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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #36
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Da das Einkommensniveau für selbstständige Ärzte nicht ohne weiteres zu eruieren ist (wobei man die Abstimmung mit den Füßen nicht verleugnen kann) sollten wir vielleicht erst mal bei den angestellten Ärzten bleiben.
    In dem Zusammenhang ist auch eine aktuelle Studie eines Stellenportals ganz interessant, wobei man allerdings auf den Bachelor Bezug nimmt und nicht auf Staatsexamen.
    https://cdn.personalmarkt.de/cms/top...miker-2018.pdf
    Demnach würde man als Einsteiger in der Medizin irgendwo nahe des Medians in der oberen Tabelle für Bachelorabschlüsse landen, allerdings bei weit längerer Studiendauer und wohl auch eher mit einer 50H-Woche.

    Die Tarifverträge der in den vorherigen Threads genannten Branchen kann man sich ohne weiteres ergoogeln, man sollte dabei allerdings z.B. die deutschen Unikliniken eher mit Lufthansa vergleichen (von wegen Elite und so und da sieht es dann ziemlich traurig aus) und nicht mit Ryanair und das unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, daß die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer zumindest in Deutschland noch nicht mal einen anerkannten Berufsabschluss darstellt.
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
    Hotline: "Ja... "
    Kunde: "...mein Computer funktioniert nicht richtig."
    Hotline: "Das sagten Sie bereits... "



  2. #37
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    Tarumo, also als Einstiegshalt für einen Assistenzarzt ist an der Uniklinik 55 000 und das ohne Dienste. Also realistisch ist da schon 60000 oder mehr im ersten Jahr. Damit ist man in der Tabelle eher so leicht überdurchschnittlich bei Top Branchen bei Masterabschlüßen.

    Also absolut und auch relativ zur Bevölkerung verdient man schon gut als Arzt. (Ganz spannend: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-...en-deutschland)

    Andererseits bei der hohen persönlichen Verantwortung und nachweislich gesundheitschädlichen Nachtdiensten, sehr wenig Flexibilität... Da wird man trotzdem irgendwie unzufrieden, v.a wenn man bei gleich hohem Gehalt die Arbeitsbedigungen von Z.b Ingenieuren anguckt (Home Office, Gleitzeit...). Vergleich mit der Pflege lohnt sich doch gar nicht, weil sie sind ja auch völlig unterbezahlt.



  3. #38
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Man sollte bei diesen Studien sinnvollerweise nicht den 2018er Tarifvertrag zugrunde legen, sondern den von 2016 oder 2015. Da ist man dann schon wieder unter 50.000, je nach AG und Standort.
    Das aktuelle EinstiegsGRUNDgehalt bei dem Billigflieger Eurowings liegt nach Abitur plus 1-2 Jahren Flugschule schon bei 53.000 EUR (mit 22 Jahren). Vermutlich gibt es auch keine Minusstunden für entspannte Nachtflüge.
    https://www.career.aero/eurowings-gr...b/show/id/2812
    Letztendlich ist die ganze Diskussion aber nicht zielführend, für jeden, der schon mal eine deutsche Klinik betreten hat, ist ganz offensichtlich, daß man mit den aktuell gezahlten Gehältern überwiegend nur noch für KollegInnen aus, vorsichtig fomuliert, weniger entwickelten Ländern attraktiv zu sein scheint. Gilt im übrigen auch für die Pflege. Und da es ja um die Situation der Niedergelassen ging: ich habe noch nirgendwo eine Studie des Zentralverbandes der KFZ-Versicherer zur Einkommenssituation selbstständiger Kfz-Meister gefunden, oder für Elektriker, Dachdecker etc. und schon gar nicht garniert mit Sozialneid und fake-Begriffen wie Reinertrag etc. . Letztendlich ist es so, daß Dir das Einkommen als Arzt im GKV-System von Staats wegen vorgegeben wird (im Gegensatz zu anderen Berufen, die ihre Preise frei kalkulieren können) und das kann man für sich selbst ausreichend befinden oder nicht. Wobei aktuell letzteres der Fall zu sein scheint, wie ein fünfsekündiger Blick in die ÄB- Kleinanzeigen oder eine Internet-Suche nach "Praxis zu verschenken" zeigt.
    Anruf bei der Hotline
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  4. #39
    Diamanten Mitglied Avatar von Heerestorte
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    Zitat Zitat von sepitet Beitrag anzeigen
    Und Einstiegsgehälter für bspw. Ingenieure liegen bei max. 50 T€.

    Ein Schulfreund hat als E-Technik-Ingenieur 60k p.a. in der Probezeit bekommen und mit Übernahme direkt 10% Gehaltserhöhung. Es gibt durchaus Ingenieure, die über 50k liegen, auch als Berufsanfänger.



  5. #40
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    Zitat Zitat von Kackbratze Beitrag anzeigen
    Wir bekommen nicht das bezahlt, was wir arbeiten. Im Krankenhausbereich sind das unbezahlte Überstunden, Nachtdienststunden mit Abschlägen, bei den Niedergelassenen sind das Untersuchungen die nicht oder nicht adäquat bezahlt werden.
    Ein Selbstständiger würde nicht einen Finger bewegen, wenn die Arbeitsstunde nicht vergütet wird, wir lassen uns ausnutzen. Weil wir so gerne helfen und die Politik das schamlos ausnutzt.
    Zitat Zitat von Kackbratze Beitrag anzeigen
    Ja, ich freue mich immer, wenn alle froh und dankbar sind, dass ich im Dienst nicht zu Hause bin, ich pro Woche unbezahlte Überstunden mache und mit Glück meine Kinder ins Bett bringen kann.
    Bezahlt werde ich nach 8/15Uhr-Taktung und der Rest der Arbeit, der nach der Patientenversorgung übrig bleibt (Briefe korrigieren, Fortbildungen organisieren, Gespräche mit Niedergelassenen, Gutachten, Konferenzen für Beiwerk wie IT, QM und Co) fällt in den Nachmittag. Ohne Uhr und Vergütung. Nachtdienste werden pauschal abgegolten.
    Wie viele Überstunden macht ein/e Assistenzarzt/Ärztin so durchschnittlich pro Woche?

    Ich bin da ja kompletter Laie auf dem Gebiet. Wie steht es im Vertrag was mit Überstunden geschieht? Kein Freizeitausgleich / Auszahlung? Oder bleiben die Überstunden als Freizeitausgleich oder PLUSstunden auf dem Arbeitszeitkonto der Assistenzarztes und nach Ende des Jahres versickern die einfach im Sand und werden nicht mit in das neue Jahr übertragen?

    In welchem klinischen Fachgebieten fallen eher weniger/mehr Überstunden pro Woche an?

    Werden Nachtdienste in der Regel immer nur pauschal abgegolten? Wie hoch ist dann ca. der Stundenlohn für die Stunden im Nachtdienst, wenn man es mit der Pauschale ausrechnet?

    Für Wochenendarbeit gibt es einen besseren Stundenlohn oder?

    Unterscheiden sich kirchliche / kommunale Krankenhäuser / Unikliniken / Helios / Fresenius usw. da kaum, was diese oben genannten Punkte / vertraglichen Arbeitsbedingungen angeht?
    Geändert von Pottfan (12.12.2018 um 20:20 Uhr)



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