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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Diamanten Mitglied
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    Kopfloses Huhn
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    Es hilft ja manchmal durchzudenken, was passiert im schlimmsten Fall. Du fällst durch. Drei mal. Wirst exmatrikuliert. Hast dein Lebenstraum probiert und kehrst zurück zu deinem aktuellen Beruf, lebst in ruhe weiter und wunderst dich nicht (wie wärs wenn....). Klar, ist es vielleicht für ego dann doch etwas unangenehm, aber ein "Versagen" würde ich dann nicht nennen. Wenn dich Medizin und menschliches Körper wirklich interessiert, du mit Menschen (einigermaßen) gut arbeiten kannst - mach das.



  2. #17
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Bauschamane
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    Überleg, ob das mit der Kinderbetreuung WIRKLICH realistisch ist. Du hast in vielen Kursen nur begrenzte Fehltage, Kind mitnehmen geht nicht einfach.

    "Gebraucht werden, zuhören, aufopfern"- ernsthaft?

    Überleg dir REALISTISCH warum du Arzt werden willst.

    Was hält dich davon ab. jetzt schon Schulwissen in Chemie und Physik aufzufrischen?
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  3. #18
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von doktor dolittle Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung!! Man bedenke, drei Warter haben wegen ihr schon keinen Platz erhalten was, wie ich finde gar nicht geht
    Falls jemand meinetwegen keinen Platz erhalten haben sollte, täte mir das sehr leid.

    Vielleicht habe ich einen Denkfehler, den Platz hatte ich ja direkt nach dem Abi, also ohne Wartezeit. Da sollte kein Warter meinetwegen leer ausgegangen sein - und meiner bisherigen Einschätzung nach auch kein anderer Interessent. Ich habe mich ja nicht eingeschrieben und abgebrochen, sondern den zugeteilten Platz nicht angenommen. Das war ja alles vor Studienbeginn und gibt es doch Nachrücker und/oder Zuteilungen über das Losverfahren.

    Jedenfalls dachte ich das bislang und hoffe sehr, dass es so ist?!



  4. #19
    Registrierter Benutzer
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    Danke nochmal an alle die mir geantwortet haben. Ich habe einige gute Anstöße erhalten, die ich mal weiterverfolgen werde und versuche mal, alle aufgekommenen Fragen zu beantworten. Falls ich was übersehen habe, gerne nachhaken.

    Mein Mann wird mir bei der Entscheidungsfindung keine Hilfe sein. Er ist derjenige, der "das ganze Leid und Blut" nicht sehen kann und deshalb auch nicht nachvollziehen kann, warum es mich so lange schon so sehr reizt. Aber egal für was ich mich entscheide, er trägt die Entscheidung mit. Auch mit Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Ich habe ihm jetzt mehrere Jahre für seine Karriere den Rücken frei gehalten und ihm trotz der Kinder viele berufliche Freiheiten gegeben. Das würde er bei mir ebenfalls tun. Er ist dadurch gut weitergekommen, so dass es finanziell auch möglich wäre mit nur einem Gehalt.

    Die Uni ist ca. 30 Minuten entfernt. Den Wohnort haben wir bereits beim letzten Umzug vor 1,5 Jahren so ausgesucht, dass eine Uni, an der ich Medizin studieren kann in erreichbarer Nähe ist.

    Die Kinder sind auch jetzt eingewöhnt und betreut in Krippe, Kindergarten und Schule. Das könnte ich ausweiten und ggf. auch gelegentlich mit einem Babysitter noch ausdehnen. Ohnehin sprechen wir uns da ab, was holen, bringen, Termine etc. angeht. - Sonst hätten wir keine Kinder zusammen, denn meine Arbeit war mir schon immer wichtig. Ich hatte mir auch mal die Stundenpläne angeschaut, das sollte von den Zeiten, Wegen und Betreuungszeiten her machbar sein. Und ich arbeite ja auch jetzt.

    Natürlich will ich kein Kind mit in die Uni nehmen und mehrere schon gleich gar nicht. Ein kleiner Vorteil wäre vielleicht für den weiteren Weg, dass die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist. Da kommt nix mehr. Also auch keine Zeiten, die ich deshalb nochmal ausfalle...

    Ob die Kinderbetreuung realistisch ist? Ich hoffe doch. Habe noch nie einen Kind-krank-Tag gehabt. Denke, bislang funktioniert es.

    @LinaSora: Danke!

    Mitlaufen ginge möglicherweise. Werde ich mal ins Auge fassen.

    Was die Dienste und Arbeitszeiten betrifft, das habe ich mit Anfang 20 definitiv besser weggesteckt. Allerdings wäre das für mich kein k.o.-Kriterium, da ich noch nie nine to five gearbeitet habe. Ich kenne Nachtschichten, wechselnde Arbeitszeiten, Schichtdienste, früh anfangen, spät anfangen, Arbeit an Wochenenden, Feiertagen und sowieso immer dann, wenn alle anderen frei haben. Verlässlicherere und regelmäßigere Arbeitszeiten habe ich erst seit ein paar Monaten. Finde ich ganz toll. Wären nicht Karriereaussicht und Bezahlung eher mäßig, wäre es ein Traum.

