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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #36
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Berufung und Erfüllung im Job zu suchen ist schwierig. Letztlich ist es auch nur ein Job. Es gibt viele Dinge im Arztberuf, die nicht gerade die Erfüllung bieten. Ich glaube die Nachtdienste kann man sich vorher nicht vorstellen. Ich stecke die zwar gut weg mit Ende 20 und kann auch tagsüber sehr gut schlafen, aber vermissen werde ich sie nicht.



  2. #37
    Diamanten Mitglied Avatar von Colourful
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    Haha. Tagsüber schlafen. Konnte ich noch nie und ich denke dann auch schnell - ach, für das bisschen Haushalt bist du nicht zu müde.



  3. #38
    Registrierter Benutzer Avatar von Mera1412
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    Habe den Thread nicht komplett gelesen (und ich hoffe, ich wiederhole mich nicht oder übergehe wichtige Kommentare), aber ich wollte auch nochmal meinen Senf dazu geben.

    Erstmal: Vor und während des Studiums kann man meiner Ansicht nach noch gar nicht das Problem sehen, was mit dem Beginn der Arbeit auf einen zukommt. Bei mir war es so, dass ich seit Kindesbeinen immernur Ärztin werden wollte. Seit ich mich aus dem Kindergartenalter heraus erinnern kann hatte ich nur ein Ziel und es war wirklich eines meiner schönsten Momente, dass ich endlich mit dem Studium anfangen konnte. Heißt genau genommen, dass ich da auch sehr idealistisch heran gegangen bin. "Im Studium werd ich alles verstehen und lernen" - Pustekuchen, irgendwann wird man nämlich auf den Boden der Tatsachen gebracht und das Studium ist ein Ankratzen der Oberfläche, aber sehr sehr breit. Es ist inhaltlich einfach so viel, man kann nur oberflächlich kratzen.
    Nun hatte ich etwas das Glück für mich, dass mich bereits vor dem Studium die Chirurgie faszinierte und ich dementsprechend alles in die Richtung gemacht hatte - seien es Famulaturen, PJ Tertiale, Connections. Solche Sachen. 100% sicher bin ich mir bei der Entscheidung aber immernoch nicht, obwohl ich auch schon über 2 Jahre nun darin gearbeitet habe. Weil hinter allen Idealen stecken leider noch bittere Realitäten. Eine gegenwärtige Arbeitsmoral im Fach, die man nicht unterstützen möchte; Hierarchien, die nicht für den Arbeitsablauf besonders sinnvoll sind und Machtkämpfe mit der Konkurrenz. Und egal wie sehr man Herzblut reinstecken möchte, es sind eben auch solche konträren Abläufe, die einen fertig machen. Nicht die teils unbezahlten Überstunden, nicht die Patienten, nicht die Arbeit - sondern alles drumherum.
    Hatte im PJ auch viele Kommilitonen, die meinten, dass sie niemals Medizin studiert hätten, hätten sie gewusst, womit sie es später zu tun haben werden, aber "nun sei es kurz vor Ende zu spät". PJ Tertiale werden teilweise gar nicht entlohnt, Famulaturen sowieso nicht. Das heißt, man braucht ab einem gewissen Alter eine sichere finanzielle Stütze, die einen bei einer Vollzeit unbezahlten Tätigkeit über Wasser halten kann. Lernen tut man in diesen Praktika leider nie wirklich was und wird für Kleinigkeiten verdonnert.

    Nun möchte ich dir das alles nicht mies machen, sondern dir eben auch die andere Seite der Medaille zeigen.

