teaser bild
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 6 bis 10 von 17
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    04.08.2012
    Semester:
    12. (PJ)
    Beiträge
    6.981
    Zitat Zitat von Oops! Beitrag anzeigen
    Heißt es im Umkehrschluss, dass dort viele freie Stellen sind?
    Dass es in der Psychiatrie unendlich viele offene Stellen gibt, ist eigentlich echt kein Geheimnis

    Zitat Zitat von doro2000 Beitrag anzeigen
    Es gibt soweit ich weiß auch die Möglichkeit, den Psychologiebachelor "fast" abzuschließen (sprich absichtlich irgendeinen Schein nicht machen), sich für Medizin bewerben und nach Bewerbungsschluss das Psychologiestudium noch zu beenden.
    Selbstverständlich ist das möglich. Hochschulstart interessiert, wie ja auch ganz eindeutig auf der Hochschulstart-Seite steht, einzig und allein der Zeitpunkt der Bewerbung. Solange man zu diesem Zeitpunkt den Bachelor noch nicht abgeschlossen hat, ist alles gut. Ob absichtlich oder rein zufällig ist völlig egal



    NEU: Viku - Videokurs von MEDI-LEARN für das Physikum - Klick hier!
  2. #7
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    06.12.2017
    Semester:
    OA Psychiatrie/Psychosomatik
    Beiträge
    141
    Zitat Zitat von Oops! Beitrag anzeigen
    Könntest du noch zwei, drei Worte zum Thema „Resteverwertung“ sagen?
    Landen dort überwiegend Ärzte, die keine andere Stelle bekommen oder die sonst nicht „patiententauglich“ sind?
    Naja, Stellen bekommt man auch in anderen Fächern. Aber in der Psych. muss man praktisch nichts können und auch nicht wirklich was lernen, um gehalten zu werden. Das ist natürlich schlecht für die Patienten, aber im Kustodialsystem durchaus üblich, auch auf OA- und CA-Ebene. Eigentlich wären die Psych.fächern inhaltlich sehr anspruchsvoll, aber man kann sie eben auch betreiben wie ein Verwaltungsbeamter. Die Pat. haben kaum eine Lobby, wehren sich nicht.
    Und so kommt es, dass neben wenigen guten Kollegen eine Menge Mediziner da landen, die eher zweifelhaft sind. So kommt es auch immer wieder vor, dass Leute ohne Approbation jahrelang in diesem Fach unentdeckt "wirken" können und den Ruf des Faches leider bestätigen.

    Zitat Zitat von Oops! Beitrag anzeigen
    Schreckliches Bild - zumal es ja auch diejenigen trifft, die sich bewusst für dieses Fach entscheiden.
    Oder auch, dass der Bewerber erstmal schief angeguckt wird „Haben Sie sonst nirgendwo ne Stelle bekommen?“
    Nein, das heißt es nicht. Das Fach braucht dringend engagierte, mutige und selbstreflexive Ärzte. Die es auch aushalten neben und unter Idioten zu arbeiten.



    NEU: Viku - Videokurs von MEDI-LEARN für das Physikum - Klick hier!
  3. #8
    badet in Sterillium Avatar von Oops!
    Mitglied seit
    04.01.2018
    Ort
    Schrippencity
    Semester:
    am Fuße des Olymp
    Beiträge
    629
    Zitat Zitat von davo Beitrag anzeigen
    Dass es in der Psychiatrie unendlich viele offene Stellen gibt, ist eigentlich echt kein Geheimnis
    Okay - ich hatte bisher noch nicht davon gehört, ehrlich gesagt.
    Aber danke für die Info

    Zitat Zitat von rafiki Beitrag anzeigen
    (...) Eigentlich wären die Psych.fächern inhaltlich sehr anspruchsvoll, aber man kann sie eben auch betreiben wie ein Verwaltungsbeamter. Die Pat. haben kaum eine Lobby, wehren sich nicht.
    Und so kommt es, dass neben wenigen guten Kollegen eine Menge Mediziner da landen, die eher zweifelhaft sind. So kommt es auch immer wieder vor, dass Leute ohne Approbation jahrelang in diesem Fach unentdeckt "wirken" können und den Ruf des Faches leider bestätigen.
    Besonders den ersten Absatz kann ich derzeit aus eigener bescheidener Erfahrung mit Lehrbüchern unterstreichen. Ich finde es fachlich sehr anspruchsvoll und komm - je mehr ich lese - gefühlt eher rückwärts als vorwärts.
    Bei dem anderen fehlt mir die Erfahrung, allerdings hatten wir an der Uni bereits einige Erfahrungen mit Vertetern dieser Fachrichtung und ich ahne, was du meinst.

    Zitat Zitat von rafiki Beitrag anzeigen
    Nein, das heißt es nicht. Das Fach braucht dringend engagierte, mutige und selbstreflexive Ärzte. Die es auch aushalten neben und unter Idioten zu arbeiten.
    Verstanden und Danke für deine Ausführungen



    NEU: Viku - Videokurs von MEDI-LEARN für das Physikum - Klick hier!
  4. #9
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    31.01.2010
    Ort
    Elite ohne soziale Fähigkeiten
    Semester:
    Kopfloses Huhn
    Beiträge
    3.609
    Also als Außensteher finde ich deine Argumente für Medizin sehr sinnvoll und rational. Zu deinen contra-argumenten: Physik und Chemie sind in Medizinstudium auf keinem hohem Niveau, Physik hat bei uns ca dem Grundkurs und Chemie den LK in Abi entsprochen, die eben in einer viel kürzerer Zeit unterrichtet werden. 20% kommen durch die Wartezeitquote, hatten auch >7 Jahre keine Naturwissenschaften gehabt und schaffen das auch. Du hast ja den Vorteil, dass du an das Lernen gewöhnt hast, Auch Statistik ist viel anspruchsvoller in Psychstudium als in Medizin, da hast du einen Vorteil
    Wenn du merkst, dass Medizin nicht deins ist, brichst du es ab und studierst Psychologie zu ende. Paar aus meinem Semester haben dies auch parallel geschafft weiter zu studieren.
    Und ich kenne wirklich mehrere aus meinem Semester die genau aus deinen Gründen Medizin studiert haben. Manche von denen sind Psychiater geworden, andere haben ihr Leidenschaft in anderen Fächern entdeckt und werden z.B auch Anästhesisten oder Chirurgen.



