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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #66
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von sodbrennen Beitrag anzeigen
    Warum habt ihr denn Medizin studiert, wenn das Gehalt aus eurer Sicht z.T. zu schlecht ist und man zu spät verdient?
    Es geht aber nicht ums Medizinstudium, sondern um die Konditionen, die einem danach in Deutschland geboten werden. Und selbstverständlich dürfen die hinterfragt werden. Es entscheiden sich ja doch relativ viele, nach dem Studium eben nicht als Arzt zu arbeiten oder gleich das Land zu verlassen. Letzteres gefährdet die medizinische Versorgung und mittelfristig damit den sozialen Frieden. Wenn man natürlich alles für toll befindet, sich zurücklehnt und nicht für Verbesserungen einsetzt, dann wird es auch so kommen.
    Daß man als klinisch tätiger Arzt prima aufstocken kann in und in anderen Berufen nicht so gut, ist eine komplette Fehlinformation. Vielmehr hat man in Bürojobs mit geregelten Arbeitszeiten, freien Wochenenden etc., viel eher die Möglichkeit dazu, und der Arzt, der ein ganzes Semester zweimal die Woche VHS-Kurse gibt oder in den Sommerferien fünf Wochen als Reiseführer- der ist mir noch nicht untergekommen. Strenggenommen überschreitet man als Arzt mit einem Zweitjob ja schon quasi automatisch die Vorgaben des AZG, weil im Erstjob die 40h Woche vermutlich eher nicht eingehalten wird. Und ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, sich nach (vielleicht auch noch aus eigener Tasche gezahlten) Zusatzqualifikation sich als NA für nicht mal 30 EUR/h ein Messer in den Bauch rammen zu lassen, sei dahingestellt.
    Auch habe ich noch keinen Arzt getroffen, der es in seiner Freizeit geschafft hat, eine Immobilie ganz oder teilweise selbst zu erstellen- etwas, was bei Facharbeitern durchaus üblich ist. Und der Babysitter, der pro Stunde mehr verlangt als Papa oder Mama Doc nachts verdient- sowas müßte alles mit ins Gehalt eingepreist werden...

    Bei Zweifeln am Zusatzverdienst bitte im PJ-Forum nachlesen, dort freut man sich sicher über Tipps zum klinikkompatiblen Nebenerwerb - btw: Praktikumsvergütung in der Automobilindustrie 1000-1400 EUR/M
    https://www.porsche.com/germany/abou...plication/faq/
    Audi zahlt ähnlich...
    Wenn man das ok findet, hat man es auch nicht anders verdient als über den Tisch gezogen zu werden.
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  2. #67
    Zackeninterpret
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    @ Tarumo: Ist ja süß, wie Du Dich an der Autoindustrie abarbeitest, warum gehst Du eigtl. nicht dahin und schulst auf Facharbeiter um, wenn das so super ist? Jetzt mal im Ernst, klar verdienen die Leute dort wie auch in der Chemie (ich komme aus nem großen Chemiestandort, kenn das daher ziemlich gut) im Verhältnis zu anderen Nichtakademikern sehr gut, aber es gibt auch dort immer einen Deckel. Zumal so gut wie nie ein Nichtakademiker Abteilungsleiter wird.
    Und was die Gehaltsentwicklung angeht, die Assizeit in der Klinik ist doch nur 5plus x Jahre, da kommen danach noch ein paar Jahrzehnte als FA drauf, in denen man den so hochbezahlten Facharbeiter ein- und auch überholen kann und meistens auch wird.
    Die Arbeitsbelastung ist hoch, klar, auch in der Niederlassung, aber dennoch überschaubar, Wochenendarbeit findet ebenso wie Nachtarbeit so gut wie nicht mehr statt und Urlaub kann man sich auch meist genug aushandeln/selber geben.
    Ich bin mit meinem Job und meiner Bezahlung jedenfalls sehr zufrieden, alleine mein Grundgehalt liegt schon über dem 2,5 fachen des Durchschnittsgehalts Deiner Autobauerstädte, da kommen noch keine Vorträge, NA Dienste und schon gar nicht die Anteilsausschüttung am Praxisgewinn dazu. Und jetzt zeig mir bitte nen Facharbeiter, der da drüber kommt, zum Thema nachplappern....
    "Ich habe mein halbes Vermögen für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, die andere Hälfte habe ich verprasst." ( George Best )



  3. #68
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    Danke Christoph_A, zum Glpck mal wieder ein Post, der auch mal was positives beinhaltet. Die Rahmenbedingungen (Workload, Dienste) sind der Faktor, welche mich bis jetzt vom Studium zurückgehalten haben. Aber das man nach der WB Zeit durchaus Möglichkeiten hat, sich angenehmere Bedingungen mit einem trotzdem zufriedenstellen Einkommen zu schaffen, lässt dann doch wieder "hoffen", dass man sich irgebdwann, je nach Verlauf, nach nach Assizeit auch mal "angekommen und zufrieden" fühlen kann.
    Teilweise liest es sich ja hier so, als sei man täglich von 8-20h + WE in der Klinik für 3000brutto...



