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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo liebe Nutzer,

    in der Hoffnung, dass Ihr mir einige Denkanstöße geben und mir dabei helfen könnt, Kopf und Herz zu sortieren, habe ich mich nach langem stillen Mitlesen hier angemeldet.

    Schon viele Jahre lang habe ich den Wunsch, Medizin zu studieren. Drei Mal habe ich einen Studienplatz bekommen, ihn dann aus verschiedenen Gründen aber nicht angenommen. Inzwischen bin ich fortgeschrittenen Alters, habe Kinder, einen sicheren Job. Aber der Wunsch Medizin zu studieren bleibt.

    Die engste Familie würde das so weit wie möglich unterstützen, das halten wir bei der Karriere gegenseitig so, hat aber auch wenig Verständnis, weil "so alt, so viel lernen, so viel Aufwand, so viel Blut...".

    Finanziell wäre es nicht das Problem. Eher zeitlich, mit Familie etc. Randfrage daher: Kann man ggf. auch Kurse später machen, ohne das man gleich durchgefallen ist, wenn man sie nicht gleich in den Semester belegt, in dem sie dran sind?

    Die Ärzte mit denen ich sprach (Freunde, Familie) sagen, mach, dann wirst Du nie wieder arbeitslos. Werde ich in meinem jetzigen Job auch nicht. Ist sicher bis zur Rente. Ein weiterbildendes Studium wäre auch dort möglich, wenn es rein um Bildung und Abschluss ginge. Tätigkeit und Verdienst sind - wie sage ich es am besten - beide okay, aber nicht berauschend.

    Was mache ich denn nun? Nochmal bewerben? Nicht mehr bewerben? Traum leben oder Traum begraben? Wann bewerben? Jetzt, in sechs Monaten, nächstes Jahr?

    Mein größtes Problem ist jedoch die Angst zu versagen und das Studium nicht zu schaffen. Schule ist lange her. Bio war Leistungskurs, Chemie und Physik hatte ich nur bis einschließlich Klasse 10. Und das ist ziemlich lange her...
    Bin ich schlau genug? Kann ich das wirklich alles (noch) lernen?

    Was denkt Ihr, wascht mir mal bitte den Kopf. Danke für Eure Denkanstöße.

    Gruß
    Fender



  2. #2
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    Sind die Gründe, weswegen du den Platz abgelehnt hast, denn jetzt beseitigt? Dieses Jahr wird die letzte Möglichkeit sein, über das alte Verfahren reinzukommen. Also entweder bewirbst du dich dieses Jahr oder wirst wohl nie Medizin studieren.
    Was erhoffst du dir denn vom Arztberuf?



  3. #3
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    Gute Frage, danke.

    Hm, ich sage mal „jein“.

    Hatte einen Platz direkt nach dem Abi, fühlte mich aber verpflichtet, erst noch etwas anderes zu Ende zu bringen. Die Beiden aus meinem Jahrgang, die es gemacht haben sind heute Fachärzte. Dachte, sie könnten mich ggf. „mitziehen“, falls es mal nicht so läuft.

    Ein Jahr später hatte ich dann Angst zu versagen, wenn ich (alleine) starte.

    Im Grunde genommen vermutlich klassische Versagensangst. Worin die begründet liegt weiß ich. Ob ich sie besiegen kann? Aber versage ich nicht auch, wenn ich nie anfange?

    Was ich mir erwarte? Primär: Endlich mal ankommen. Das vor allem. Medizinische Zusammenhänge verstehen, Krankheiten kurieren. Mit Menschen arbeiten. Zuhören, gebraucht werden, mich aufopfern. Was sinnvolles tun. Sekundär: Gehalt und Status nähme ich auch gerne. Abgeschlossenes Hochschulstudium, gerne mit Dr. Titel.

    (Klingt beim Lesen und beim Schreiben blöd, aber ich glaube, das entspricht mir.)



  4. #4
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Aufopfern ist keine gute Sache... es ist nur ein Job und dafür musst du dich nicht aufopfern, das macht krank.
    Wie gesagt, dieses Jahr ist die letzte Chance. Ob du es schaffst wirst du sehen. Du musst dich aber um eine gesunde Einstellung bemühen und nicht sofort alles ewig strecken, sonst wirst du nie fertig. Wie alt bist du und deine Kinder?
    „Alleine“ fängt man ja nie an, es sind viele andere Erstis da.



  5. #5
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    Die Wahrscheinlichkeit, dass du schlau genug bist, dass du das alles lernen kannst, ist IMHO sehr hoch. So schwer ist das Medizinstudium nun wirklich nicht. Man lernt auch in Chemie und in Physik alles von Anfang an, so wie in allen anderen Fächern auch. Man muss halt kontinuierlich fleißig sein und eine gewisse Selbstdisziplin haben.

    Von Anfang an Prüfungen schieben würde ich ganz klar NICHT machen. Sieh das Studium als Vollzeitangelegenheit an, dann bist du auch sozial viel besser eingebunden weil du die Kontakte zu zumindest 50% derer, mit denen du anfängst, bis zum Studienende haben wirst. Die Abbrecherquote beim Medizinstudium ist sehr, sehr gering, aber bei den wenigen, die Teilzeit studieren, bei denen das Studium nicht die Nummer eins Priorität ist, ist sie dann doch relativ groß. Wenn du das dennoch so machen willst solltest du dich vorab gut erkundigen welche Uni einem dabei wieviel Freiheit gewährt.

    Anscheinend willst du es ja machen, und nur Teile deine Familie wollen dich davon abhalten. Da würd ich halt sagen: Es ist dein Leben, nicht deren.

    Was EVT geschrieben hat ist wichtig: Falls du über die Wartezeitquote reinkommen willst ist das WS 2019/20 das letzte Mal mit dem bisherigen Zulassungssystem. Ab SS 2020 gibts keine Wartezeitquote mehr, und die anscheinend ins Auge gefasste Übergangslösung ist für Langwarter sehr unvorteilhaft und wird wahrscheinlich, auch mit maximal anrechenbarer Wartezeit, zusätzlich ein solides TMS-Ergebnis verlangen.



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