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  1. #26
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    Zitat Zitat von noname2 Beitrag anzeigen
    Hat jemand Gedächtnisprotokolle von Facharztprüfungen (und ggf. Fachkundeprüfungen)?
    Ich wurde zu ProstataCa und RektumCa befragt.
    Wir sprachen über Dosis/Fraktionierung in der primären Therapie des ProstataCa, ADT (wann, wie lange?), mögliche Toxizitäten. Dann ging's rüber in die adjuvante / Salvage Therapie.
    Beim RektumCa habe ich ein CT-Bild vorgelegt bekommen, wir sprachen über neodajuvante Therapie (Zielvolumen, Dosis, CTx), dann Vergleich neoadjuvant vs. adjuvant.
    Es war ziemlich angenehm insgesamt, mehr ein Gespräch als eine Prüfung. Teilweise debattierten wir in Gebieten wo die Antworten nicht abschliessend geklärt sind (z.B. 45 vs. 50.4 Gy bei RektumCa neoadjuvant).
    Ganz zum Schluss gab's noch ein bisschen Strahlenschutz. Kategorien strahlenexponierter Personen, Überwachung während Schwangerschaft und das war's dann schon.
    Das war in der Bayerischen Landesärztekammer und das Ganze lief vor knapp 9 Jahren.
    In God we trust, all others must have data.



  2. #27
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    Das klingt wirklich nach einer fairen Prüfung.



  3. #28
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    Nach langem Abwägen über die Strahlentherapie habe ich im kommenden Monat endlich Zeit, um 2-3 Hospitationen durchzuführen.
    Kennt sich jemand mit den Häusern im Ruhrgebiet aus? Gerne auch per Privatnachricht. Vielen Dank übrigens über die ermunternden Antworten hier.



  4. #29
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    Zitat Zitat von aerztinwerden Beitrag anzeigen
    @Failstream
    hast du vorher schon ein anderes FAch gemacht oder bist du direkt als Einstieg in den Beruf in der Strahlentherapie gelandet?

    Ich hatte mir auch eine Uniklinik angesehen. Die Assistenten alle maximal ein Jahr dort, der Chef gewöhnungsbedürftig, alles in allem für mich vor allem wegen des Chefs nicht der Bringer für meine erste Stelle.

    Mittlerweile weiß ich nun gar nicht mehr, in welches Fach ich gehen soll und bin mehr und mehr am verzweifeln.
    In meinem Haus bleiben die jungen Assistenten grundsätzlich erstmal 1,5 Jahre auf Station (ca. 50 Betten, 4 Beschleuniger im Routinebetrieb). Hier betreut man zunächst ein paar Wochen mit einem Kollegen zusammen Patienten und dann je nach Auffassungsgabe und Personalsituation 12-19 Patienten. Man kriegt als Konsile am Anfang palliative Fälle (z.B. Knochenmetastasen) und macht dann Beratung/Aufklärung auf der Station. In der Regelarbeitszeit ist mehr nicht machbar auf Station wegen zahlreicher anderer Arztbriefe schreiben, Patientengespräche, Komplikationen, Chemos, Bluttransfusionen, DRG Codierung, organisatorische Defizite usw. Dann kann man einen erfahrenen Kollegen oder einen Oberarzt fragen, wie man ein Zielvolumen und die Risikoorgane einzeichnet und dies dann nach Feierabend oder im 24h Dienst bzw. seiner Freizeit machen. Das machen aber eher die wenigsten Assistenten und gehen. Dann kann man einen Oberarzt ansprechen, ob er sich das anschaut und erhält eine Rückmeldung, was gut oder schlecht war (auch nicht immer). Oder er sagt man könne den Fall zur Medizinphysik (Planerstellung) geben. Den eigentlichen Bestrahlungsplan legt aber der Oberarzt oder Chef fest und dieser wird dann demonstriert.
    Im Laufe der Zeit erhält man dann mehr komplexere Fälle und andere Krankheitsbilder (Entscheidung der Leitung). Nach 1,5 Jahren werden viele dann in der Strahlentherapieambulanz eingesetzt. Hier gibt es auch ein Routineprogramm (Briefe schreiben, Gespräche, Nebenwirkungen behandeln, Neueinstellungen, Lagekontrollen usw). Man erhält auch hier Konsile und macht sie sozusagen "nebenbei". Auch hier fällt die Konturierung in den Feierabend und Freizeit.
    Da die Assistenten wenig insgesamt Konturieren übernehmen das die Oberärzte zum großen Teil bzw. gibt es auch jetzt für eine neueingestellte erfahrene Kollegin einen Arbeitsplatz zur Konturierung (und Konsile nebenbei, Aushelfen auf Station).
    Am Anfang habe ich mehrmals gefragt, ob ich an Brachytherapie und IORT teilnehmen könne. Das wird einem zwar zugesichert, aber dann eher unabsichtlich "vergessen". In die Brachytherapie muss man sich einbringen, indem man z.B. Vorraus arbeitet und dann 1/2-1 h dort zuschaut bis man dann wieder weg muss. Wirklich eingearbeitet (also selber Applikator anlegen, viel schrauben Lagekontrollen) werden die Oberärzte.
    Forschung läuft meist im Sinne von retrospektiven Auswertungen. Prospektiv laufen auch Studien.

    Man kriegt wahrscheinlich ein gutes Basiswissen hier, aber gerade, was Konturierung und die Beurteilung von Bestrahlungsplänen angeht sehe ich manchmal Defizite bei mir. Klar gibt es Konturierungsanleitungen im Internet (RTOG Consensus) oder das Buch von Nancy Lee, aber das entspricht oft nicht den Standards der Institution. Und wenn man falsch einzeichnet ohne Anleitung, ist es auch schade um die Zeit. Die großen Stationen binden sehr viel Personal (das bei uns relativ knapp) und sind nach einer Zeit auch nicht so anspruchsvoll (z.B. im Vergleich zu einer hämato-onkologischen Station)



    Soweit mir bekannt ist in den meisten Kliniken auch ein anderer Standard (siehe auch das Buch von Prof. Sauer): Dort macht man jeweils 6 Monate Station, Konturierung/Planerstellung, Brachytherapie, Geräte, Poliklinik.



  5. #30
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    Zitat Zitat von noname2 Beitrag anzeigen
    Noch eine Frage an die schon entschlossenen Radioonkologen: wie wird bei euch das Herz konturiert? Also welche Einzelteile?
    Bei uns ist institutsstandard das Herz als ein Organ (also nicht LV, RV, Atrium oder gar RIVA) zu konturieren inkl. perikardiales Fett


    Zitat Zitat von noname2 Beitrag anzeigen
    Hat jemand Gedächtnisprotokolle von Facharztprüfungen (und ggf. Fachkundeprüfungen)?
    Ja habe ich, falls noch Bedarf besteht PM an mich



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