vor- und Nachteilen eines Nebenjobs im Nachtdienst verhält und welche Auswirkungen eine solche Tätigkeit auf das Studium hat, darüber diskutierten die Nutzer des MEDI-LEARN Forums.

Verbunden war die Diskussion mit einer Umfrage, ob Nachtdienste im Studium machbar wären. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer sprach sich dafür aus, schließlich verdiene man gutes Geld und könne viel dabei lernen. Die anderen lehnten Nachtdienste eher ab, da sie ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit gefährdet sahen, wenn sie nachts arbeiten würden.

Von den an der Diskussion teilnehmenden Nutzer werden vor allem Jobs in der Krankenpflege wahrgenommen, allerdings auf verschiedenen Stationen und dementsprechend unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Am häufigsten sind in den Nachtdiensten pflegerische Tätigkeiten gefragt. Tabletten austeilen, Patienten lagern, Medikamente für den nächsten Tag stellen und Klingeln beantworten. Bei einigen komme es hin und wieder zu zusätzlichen, verantwortungsvollen Aufgaben wie der engmaschigen Überwachung von Patienten nach Operationen.
Andere Teilnehmer erzählen davon, dass sie nachts auf der Station praktisches Wissen erwerben könnten. Manchmal seien Ärzte bereit, besonders viel zu erklären. Der Lerneffekt ist besonders groß, wenn Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern auf Station seien. Offenbar sind dies die Aspekte, durch die viele Diskussionsteilnehmer anhaltend Freude in ihrem Job empfinden. Als Vorteil etwas anderer Art wurde der Lohn genannt. Durch die Länge der Nachtschichten, verbunden mit einem höheren Stundenlohn (im Vergleich zur Tagarbeit) reichen vielen Studierenden zwischen drei und fünf Nächte im Monat.

Nicht unerwähnt blieben dennoch die Nachteile. Einige Nutzer gaben an, Nachtdienste ausschließlich vor Tagen zu machen, an denen entweder keine oder nur nachmittägliche Pflichtveranstaltungen stattfänden. Freiwillige Veranstaltungen wie Vorlesungen werden nach Nachtdiensten häufig nicht mehr besucht. Seminare an Tagen nach einer Nachtschicht finden vereinzelte Teilnehmer schwierig durchzuhalten. Glücklich ist, wer die Möglichkeit hat, in den Semesterferien mehr zu arbeiten, um dann im Semester allenfalls einzelne Dienste an Wochenenden zu machen. Auf diese Weise komme das Studium nicht zu kurz.

Trotzdem ist der Wechsel zwischen Nachtdiensten und dem täglichen Leben nicht ganz einfach. Zwar machte ein Teilnehmer die Erfahrung, dass für ihn der Ablauf aus der Uni in den Nachtdienst bzw. aus dem Nachtdienst in die Uni mit etwas Übung problemlos zu bewältigen sei und er dies als Übung für die Nachtschichten nach dem Hammerexamen ansehe. Dafür erlebte eine andere Nutzerin den Nachteil des Schichtwechsels, denn bei ihr stellten sich Schlafstörungen ein, nachdem sie durch Nachtschichten unter der Woche ihren Schlafrhythmus verloren hatte.

Ein Nebenjob im Nachtdienst kann eine gute Sache sein. Besser bezahlt als viele andere Jobs mit der Möglichkeit, etwas für das Studium dazuzulernen – das sind gute Argumente dafür. Das Risiko, den Schlafrhythmus zu verlieren und durch die auftretende Müdigkeit im Studium nachzulassen, sollte dabei nicht aus den Augen verloren werden. Wenn du mit den Wechseln zwischen Nachtarbeit und Studium keine Schwierigkeiten hast und pflegerische Tätigkeiten dir Freude bereiten, dann ist ein Nebenjob im Nachtdienst für dich eine tolle Möglichkeit, Geld zu verdienen.