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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #51
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    60 Konturen am Tag macht kaum eine Abteilung, hiermal eine Überlegung zum Work-Flow
    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    In meiner vorherigen Abteilung war man auch in Gruppen eingeteilt, leider war die Organisation des Work-Flows unprofessionell. Patienten haben oft >2 Wochen bis 2-3 Monate gewartet (Teilweise obwohl die Kontur schon fertig war). Eine tolle Idee der Leitung war es Pat. ohne fertigen Plan zur stationären Aufnahme einzubestellen mit entsprechender Enttäuschung der Patienten.
    Sowas ist nix für mich.
    Das bestätigt meine Annahme zu hundert Prozent: halbautomatische Konturierung kann helfen Zeit zu sparen, muss es aber nicht. Und dass man sich dadurch menschliches Personal einspart ist schon gar nicht der Fall. Das eigentliche Problem und der größte Zeitkiller sind hausgemachte Organisationsprobleme!



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  2. #52
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Problem und der größte Zeitkiller sind hausgemachte Organisationsprobleme!
    Yup, professionelle Organisation sind die halbe Miete in der Radioonkologie, da so viele Zahnräder ineinandergreifen.
    Daneben ist gleichermaßenhinzu Fachwissen und Menschlichkeit wichtig insb. da ca. 50% der Pat. in einer palliativen Situation sind.

    Hier z.B. einige Aspekte bei der Organisation, die immer wieder schief laufen
    a) Chemotherapie auf der Station: In den meisten Kliniken wird der Arzt den Zugang legen und die Chemotherapie anhängen, die Pflege wird für Vor/Nachläufe zuständig sein, ab 5 Aufnahmen pro Arzt kann das viel werden, es gibt jedoch auch Kliniken in der die oft besser besetzte Pflege mit langjähriger Erfahrung sich hierum kümmert (wahrscheinlich Vorteilhafter, was die Abläufe angeht. Wer organisiert die Einbestellung (das nicht an einem Tag 10, am anderen 0) ? Ist ein Labor vom Vortag da, kann die Chemotherapie am Vortag bestellt werden? Wie viele Voruntersuchungen sind notwendig bei Cisplatintherapiebeginn (hier geht die Bandbreite von nur Labor bis Labor, 24h Sammelurin (laut vielen Studien nicht mehr notwendig, außer bei grenzwertigen BEfunden), Herzecho, Audiometrie), wird Cisplatin vor der Radiotherapie gegeben (falls diese Vorgabe vorhanden ist, sind immer wieder Beschwerden/Klagen wegen Zeitdruck zu erwarten von MTAs, weil der Pat. spät den Zugang erhält vom Arzt (der meist als Anfänger für 1-2 Jahre da arbeitet), die Pflege den Pat. zu Untersuchungen schickt mit langer Dauer, oder die Pflege die Vorläufe spät anhängt oder als Kuriosum die Pflege darauf besteht, dass auch alle Nachläufe durch sind, bis es zu den Geräten geht. Werden alle Briefe vom Arzt selbst geschrieben oder gibt es ein Diktiersystem mit weitgehender Automatisierung der Briefschreibung? Man kann alle (Kurz-)Briefe selbst schreiben, allerdings zu Beginn/für Anfänger sehr zeitraubend.
    b) Palliative Patientin: Diese können sich unerwartet verschlechtern, auch gerne nachts um 3 Uhr, Intensivstation oder andere Fachabteilungen sind aus der Erfahrung raus eher ablehnend bei dem zum Teil ungünstigen Verläufen, was Übernahmen angeht. Wenn es viele von diesen Patienten gibt, wo der Verlauf nicht vorhersehbar ist, ist dies zum Einen bedrückend und auch ein Zeitfaktor. Hier entscheidet letztendlich auch die Leitung, wer übernommen wird.
    c) Kein zeitnaher/-gerechter Radiotherapiebeginn, weil OA oder CA keine Zeit finden Konturen anzuschauen/ selbst zu erstellen, Pläne zu bewerten, sie selbst zu machen oder es einfach zu wenig Personal gibt



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  3. #53
    LA
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    Zitat Zitat von Laraloo Beitrag anzeigen
    3.) Wie anspruchsvoll ist die Fachkundeprüfung? Wie viel Zeit habt ihr euch für die Vorbereitung genommen?
    Meine "Fachkundeprüfung" im Rahmen des "kollegialen Fachgesprächs" (auch bekannt als "Facharztprüfung"):

    "Oh, je, jetzt ist die Zeit fast rum und wir haben Sie gar nichts zum Strahlenschutz gefragt. Sie haben sich schon eingelesen, oder?"

