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NC und Wartesemester

Die Chance auf einen Studienplatz

Redaktion (MEDI-LEARN)

Abi, Warten oder direkt – das ist hier die Frage
Die neue Quotenverteilung 20:20:60

Das neue Vergabeverfahren wird seit dem Wintersemester 2005/06 angewendet. Danach gehen 20 % der Studienplätze an die Abiturbesten, die sich ihre Wunschhochschule aussuchen können. Die nächsten 20 % der Studienplätze werden nach Wartezeit vergeben. Der Löwenanteil der Studienplätze, 60 % nämlich, wird von den Hochschulen selbst vergeben - allerdings weiterhin koordiniert über die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH, ehemals ZVS, www.hochschulstart.de) in Dortmund. Bevor also die Universitäten ihr eigenes Auswahlverfahren starten können, werden 40% der Studienplätze von der SfH zu gleichen Teilen nach Abiturnote und Wartezeit vergeben. Was danach mit den Bewerbungen geschieht, hängt von den einzelnen Bildungsinstituten ab. Durch die Änderung des Hochschulrahmengesetzes haben die Hochschulen nun die Möglichkeit, sich 60% ihrer künftigen Studierenden selbst auszusuchen. Mögliche Verfahren sind Vorstellungsgespräche, Studierfähigkeitstests, Motivationsschreiben, die besondere Gewichtung von Einzelnoten, die Berücksichtigung von Berufsausbildungen oder –tätigkeiten in einschlägigen Berufen (Katalog der Unis) oder praktischen Erfahrungen. Auf den Internetseiten der SfH und der Universitäten sollten Abiturienten genau recherchieren, welche Auswahlverfahren an den gewünschten Hochschulen angewendet werden. Doch völlig frei in der Gestaltung der Auswahlverfahren sind die Hochschulen nicht. Die Abiturdurchschnittsnote muss – so das Hochschulrahmengesetz – weiterhin ein maßgebliches Kriterium sein. Egal, wie die Länder die Vorgabe des Bundes auslegen, eines bleibt klar: Abiturienten mit einem sehr guten Durchschnitt sind weiterhin im Vorteil gegenüber Kandidaten, die wesentlich schlechtere Noten haben. Die Chancen verbessern sich insbesondere für die Bewerber und Bewerberinnen, deren Abiturnote sonst nicht für einen Studienplatz gereicht hätte.

Ein Beispiel: Liegt der Numerus clausus bei 1,8 und der Bewerber hat einen Schnitt von 1,9, so hätten ihm nach altem System bis zu zehn Semester Wartezeit gedroht. Nun hat der Bewerber die Chance, im Vorstellungsgespräch zu überzeugen und das fehlende Zehntel wett zu machen.

Drei Chancen auf einen Studienplatz

1. Chance: Abiturbestenquote

20 % der Studienplätze je Hochschule werden an die Abiturbesten vergeben. Du kannst für die Abiturbestenquote maximal sechs Universitäten nennen.

1. Schritt: Auswahl
Bei der Auswahl der Abiturbesten konkurrierst du zunächst mit denjenigen um die Plätze, die im selben Bundesland wie du ihr Zeugnis erworben haben (Landes-NC).

2. Schritt: Verteilung
Gehörst du zu den Abiturbesten deines Bundeslandes, wird im nächsten Schritt geprüft, ob du an deiner erstgenannten Hochschule zugelassen werden kannst. Gibt es dort mehr Interessenten als Plätze, entscheidet die Ortspräferenz und die Abiturnote darüber, wer an dieser Universität seinen Studienplatz bekommt (Hochschul-NC). Sind Ortspräferenz und die Abiturnote gleich, entscheiden die bessere Punktzahl im Zeugnis, dann soziale Gründe (s. Wartezeit), dann das Los darüber, wer an der Hochschule zugelassen werden kann. Konnte der Erstwunsch nicht berücksichtigt werden, prüft die SfH die Zulassung an der Zweithochschule. An dieser Uni gehen aber diejenigen vor, die diese an erster Stelle genannt haben. Das bedeutet, dass sich deine Chancen auf eine Zulassung an einer nachrangig genannten Hochschule (du kannst maximal sechs Hochschulen nennen) je nach Nachfragesituation verschlechtern können. Wer trotz sehr guter Abiturleistungen in der Abibestenquote an keinen der genannten Studienorte zugelassen werden kann, nimmt mit weiteren Chancen in der Wartezeit- bzw. Hochschulquote an der Studienplatzvergabe teil.
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