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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Sei doch froh, dass diese Pappnase dir keine weitere Chance mehr geben will. Geh zum Chef, sag ihm, dass der Kollege nicht mehr mit dir arbeiten möchte und dass du dich auch nicht in der Lage siehst, angesichts der Anschuldigungen und seines Verhaltens mit ihm zu arbeiten und mach den Rest der Famu bei anderen Ärzten des Zentrums. Aus und Ende. Soll er sich einen anderen Studenten suchen, den er fertigmachen kann.
    Solchen Idioten wirst du immer wieder begegnen. Gerade unter den Oberärzten gibt es solche Typen nicht selten, die sich selbst nur toll finden, wenn sie andere dissen können. Aufstehen, Krone richten, weitermachen.
    Als Famulus musst du eigentlich gar nix wissen bei solchen Fragerunden.

    Und kleiner Tipp fürs nächste Mal: Solche Leute werden genau dann friedlich, wenn du ihnen klarmachst, dass du dir das nicht gefallen lässt. Sobald sie dich in die Defensive drängen können, fühlen sie sich toll und machen weiter. Wenn du dich aber hinstellst und sagst „Hey, das wird mir jetzt alles zuviel. Ich bin Famulant und muss das alles jetzt noch nicht wissen sondern SIE sollen mir das beibringen. Und ob ich mein Stex irgendwann schaffe, kann man jetzt überhaupt noch nicht beurteilen. Also lassen sie das!“, dann ist vermutlich schnell Ruhe.
    Danke für deine Nachricht.
    Du hast vollkommen recht.

    Beim Chef war ich schon und er findet das Verhaltem seines Mitarbeiters auch als sehr fragwürdig. Ich werde jetzt nur noch mit den anderen Anästhesisten zusammenarbeiten und darüber bin ich wirklich glücklich.

    Gerade als junge Studentin ist es für mich schwierig so einem Arzt selbstbewusst gegenüber zu treten und ihm die Meinung zu sagen. Ich stehe dann da mit zittriger Stimme und mir schießen vor Wut/Enttäuschung/Ärger auch schnell die Tränen in die Augen. Ich muss da noch viel Übung darin bekommen, aber sehe es optimistisch, dass ich irgendwann für solche Situationen gewappnet bin und selbstsicher auftrete.



  2. #12
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    Zitat Zitat von Paradoc Beitrag anzeigen
    Hui, das klingt ja wirklich übel! Tut mir echt leid, dass du so eine Erfahrung machen musstest. Leider begegnet man solchen Charakteren wie dem von dir beschriebenen Exemplar immer mal wieder, auch wenn das in dieser Form zum Glück doch eher die Ausnahme ist. Der Arzt scheint den Sinn einer Famulatur völlig missverstanden zu haben - es sollte keine Prüfungsathmosphäre herrschen, sondern die Studierenden sollten in ihrem Interesse und ihren Fähigkeiten an dem jeweiligen Fachgebiet bestärkt und gefördert werden. Natürlich dürfen Fragen gestellt werden - einerseits um auszuloten, welche Aufgaben entsprechend dem Ausbildungsstand zumutbar und vertretbar sind, vor allem aber, um positive Anreize zu schaffen, das Wissen in bestimmten Bereichen weiter zu vervollständigen. Dich dabei ins Lächerliche zu ziehen, ist absolut unfair und kontraproduktiv. Du darfst zum jetztigen Zeitpunkt soviel nicht wissen, wie du möchtest. Auch die geäußerte Einschätzung, dass du für den Beruf nicht geeignet seiest, ist wirklich anmaßend. Wenn er das für sich denkt, bitte schön - dir ein derartiges Feedback zu geben ist aber nicht seine Aufgabe und geht mit keinem Gewinn einher (außer vielleicht, dass er sich vor dem Team dabei sehr toll fühlt, wobei ich nicht glaube, dass das Team diese Sichtweise teilt).

    So wie du die Situation beschreibst, hast du alles getan, um für eine Klärung zu sorgen - ihm war dabei aber sein Rechthaben wichtiger. Solche Personen sind wirklich eine "Bereicherung" für jedes Team und sollten sich eigentlich mal fragen, wer hier ungeeignet ist. Ich kann dir nur raten, dich nicht entmutigen zu lassen und dich trotz dieses Vorfalls auf die nächste Famulatur zu freuen, die dir dann hoffentlich, wie auch die positive Zusammenarbeit mit den anderen Ärzten, bestätigt, dass solche Erfahrungen zwar vorkommen können, aber nicht die Regel sind und du mit Spaß und Motivation deine Praktikumstage verbringst.

    Alles Gute!

    Vielen Dank für deine Antwort!

    Ich sehe den Sinn einer Famulatur auch darin, dass der Wissensstand des Studenten durch den Arzt erweitert werden sollte und dass man nicht erwarten kann, dass ein Student bereits schon alles weiß, wie ein Arzt kurz vor seiner Facharztprüfung.

    Gegen Fragen an mich hab ich nichts einzuwenden - auch die anderen Ärzte fragen mich was, entweder ich kann es beantworten und sie knüpfen an dem an oder ich kann es nicht beantworten und sie erklären es mir. So stelle ich es mir im Normalfall auch vor.