    Warum es wichtig, vorher schon zu wissen, wo es hingehen soll:

    ICh hatte eine Kommilitonin gehabt, sie stand exakt in deinen Schuhen. Sie hat vorher irgendwas mit Medien oder Journalismus oder so gemacht und arbeitete auch in einem tollen Job mit fantastischem Gehalt. Aber es war nicht die Berufung. Ihr Traum war die Rechtsmedizin. Und das hat sie durchgezogen wie ne Eins. Die hatte ihr Ziel anvisiert und alles darauf ausgelegt, in die Rechtsmedizin zu kommen. Jede Famulatur, jedes PJ Tertial, Doktorarbeiten - einfach alles. Ich meine, das PJ hatte sie in Teilzeit machen müssen,weil sie nebenbei noch arbeiten musste. Dauert natürlich alles nochmal länger. Das Lernen war nicht das Problem. Die Persönlichkeit und die Lernmoral ist ab einem gewissen Alter so gefestigt, die meisten die ich kannte und mit Wartesemestern mit dieser Passion studierten waren allesamt auch erfolgreich. Da solltest du dir keine Angst bereiten und einfach durchziehen. Es ist ehrlicherweise kein "schwieriges" Fach, sondern ein breites Fach zu studieren. An sich aber mit Fleiß machbar. Naturwissenschaftliche Studenten lachen über uns Mediziner

    Wo du die Möglichkeit hast mit Wartesemestern reinzukommen, würde ich dir das auch tatsächlich raten. Später würdest du es bereuen. Abbrechen kannst du immer.
    Tu es einfach.

    Letztes Fazit: Würde ich mit meinem heutigen Wissen wieder Medizin studieren? Klares AUF JEDEN FALL! Dafür liebe ich es zu sehr <3



  4. #39
    Registrierter Benutzer Avatar von Mera1412
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    282
    Zitat Zitat von Relaxometrie Beitrag anzeigen
    Du schreibst zwar, daß Du "ankommen möchtest":
    Aber Du hast in Deinem jetzigen Beruf "das Ende der Fahnenstange" erreicht, hast Kinder und Ehemann.....

    Also, wenn das nicht "angekommen" ist, weiß ich es auch nicht.


    In der Medizin wird es auf jeden Fall ca. 13 Jahre dauern, bis Du auch nur ansatzweise angekommen bist. Grob überschlagen würde es ja so aussehen: 1 Jahr bis Studienanfang, 6 Jahre Studium, 5-6 Jahre Facharztausbildung. Und bei dem enormen Wissenumfang hat man vermutlich selbst als Facharzt nicht oft das Gefühl, "angekommen" zu sein.
    Meiner Meiung nach passen Deine Aussage, endlich ankommen zu wollen, und die Medizin nicht zusammen.

    Und Deine Worte "Zuhören, gebraucht werden, mich aufopfern. Was sinnvolles tun." zeigen meiner Meinung nach, daß Du den ärztlichen Beruf idealisiert, aber von der tatsächlichen Basisarbeit eines Arztes nichts verstanden hast.
    Diesen Beitrag möchte ich nochmal hervorheben und dreimal unterschreiben!

    Ich bin alles, aber niemals angekommen. Und ich hab vor 10 Jahren angefangen zu studieren. Ich hab das Gefühl, dass ich mit 3 Jahren Berufserfahrung immernoch so wenig weiß, mal von der fehlenden Selbstständigkeit abgesehen.

    Und mich nervt ehrlicherweise auch diese Unselbstständigkeit. Je älter man wird, desto angepisster ist man davon.

    Bedenke, dass du in deinem Alter Vorgesetzte haben wirst, die womöglich jünger sind als du. Wirst du denen vorbehaltlos Folge leisten können, oder wär dein Ego gekränkt? Das ist nicht unwichtig. Sowas frustriert einen extrem.



  5. #40
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    Fender überlegt jetzt entweder mal in Ruhe, ob das "Projekt Medizinstudium" in ihrem Fall wirklich sinnvoll ist (was es meiner Meinnung nach eben nicht ist), oder sie zieht sich zurück, weil wir ihr nicht nach dem Mund reden.

    Noch dazu:
    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Die Beiden aus meinem Jahrgang, die es gemacht haben sind heute Fachärzte. Dachte, sie könnten mich ggf. „mitziehen“, falls es mal nicht so läuft.
    Nett gedacht, aber was sollen sie konkret machen, wenn Dir das Studium, die Prüfungsvorbereitungen, die Dienste und die Bürokratie im Job (falls Du das Studium durchziehst) zu viel werden?
    Mit diesen Problemen musst Du alleine fertig werden.....da bringen Dir die beiden oben genannten Fachärzte herzlich wenig.



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