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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Diamanten Mitglied
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    Hallo zusammen,

    während der Weiterbildung ist man ja häufig mit der Situation konfrontiert, dass man viele Sachen zum ersten Mal macht, sich in unbekannten Situationen wiederfindet in denen man (zumindest initial) eigenständig und häufig intuitiv Entscheidungen fällen muss und leider auch die Ansprechbarkeit eines zuständigen Fach-/Oberarztes nicht immer gewährleistet ist.
    Trotzdem hört man leider immer wieder, dass sich im Falle von Fehlentscheidungen weder von Seiten der Klinik noch oberärztlicherseits hinter den Assistenzarzt gestellt wird.
    Sind das lediglich Horrorgeschichten, oder wie sind eure Erfahrungen? Kennt ihr Fälle in denen der Assi juristische Konsequenzen zu tragen hatte? Ich kenne tatsächlich bislang keine und würde gerne mal wissen wie häufig sowas tatsächlich passiert.
    (*natürlich habe ich nicht vor wissentlich Fehlentscheidungen zu treffen)



  2. #2
    wieder an Bord :-) Avatar von Muriel
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    Aus den Erzählungen meiner ehemaligen Kollegen aus der Klinik kenne ich einen alten Fall, bei dem eine AiPlerin damals im Dienst einen Patienten hatte, bei dem sie sich bzgl. des Netzhautbefundes unsicher war. Sie informierte den OA, der aber nicht reinkommen wollte. Die junge Kollegin klärte den Patienten dahingehend auf, dass sie eine vernünftige Abklärung für wichtig erachte und ihm dringend rate, sich woanders vorzustellen, da sie den OA nicht Dazu bekam, reinzukommen. Der Patient folgte diesem Ratschlag nicht, stellte sich einige Tage später woanders erst vor und hatte eine Ablatio. Er verklagte daraufhin den OA, die AiPlerin hing aber dennoch mit drin und hatte ein Verfahren am laufen. Ob mangelnde Dokumentation ihrerseits das Problem war oder was, das kann ich nicht sagen.



  3. #3
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Bauschamane
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    Es ist wohl sehr selten. Als Assistenzarzt sicherst du dich ja in der Regel ab- Anruf beim OA, lieber doch etwas mehr Diagnostik etc. So wird man ja auch sozialisiert. Und dann ist es noch ganz gut, dass Patienten nicht soo schnell kaputt gehen. Und dann müssten sie auch erstmal klagen.
    Ein Kunstfehler ist übrigens nicht gleichbedeutend mit "Approbation weg".

    Wichtig ist immer Dokumentation. Auch was die Weigerung von Hintergründen, rein zu kommen, angeht. Dokumentation des Versuchs anderweitig Hilfe zu bekommen. Möglichst mit den genauen Worten uns genauer Uhrzeit. Bedenken gegen oberärztliche Anordnungen möglichst genau dokumentieren. Nicht einfach umsetzen, wenn jedem klar sein muss, dass das nicht in Ordnung sein kann.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  4. #4
    off-label use Avatar von erdbeertoertchen
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    zwischen Lego und erwachsen werden
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    2.544
    https://www.spiegel.de/lebenundlerne...-a-914839.html
    es gibt den Fall eines PJlers, der Saft in die Vene eines Kleinkindes gespritz hat. Das Kind starb. Nur er wurde verurteilt. Ein Organisationsverschulden seitens der Klinik wurde nicht verfolgt



  5. #5
    The Dark Enemy Avatar von morgoth
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    28.08.2003
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    FA/OA
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    1.295
    Äußerst tragische Geschichte.
    Nüchtern gelesen, denkt sich natürlich jeder "Naja, wer einfach so unbeschriftete Spritzen injiziert, dem ist auch nicht mehr zu helfen" (richtiger Patient? richtige Dosierung? richtiges Präparat? Kontraindikation? Aufklärung? …)
    Auf der anderen Seite kommen diese oder ähnliche Situationen wahrscheinlich hunderte Male täglich in Krankenhäusern vor und gehen zu "fast" 100% gut/richtig aus.
    Aber da krankt(e) das Medizinstudium ja schon daran, lieber 6 Querschnittsbereiche zum Thema Statistik, Tropenmedizin und spezielle Pathologie; aber mal ordentlich über Krankenhausalltag/Fehler lernt man ja nur vom Hörensagen.



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