    "Eeeeehhh... Ja..."

    "Ok, nehmen Sie bitte kurz draussen Platz."

    ...

    "Gratulation zur bestandenen Prüfung!"
    In God we trust, all others must have data.



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  4. #54
    LA
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    Yup, professionelle Organisation sind die halbe Miete in der Radioonkologie, da so viele Zahnräder ineinandergreifen.
    Daneben ist gleichermaßenhinzu Fachwissen und Menschlichkeit wichtig insb. da ca. 50% der Pat. in einer palliativen Situation sind.
    a) Chemotherapie auf Station.
    Ich habe mich da eigentlich immer vorbereitet. D.h. ich wusste welche Aufnahmen es kommende Woche geben wird und da montags typischerweise die ganzen Kopf-Hals / Ösophagus Radiochemotherapien losgingen, habe ich alle Untersuchungen im Vorfeld machen lassen entweder ambulant oder stationär mit Wochenendurlaub. Dann bin ich ich eine halbe Stunde früher reingekommen Montag früh, habe die Zugänge gelegt bzw. Ports angestochen und bin dann zur Frühbesprechung gelaufen. Dort habe ich die Unterschriften der Oberärztin geholt, damit die Chemo bestellt werden konnte. Während ich bei der Frühbesprechung war, lief schon mal die Vorwässerung und Prämedikation fürs Cisplatin.
    Auch immer wieder gern gesehen: Die 5FU-Dauerinfusionen, die eigentlich über 5 Tage laufen sollten 24h/Tag aber doch am Freitag nicht fertig waren, weil die Patienten zu lange unterwegs ohne Infusion waren (Untersuchungen, Bestrahlung, Rauchen). Gegen Donnerstag gucken wieviele Beutel noch übrig sind und ggf. die Geschwindigkeit erhöhen.

    Ich habe den Arztbrief bei der Aufnahme schon mal begonnen zu schreiben! Anstatt irgendeinen Zettel zur Anamnese auszufüllen, habe ich die wichtigen Infos gleich abgetippt. Dann war quasi der Briefkopf mit Tumorstadium, erfolgter Therapie, vorgesehener Therapie, Nebendiagnosen fertig. Diesen habe ich fortlaufend aktualisiert. Man kriegt auch viel Lob von den Kolleginnen und Kollegen, da alles schön sauber aktuell gehalten ist. Den Briefkopf kann man wundebar copy-pasten für alle möglichen Briefe/Anmeldungen, die man braucht.
    Ich habe Kopien davon ausgedruckt und in einem Ordner auf Station behalten inkl. Datum, wann der Patient wieder kommen soll zum nächsten Zyklus und was zu machen ist. Es gibt ja immer wieder ein Dutzend Patienten, das "zwischen den Zyklen" wieder ambulant ist oder es gerade noch ambulant schafft und potentiell zur supportiven Therapie kommen wird.

    b) Das ist leider immer ein Problem. Man kann sich aber auch im Haus rumhören. Es gibt immer wieder Kliniken mit Budgetproblemen, die Patienten "brauchen". Vielleicht kann man den einer oder anderen Patienten bei gegebener Indikation dahin verlegen. Unsere Kollegen der itnernistischen Onkologie haben das auch mit uns so gemacht. Palliativer Patient mit fortgeschrittenem BronchialCa und schlechtem AZ, der sein Bett frei machen soll, damit der nächste Patient zur Chemotherapie kommen kann? Einmal MRT-Schädel, bitte: in >50% der Fälle findet sich irgendeine Hirnmetastase und williger Radioonkologe, der sie bestrahlen will - Übernahme garantiert.
    In God we trust, all others must have data.



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  5. #55
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    17.11.2017
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    Ich beginne bald meine Weiterbildung in der Strahlentherapie, da hier aber seit kurzem keine Station mehr betreut wird, können mir keine "12 Monate in der statio*nären Pati*en*ten*ver*sor*gung" angerechnet werden. Meine Frage ist nun, wie genau sind diese 12 Monate zu verstehen! Kann ich rein theoretisch auch in einem anderen Fachgebiet 12 Monate auf Station arbeiten und habe mein Soll erfüllt... oder muss es zwingend eine Station der Strahlentherapie sein?



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