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  1. #6
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    Zitat Zitat von Julius86 Beitrag anzeigen
    Wie sind denn Eure Erfahrungen inwiefern man an größeren Häusern auf der ITS auch bei Diagnostik/Interventionen mitwirken kann?
    Wenn (überspitzt formuliert) für Echo/TEE der Kardiologe, fürs Abomen-Sono der Gastroenterologe, für den Shaldon der Nephrologe, für die Intubation der Anästhesist und für die Broncho der Pneumologe angerufen wird, weil eben für alles immer irgendeiner greifbar ist, der nur das eine den ganzen Tag macht, ist das für das Sammeln praktischer Erfahrung ja eher hinderlich. Bin mir aber auch mangels Erfahrung unsicher, ob diese Darstellung eher ein Maximalversorger-Klischee als Realität darstellt.

    Mich auf einer fachfremden Intensivstation zu bewerben, wie oben zum Beispiel die vorgeschlagene Herzchirurgie, hatte ich auchschon überlegt. Aber da fehlt doch dann die spezielle Weiterbildungsermächtigung, oder?

    Klar wird tendentiell in großen Häusern alles eher spezifisch abgearbeitet, aber wenn du als Generalist Echo/Sono/Broncho kannst, solltest du es ja auch machen können. Liegt dann an der Struktur und Orga des Hauses und der Station, ob du als INtensivmediziner auch zB das TEE noch machst, Gastro sicher eher nicht. Aber wenn du für nen Pleurasono den Pulmologen rufen musst, läuft wohl was falsch.
    Intensivmedizin ist ja eher noch jung als "eigenständige" Spezialisierung, kommt aber ja mehr und mehr. Liegt dann wirklich viel halt an der Organisation der Station und Zusammenarbeit mit den Spezialisten. Denen kanns ja aber eigentlich auch nur recht sein, wenn die Intensiv ihre 0815-Bronchos zB, und dann halt auch nachts, auch selber kann?

    Ich würde auf jeden Fall empfehlen, einen Teil der Zeit für die ZB am Maximalversorger zu machen.
    Bewerbungssituation als FA halte ich auch für unkompliziert, sodass man auch auf Arbeitsbedingungen achten kann.
    WBO des Bundeslandes lesen, teils kann man 6 der 24 Monate fachfremd machen- finde ich sehr attraktiv und sinnvoll.



  2. #7
    Platin-Mitglied Avatar von LasseReinböng
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    An meiner Klinik gibt es ein Dauerinserat für die ITS, das sich sowohl an Internisten als auch Anästhesisten richtet, gerichtet sowohl an WB-Assistenten als auch FÄ.
    Unter den Internisten bei uns sind diejenigen, die tatsächlich freiwillig nach dem FA die Zusatzbezeichnung Intensiv machen, aber eine große Ausnahme...eine internistische Subspezialisierung oder gleich der Wechsel in die Niederlassung ist sicherlich sowohl finanziell als auch vom Aspekt der work/life Balance deutlich attraktiver und die wenigen internistischen OÄ bei uns auf der ITS sind nach 2-3 Jahren auch wieder weg.
    24h Dienste gehen halt an die Substanz.

    Ich denke der Markt ist aber gut und wenn man es als Bereicherung ansieht, warum nicht eine Zeit lang zumindest Intensiv machen und die Zusatzbezeichnung erlangen.

    Für Gastros/Kolos kommt bei uns der Endoskopiedienst rein. TTEs werden selber gemacht, wenn es denn beherrscht wird, TEEs eigentlich nur durch die Kardiologie bzw. OÄ mit entsprechender Erfahrung ( aber eher selten). Da wird auch aus forensischen Gründen, z.B. vor Kardioversion, lieber der Kardiologe geholt.

    Flexible Bronchsoskopien zur BAL bzw. Sekretmobilisation macht jeder Assi nach eins, zwei Wochen.
    Geändert von LasseReinböng (01.03.2019 um 12:47 Uhr)
    Dark humor is like food - not everyone get's it (Joseph Stalin)



  3. #8
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    Die Informationen helfen mir schonmal sehr weiter. Seid ihr, die auf größeren Intensivstationen arbeiten, denn mit der praktischen Ausbildung zufrieden? ZVK und Arterien lernt man ja eigentlich schon (selbst in einem mittelgroßen Haus wie bei uns) während der Intensivzeit für den Facharzt in angemessenen Zahlen. Aber kommt man dann an die erweiterten Sachen wie Tracheotomien, Passagere Schrittmacher und ggf. PEG, SPK und Jejunalsonden (falls nicht durch eine Spezialabteilung konsilarisch gemacht) heran als FA in WB zum Intensivmediziner?

