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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Platin Mitglied
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    Das Problem ist halt, dass sowohl wir als auch die Krankenpfleger uns das gefallen lassen anstatt kollektiv alle mal Dienst exakt nach Plan und Stechuhr zu machen. Dann müssten halt die Leute aus der Verwaltung, die immer mehr Fälle in immer weniger Zeit wollen mal sehen, wie sie zurechtkommen. Unser System hier wird eh in ein paar Jahren komplett kollabieren und wir brauchen da echt ne radikale Digitalisierung. Ich meine, seien wir ehrlich, als Arzt verschwendet man Stunden seiner Arbeitszeit für Papierkram, telefonieren, Kram durch die Gegend faxen - Dinge, die nicht unser Aufgabenfeld sind aber wir trotzdem machen weil "es sonst nicht geht".

    Wenn man halt wirklich nur die ärztlichen Kernaufgaben wahrnehmen könnte wäre einiges leichter. Klar, man steht auch mal länger im OP oder hat nen Notfall, aber das steht außer Frage und ist auch jedem klar, der den Beruf ergreifen möchte. Aber wenn ich bedenke, dass ich in meinen Praktika Ärzte kennen gelernt habe, die nie nein sagen konnten und dann zusätzlich zu ihrer Arbeit noch 3h länger rumsaßen und Befunden hinterher telefoniert haben (und damit auch andere Ärzte in anderen Krankenhäusern von ihrer Arbeit abgehalten haben), dann sieht man doch schon das größte Problem. Kollektive Datenspeicherung aller Befunde und Untersuchungen, auf die man exakt aus allen Krankenhäusern und Praxen zugreifen kann, wenn man die Gesundheitskarte einliest (und auch dann halt nur für 48h und danach erneutes Einlesen) oder sowas in die Richtung. Einfach mal weniger Papierkram halt.

    Ich finde das Fach auch ganz spannend, aber ich glaube, ich wäre als Maschinenbauerin echt glücklicher geworden. Naja, jetzt kann man eh nur das beste draus machen.



  2. #17
    wieder an Bord :-) Avatar von Muriel
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    Nee, das siehst Du falsch. Für die ärztlichen Kernaufgaben bildet man PAs aus, damit sie die Ärzte entlasten, so dass diese dann genügend Zeit für Papierkram und Telefornieren haben, während sie selbstverständlich als Approbierte die volle Verantwortung für das übernehmen dürfen, was den PAs delegiert wurde.



  3. #18
    Platin Mitglied
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    Zitat Zitat von Muriel Beitrag anzeigen
    Nee, das siehst Du falsch. Für die ärztlichen Kernaufgaben bildet man PAs aus, damit sie die Ärzte entlasten, so dass diese dann genügend Zeit für Papierkram und Telefornieren haben, während sie selbstverständlich als Approbierte die volle Verantwortung für das übernehmen dürfen, was den PAs delegiert wurde.
    Ja, Muriel, du hast da Recht. Leider sind die Klinikkonzerne ja der Meinung, dass da die Lösung wäre anstatt uns halt eben nicht mit Papierkram zuzumüllen. Naja, vielleicht wird es besser, wenn nicht mehr die Leute das Sagen haben, für die "das Internet Neuland ist".



  4. #19
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    Hallo, ich bin es nochmal. Vielen Dank für die vielen Antworten.

    Eine Pro- und Contra-Liste habe ich bereits erstellt.

    Pro:

    -interessanter und abwechslungsreicher Beruf
    -sicherer Beruf
    -solides Einkommen
    -keine örtliche Gebundenheit ( sehr wichtig)
    -viele Spezialisierungsmöglichkeiten
    - Chance, auf für längere Zeit im Ausland zu arbeiten

    Contra:

    -sehr hartes Studium (?)
    - ich habe kein großes Talent in den Naturwissenschaften
    -z.T. die Arbeitsbedingungen

    Meine größte Angst ist sicherlich, dass ich etwas studiere, dass nicht meinen Fähigkeiten entspricht und die liegen nun leider nicht im naturwissenschaftlichen Bereich. Mathe (10-12 pkt.) und Bio (14) sind noch ganz in Ordnung, aber für Chemie und Physik habe ich einfach kein Händchen. Ich werde also im Studium sehr hart arbeiten müssen, wenn ich überhaupt eine Chance haben will. Medizin ist halt ein naturwissenschaftliches Studium. Wie gesagt, den Beruf finde ich interessant, sinnvoll und vielseitig. Was mir sehr wichtig ist, ist halt dass ich mit einem Medizinstudium auch im Ausland arbeiten könnte. Ein Teil meiner Familie lebt in Südamerika und es wäre mich wichtig, dort auch für eine gewissen Zeit arbeiten zu können. Diese Freiheit habe ich mit kaum einem anderen Beruf.

    Es ist halt irgendwie einschüchternd, wenn alle immer sagen, dass man für das Medizinstudium zur absoluten Elite gehören muss und dass man naturwissenschaftlich sehr talentiert sein muss, wobei das Studium dann immer noch total anstrengend ist und fast das gesamte Leben einnimmt. Ich weiß, dass die Behauptungen ein bisschen übertrieben sind, aber sie haben ihre Wirkung auf mich.



  5. #20
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    Ich habe in meinem jetzigen Studium (Politik/VWL) gute Leistungen erbracht, aber ich spüre, dass kein Interesse meinerseits da ist. Zudem ist die Perspektivlosigkeit erdrückend. Wie man bei Xing sieht, arbeiten die meisten ehemaligen Absolventen als Personalreferenten oder bleiben an der Uni und das möchte ich nicht. Auf mich prasseln halt momentan total viele Meinungen ein , was mich einfach zweifeln lässt. Ich weiß, dass ich klug bin und ich habe auch ein sehr gutes Abi, aber alle anderen stellen ihr Studium immer so dar, als wäre es so kräfteraubend wie keine vergleichbare Sache.



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