  4. #69
    wieder an Bord :-) Avatar von Muriel
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    Teilweise liest es sich ja hier so, als sei man täglich von 8-20h + WE in der Klinik für 3000brutto...
    War bei meinem Einstieg damals tatsächlich so (nein stop, es waren 3060 brutto ), aber die Zeiten sind ja nun sehr lange vorbei. Ich verdiene mit einer 50%Stelle jedenfalls jetzt mehr als früher mit einer 100% Stelle + Dienste. Keine Ahnung worüber ich meckern sollte, höchstens über Steuerklasse 5, die mich monatlich weinen lässt



  5. #70
    Diamanten Mitglied Avatar von sodbrennen
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    war mal ...
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    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Es geht aber nicht ums Medizinstudium, sondern um die Konditionen, die einem danach in Deutschland geboten werden. Und selbstverständlich dürfen die hinterfragt werden. Es entscheiden sich ja doch relativ viele, nach dem Studium eben nicht als Arzt zu arbeiten oder gleich das Land zu verlassen. Letzteres gefährdet die medizinische Versorgung und mittelfristig damit den sozialen Frieden. Wenn man natürlich alles für toll befindet, sich zurücklehnt und nicht für Verbesserungen einsetzt, dann wird es auch so kommen.
    Daß man als klinisch tätiger Arzt prima aufstocken kann in und in anderen Berufen nicht so gut, ist eine komplette Fehlinformation. Vielmehr hat man in Bürojobs mit geregelten Arbeitszeiten, freien Wochenenden etc., viel eher die Möglichkeit dazu, und der Arzt, der ein ganzes Semester zweimal die Woche VHS-Kurse gibt oder in den Sommerferien fünf Wochen als Reiseführer- der ist mir noch nicht untergekommen. Strenggenommen überschreitet man als Arzt mit einem Zweitjob ja schon quasi automatisch die Vorgaben des AZG, weil im Erstjob die 40h Woche vermutlich eher nicht eingehalten wird. Und ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, sich nach (vielleicht auch noch aus eigener Tasche gezahlten) Zusatzqualifikation sich als NA für nicht mal 30 EUR/h ein Messer in den Bauch rammen zu lassen, sei dahingestellt.
    Auch habe ich noch keinen Arzt getroffen, der es in seiner Freizeit geschafft hat, eine Immobilie ganz oder teilweise selbst zu erstellen- etwas, was bei Facharbeitern durchaus üblich ist. Und der Babysitter, der pro Stunde mehr verlangt als Papa oder Mama Doc nachts verdient- sowas müßte alles mit ins Gehalt eingepreist werden...

    Bei Zweifeln am Zusatzverdienst bitte im PJ-Forum nachlesen, dort freut man sich sicher über Tipps zum klinikkompatiblen Nebenerwerb - btw: Praktikumsvergütung in der Automobilindustrie 1000-1400 EUR/M
    https://www.porsche.com/germany/abou...plication/faq/
    Audi zahlt ähnlich...
    Wenn man das ok findet, hat man es auch nicht anders verdient als über den Tisch gezogen zu werden.
    Jetzt wo du es sagst, eigentlich eine gute Idee: Warum reduziert man als Arzt nicht auf 50% und gibt nebenbei VHS-Kurse, spielt Babysitter oder macht Reiseführer. Ist bestimmt finanziell attraktiver und sicher ohne Überstunden. Allerdings sollte man beachten, dass Freizeitausgleich und Ausbezahlung der Überstunden wegfallen.


    Ich kann dir übrigens sagen, warum Facharbeiter ihr Haus zum Teil selbst bauen: Ihnen fehlen häufig die finanziellen Mittel. Zumindest in meiner Gegend, wo man sich kaum noch Grundstücke leisten kann.

    @tarumo: Hast du dir eigtl. schon mal überlegt, als Betriebsarzt in die Automobilindustrie zu gehen? Hast die gleichen Konditionen wie andere in der Automobilindustrie, wirst wahrscheinlich sogar gleich außertariflich eingestuft und damit sogar noch deutlich bessere Konditionen. Kaum Dienstbelastung (am besten gehst du zu BMW, die produzieren nicht nachts, Audi schon). Und Stress hat man wahrscheinlich sogar auch weniger als die Ingenieure, die anrücken müssen, wenn das Fahrzeug kurz vor Produktionsstart Probleme macht oder der Entwicklungsplan auf andere Art und Weise gefährdet ist (was ich da von Freunden alles höre...). Und dann noch die Gewinnausschüttung, die immer in den Medien steht.... Das ist es doch wert, 30% und mehr der Zeit mit G25 Untersuchungen & Co. zu verbringen
    Geändert von sodbrennen (05.10.2018 um 22:13 Uhr)



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