    NEU: Viku - Videokurs von MEDI-LEARN für das Physikum - Klick hier!
  5. #10
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    21.02.2019
    Beiträge
    2
    dass mich die Therapeutenausbildung etwas abschreckt, aufgrund der schlechten Bedingungen (man muss das ganze im Prinzip selbst finanzieren, was bis in den 20.000er Bereich gehen kann, ist während der Zeit im Prinzip abhängig von seinem Partner oder wieder seinen Eltern, etc.). Und da hab ich mir überlegt, ob es nicht klüger wäre, das ganze über den medizinischen Weg zu machen.
    Ich bin nach dem ganzen Gedöns, also Studium (klin. Psych), PiA (Psychotherapeut in Ausbildung), und einem Jahr im Beruf in die Medizin gewechselt. Witzigerweise war es damals, als ich zu studieren anfing, so dass "ich studiere Psychologie, weil's für Medizin nicht gereicht hat" die Norm war, heute scheint es umgekehrt, also gibt es Einige, die Medizin studieren um Psychiater zu werden, weil der 1.0 NC für Psychologie nicht da ist.

    Ich habe mich natürlich vor Studienbeginn über die Module und Inhalte informiert, allerdings stellte sich heraus, dass diese doch irgendwie anders waren, als ich es mir erhofft hatte. Ich dachte, dass auch in ,,nicht-klinischen‘‘ Modulen etwas mehr über Krankheiten und psychische Störungen gelehrt werden würde, jedoch ist das meist nicht der Fall.
    Das kommt im Master, wenn Du Dich für klinische entscheidest und nicht in die Sozialpsychologie oder sonst einen Schwurbel gehst. Kann ich aber verstehen, die somatischen Hintergründe werden ja, außer in den paar Vorlesungen Neuro und Pharma kaum beleuchtet.

    Gibt es unter euch jemanden, der vielleicht auch seit einer Ewigkeit kein Chemie oder Physik mehr gehabt hat und wie war das für euch? War das trotzdem zu schaffen?
    Klar. Wenn Du Dich noch erinnern kannst, wie ein Molekül aufgebaut ist, was eine kovalenter oder ionische Verbundung ist, warum Wasser polar ist, und wie so ein bisschen eine Zelle aussieht, dann ist das kein Problem. Ehrlich. Ich hatte seit 10 Jahren kein Bio/Chemie/Mathe/Physik mehr, und hab's ohne Probleme geschafft. Das Internet und Bücher sind da hilfreich, wenn man mal was nicht versteht, und die "für Dummies" Reihe frischt auf, was man irgendwann mal gehört hat.

    Gibt es vielleicht jemanden, der auch von Psychologie zu Medizin gegangen ist, und wenn ja, habt ihr es jemals bereut? Wie empfandet ihr die Umstellung?
    "Anders". In Psych gab's viele Schwurbler, die einfach nur Psychologie studieren wollten um dann in der Sozialpsychologie mal ganz kräftig zum Sozialkritiker zu werden. In der Medizin geht's wirklich um Wissen und dessen Aneignung. Vom Lernaufwand her war das Vorklinikum etwas schwerer als Psychologie, danach war's super einfach und ich konnte mich auch mal auf mich selbst konzentrieren. Mir macht Beides Spaß, mit Menschen arbeiten ist prima, und mein Wissen aus der Psychologie hilft heute ungemein. Im Facharzt bin ich auch seit fast Anfang an mit den Fachärzten gleichgestellt, weil ich meinen Psychotherapeuten schon habe und damit berechtigt bin, Therapien durchzuführen.

    Hat jemand von euch Medizin als Zweitstudium studiert, der mir sagen könnte, wie schwer es war den Platz zu bekommen? Was habt ihr vorher studiert, hat euch das eventuell dabei geholfen, den Platz zu bekommen? Und wisst ihr ob ich mit einem Psychologiebachelor gute Chancen hätte?
    Sollte einfach sein. Wir haben gerade eine Famulantin die vorher auch Bachelor Psych gemacht hat, und die meinte ohne den Bachelor hätte sie wohl (Heidelberg) ihre Wahluni nicht bekommen.

    Gibt es generell etwas, was ihr gar nicht ausstehen könnt am Medizinstudium (weil mir ist natürlich bewusst, dass kein Studiengang 100% perfekt ist und man sich auch manchmal durch gewisse Sachen durchquälen muss)?
    Vorklinik ist extrem verschult und man braucht 90% des Gelernten nie wieder. Kommt natürlich auf den Facharzt an, aber als Psychiater sind meine Anatomie/Physiologie Tage gezählt, die Orthopäden brauchen die BioChem auch nicht mehr so, etc. Wenn Du kannst, suche Dir eine Uni mit Modellstudiengang.



    NEU: Viku - Videokurs von MEDI-LEARN für das Physikum - Klick hier!
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf 1996-2019