    @LasseReinböng
    Wenn ihr Anästhesisten und Internisten einstellt, betreut ihr dann konservative und operative Patienten gemischt? Und werden die Internisten genauso wie die Anästhesisten eingesetzt? (oder läuft der Internist quasi immer nur als 2. Mann) In meinem jetzigen Haus betreuen wir die internistischen und getrennt die Anästhesie die operativen Patienten, wobei gerade die Oberärzte der Anästhesie schon sehr proaktiv die Meinung vertreten, Internisten hätte auf der Intensiv ausser für Konsilaruntersuchungen eigentlich nichts verloren.



  4. #9
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    Wie sehen eigentlich die Chancen für einen Fachwechsel aus, wenn man sich als FA für Anästhesie mit ZB Intensivmedizin in der Inneren als Intensivmediziner bewerben würde? Würden die einen als WB–Assistenten einstellen und bezahlen oder gibt einem die Stellensituation? Bin mehr Intensivmediziner als Saalanästhesist und habe keine Lust mehr auf meine Pflicht–OP–Einsätze.



  5. #10
    Platin-Mitglied Avatar von LasseReinböng
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    Zitat Zitat von Julius86 Beitrag anzeigen

    @LasseReinböng
    Wenn ihr Anästhesisten und Internisten einstellt, betreut ihr dann konservative und operative Patienten gemischt? Und werden die Internisten genauso wie die Anästhesisten eingesetzt? (oder läuft der Internist quasi immer nur als 2. Mann) In meinem jetzigen Haus betreuen wir die internistischen und getrennt die Anästhesie die operativen Patienten, wobei gerade die Oberärzte der Anästhesie schon sehr proaktiv die Meinung vertreten, Internisten hätte auf der Intensiv ausser für Konsilaruntersuchungen eigentlich nichts verloren.
    Anästhesisten und Internisten machen bei uns grundsätzlich die gleiche Arbeit. Operative und internistische ITS sind räumlich (noch) getrennt und Internisten behandeln überwiegend internistische und die Anästhesie überwiegend operative Patienten aber es ist schon ein großer Mix da und teilweise hat man dann doch zu 50% Patienten des jeweiligen anderen Fachs...je nachdem, wo noch Betten frei sind landet halt der Patient. Also auch der Internist kann das Polytrauma oder die SAB bekommen. Insgesamt sind aber "operative" Patienten einfach auch häufiger, zumindest in meinem Haus (nichtuniversitärer Maximalversorger). Vielleicht ist sowas für den Einstieg ganz gut. Spezielle Organersatzverfahren haben wir z.B. allerdings nicht bis auf Dialyse und ganz selten iLA bzw. vvECMO. Wenn es wirklich ITS sein soll kann man ja dann immer noch mal an ein universitäres Haus gehen für spezielle Dinge.

    Die Ansicht eurer Anästhesisten kann ich als Narkosearzt nicht teilen...die Internisten bei uns kriegen das alles ohne Hilfe von der Anästhesie hin. Und es ist schon praktisch, internistisches Hintergrundwissen zu haben bzw. apparativ-diagnostisch was zu können und differenzialdiagnostisch besser aufgestellt zu sein. Da arbeiten bei uns erfahrene Anästhesisten jahrzehntelang auf der ITS aber wenn es um Abdomen-Sono, TTE, Nierensono usw. geht muß immer ein Konsil gestellt werden...der Internist macht dann manches eben einfach mal selber.

    Ich kenne auch Häuser in meiner Umgebung, wo Internisten mehr IMC-Tätigkeiten ausüben und ein Patient, sobald er intubations- oder katecholaminpflichtig wird zu den Anästhesisten wandert. Möglicherweise resultiert dann aus solch einer Arbeitsteilung die Haltung bestimmter Anästhesisten, daß Internisten es nicht drauf haben... oder es sind Minderweretigkeitskomplexe ?
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