    Davon was zu lernen, auch Physik oder Chemie, hält mich gar nichts ab.



  5. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von Homunculi
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    16.06.2018
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    33
    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Nutzer,

    in der Hoffnung, dass Ihr mir einige Denkanstöße geben und mir dabei helfen könnt, Kopf und Herz zu sortieren, habe ich mich nach langem stillen Mitlesen hier angemeldet.

    Schon viele Jahre lang habe ich den Wunsch, Medizin zu studieren. Drei Mal habe ich einen Studienplatz bekommen, ihn dann aus verschiedenen Gründen aber nicht angenommen. Inzwischen bin ich fortgeschrittenen Alters, habe Kinder, einen sicheren Job. Aber der Wunsch Medizin zu studieren bleibt.

    Die engste Familie würde das so weit wie möglich unterstützen, das halten wir bei der Karriere gegenseitig so, hat aber auch wenig Verständnis, weil "so alt, so viel lernen, so viel Aufwand, so viel Blut...".

    Finanziell wäre es nicht das Problem. Eher zeitlich, mit Familie etc. Randfrage daher: Kann man ggf. auch Kurse später machen, ohne das man gleich durchgefallen ist, wenn man sie nicht gleich in den Semester belegt, in dem sie dran sind?

    Die Ärzte mit denen ich sprach (Freunde, Familie) sagen, mach, dann wirst Du nie wieder arbeitslos. Werde ich in meinem jetzigen Job auch nicht. Ist sicher bis zur Rente. Ein weiterbildendes Studium wäre auch dort möglich, wenn es rein um Bildung und Abschluss ginge. Tätigkeit und Verdienst sind - wie sage ich es am besten - beide okay, aber nicht berauschend.

    Was mache ich denn nun? Nochmal bewerben? Nicht mehr bewerben? Traum leben oder Traum begraben? Wann bewerben? Jetzt, in sechs Monaten, nächstes Jahr?

    Mein größtes Problem ist jedoch die Angst zu versagen und das Studium nicht zu schaffen. Schule ist lange her. Bio war Leistungskurs, Chemie und Physik hatte ich nur bis einschließlich Klasse 10. Und das ist ziemlich lange her...
    Bin ich schlau genug? Kann ich das wirklich alles (noch) lernen?

    Was denkt Ihr, wascht mir mal bitte den Kopf. Danke für Eure Denkanstöße.

    Gruß
    Fender
    Nur dein Partner zählt, maximal noch deine Großeltern zwecks Kinderbetreuung. Aber die müssen fest an Bord sein, setz da wirklich nochmal nach. Vielleicht fällt die Kritik auch nur jetzt eher dezent aus, weil es noch als Hirngespinst wahrgenommen wird. Werde ruhig mal richtig konkret, mit selbst erstelltem Stunden- und Studienplan. Mach deutllich, welche Flexibilität und zusätzliche Verantwortung du von deiner Familie für die nächsten 7 Jahre einfordern müsstest.

    Da du dir deine Uni praktisch aussuchen kannst (genug Wartesemester + hartes Sozialkriterium) solltest du auch gut an die nötigen Informationen kommen. Eigentlich eine sehr komfortable Ausgangsposition, da haben es andere Studenten wesentlich härter (Umzug in eine fremde Stadt, inklusive Wohnungssuche im total überhitzten Immobilienmarkt, Eltern und Freunde teils hunderte Kilometer entfernt etc.).

    Deine anderen Bedenken spielen meiner Meinung nach keine Rolle. 20% der Studierenden sind zwangsläufig über 25, bei den Zweitstudienbewerbern sieht es ähnlich aus. Natürlich bist du mit Kindern noch einmal in einer anderen Position, aber auch hier wirst du nicht die einzige Mutti sein
    Und selbst wenn: Am Ende des Tages bist du den allermeisten Leuten sowieso scheißegal. Egal in welchem Studienfach, egal in welchem Lebensbereich. Vielleicht musst du dir in den 7 Jahren mal den ein oder anderen dummen Spruch gefallen lassen, aber im Endeffekt hat jeder erstmal nur sich selbst im Blick - gilt auch für die "sich aufopfernden Teamplayer"

    Ich hätte zumindest keine Zeit und Nerven, mich auch noch über die Lebensbedingungen meiner Mitstudenten zu echauffieren.

    Zitat Zitat von Fender
    Falls jemand meinetwegen keinen Platz erhalten haben sollte, täte mir das sehr leid.
    Worauf die anderen Foristen hier anspielen: Ein nicht angetretener Warteplatz fällt dann sehr wahrscheinlich an einen Bewerber, der nicht auf der "Warteliste" stand. Nicht angetretene Plätze werden nämlich in der Regel einfach verlost. Du nimmst also keinem Menschen einen Platz weg, es wird nur nicht zwangsläufig jemand aus der Wartezeitquote zum Zuge kommen.

    Trotzdem muss dir absolut gar nichts leid tun. Es gibt mehr als genug Leute, die ihre Plätze aus verschiedenen Gründen nicht annehmen. Weil der zugewiesene Studienort dann doch zu ungünstig war, es privat dann eben vielleicht doch nicht so gepasst hat. In 2-3 Monaten kann ziemlich viel "Leben" passieren.



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