    Entmutigen lassen tu ich mich auf keinen Fall, sicherlich bin ich verletzt und lieg momentan noch am Boden, aber ich kämpfe mich schon zurück! Ich habe durch andere Ärzte und auch in meiner letzten Famulatur öfters Lob bekommen und das zählt letztendlich.
    Traurig, dass ein solch erfahrener Arzt, der sicherlich auch schon Rückschläge in seiner beruflichen Laufbahn hatte (wie jeder Mensch) so unsensibel ist und kein Verständnis für Schwäche/Fehler hat.



  3. #13
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    Zitat Zitat von throni Beitrag anzeigen
    Du musst dir vor allem klarmachen, dass das Verhalten solcher Menschen nichts aber auch gar nichts mit dir selber zu tun hat. Da geht es entweder um den projektiven Abbau persönlicher Frustration oder, tieferliegend, um die narzisstische Stabilisierung eines zu geringen Selbstwertgefühls. Vor allem als "kleiner" Famulant wird eine direkte Konfrontation mit solchen Individuen nichts bringen. Ansonsten wurde hier ja schon viel geschrieben. Du wirkst in deinem Schreiben verständlicherweise verunsichert, aber das ist eigentlich nicht nötig.
    Danke für deine Worte.
    Ich denke auch, dass der Arzt ziemliche Probleme mit sich selbst hat, anders kann ich es mir nicht erklären.
    Ich habe es anfangs wirklich persönlich genommen, aber nach all den Nachrichten hier, denke ich auch, dass es nicht an mir liegt.



  4. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Als Famulus musst du eigentlich gar nix wissen bei solchen Fragerunden.
    Hm.. also ich erwarte von einem Famulanten schon so grob, dass er zumindest mal kurz in ein Buch über mein Fachgebiet reingeguckt hat, bevor er bei meinen Patienten intubieren, Arterie legen und sonstwas machen will. Nun aber zurück zum Thema

    @ passerdomesticus:
    Damit du an dieser blöden Situation ggf. wachsen kannst:
    Wenn Kritik kommt, muss man sich immer Folgendes fragen:
    1) Ist die Kritik angebracht und sinnvoll?
    2) Von wem kommt sie?
    3) In welcher Absicht wurde sie geäußert?
    4) Ist sie konstruktiv? Hilft sie mir, in dem was ich tue/denke/wie ich agiere, besser zu werden?
    [5) Sind Ort und Zeit passend, an dem sie geäußert wurde?]

    In deinem Fall (so wie du ihn schilderst):
    1) Scheinbar nicht.
    2) Hier ist die Schwierigkeit, der du dich gegenüber gesehen hast. Als Famulant besteht ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Daraus hat sich das Problem ergeben, dass du nicht sagen konntest: "Sie blöder Arsch, ich glaube, Sie haben den Schuss nicht gehört." Du hast dich der Situation dann entzogen und es bestmöglich professionell gelöst.
    3) Offenbar nicht, damit du besser wirst, sondern nur, damit er auf jemandem rumhacken kann.
    4) Überhaupt nicht.
    [5) War überhaupt nicht der Fall. Man sollte Kritik niemals vor "versammelter Mannschaft" derart äußern.]
    In der Regel kann man sich - wenn wenigstens einer dieser Punkte ungefällig beantwortet wird - auf Schulterzucken, Durchzug oder Gegenangriff einstellen.

    Wenn mein Chef mir zum Beispiel in einer ruhigen Minute erklärt, dass ich vielleicht besser so und so intubieren sollte, weil ich immer mindestens zwei Zähne ausheble, wenn ich intubiere, ist das angebrachte und konstruktive Kritik von einem mir Vorgesetzten, der es mutmaßlich besser kann als ich/von dem ich was lernen kann; die Kritik sollte ich annehmen und versuchen sie umzusetzen. Und wertschätzend nehme ich zur Kenntnis, dass er es respektvoll getan hat.
    Wenn mich hingegen der dermatologische Assistenzarzt im ersten Monat vor versammelter Mannschaft anblökt, dass er viel besser intubieren kann als ich, lache ich ihn aus oder hau ihm einen blöden Spruch um die Ohren ;D
    I can't fix stupid but I can sedate it.



  5. #15
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    @Rettungshase: Solch hochtrabende Anforderungen hab ich mir irgendwann abgewöhnt Mir reichte, wenn die Famulanten die grobe Augenanatomie drauf hatten
    Nee, Spaß beiseite: Die Art, wie hier abgefragt wurde, erinnert mich schon eher an eine Prüfung. Das hat nichts damit zu tun, dass man den Famulus vor Durchführung einer Tätigkeit fragt, was genau er da nun tun will und was er beachten muss. Bei derartigen Prüfungsrunden muss ein Famulant nichts wissen. Solche Befragungen sind aber auch unangebracht. Dass ein Famulus zumindest mal wissen sollte, wo beim Tubus vorn und hinten ist oder wie eine Spaltlampe aussieht, ist ja klar
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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