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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Zackeninterpret
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    @ hebdo: Naja, auf einer kardiologischen Intensiv haste genug zu schallen, keine Sorge, das geht deutlich über Basiskenntnisse hinaus. Allerdings hatte ich mich in meinem Post auch darauf bezogen, die viele schichtfreie Zeit auf Intensiv zur Verbesserung der Schallkenntnisse zu nutzen. Ich bin damals oft nach Frühschichtende oder halt vor der Spätschicht 1-2h in die Funktion gegangen und da kriegste erstens genug Supervision und zweitens, zumindest an nem Maximalversorger, genug zu schallen, um sich wirklich fundierte Grundkenntnisse anzulernen.
    Was den Post von ChillenMitBazillen betrifft, sehe ich das übrigens genauso wie Du @hebdo, niemand kann in 60 Monaten den gesamten Katalog der Inneren suffizient erlernen und abarbeiten, das klingt mir schwer nach urban legend. Zumal ich dabei bleibe, in 15 Jahren noch nie jemanden gesehen zu haben, der alle Zahlen seines FA Katalog vollständig alleine erfüllt hat.
    "Ich habe mein halbes Vermögen für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, die andere Hälfte habe ich verprasst." ( George Best )



  2. #17
    Feddich ;)
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    Zitat Zitat von hebdo Beitrag anzeigen
    @ ChillenMitBazillen
    Darf ich fragen, wie lange deine Frau zum FA gebraucht hat? Ich will dir nicht zu nahe treten aber es hört sich für mich ehrlich gesagt unrealsistisch an, dass deine Frau alle 100xGastros , 100xKolo, 25 Brochos gemacht hat und gleichzeitig in Echo, Sono, Schilddrüse und Duplexsonografie ausgebildet wurde. Geschweige denn von dem ganzen Kleinkram wie Ergometrien, LZ-EKG, Diabetikerschulungen ..... Dabei dann noch ITS, ZNA und sonstige Rotationen durchlaufen hat. Und das alls in 60 Monaten?!?!!
    Natürlich kann man danach nicht alles perfekt. Sie hat ihre Intensivzeit auf einer Mini-ICU verbracht und nicht wirklich Ahnung von Intensivmedizin, so sind auch die Bronchos gemäß FA-Katalog "Mitwirkung bei". Sie hat ein knappes Jahr länger gebraucht, am Ende der WB war sie in einer Klinik, die am Fließband endoskopiert und sonografiert hat. Für Echos hat sie in ihrer Freizeit bei den Kardiologen hospitiert.

    Interessant fand ich, dass die Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin meines Wissens die einzige Fachgesellschaft war, die sich im Rahmen der Weiterbildungsreform gegen eine Erhöhung der quantitativen Weiterbildungsanforderungen ausgesprochen hat. In der Inneren Medizin gab es da wohl durchaus Stimmen für eine Erhöhung der geforderten Zahlen. Da die bislang geforderten Zahlen ja schon kaum zu schaffen sind, ist ja völlig klar, was die Motivation hinter dieser Forderung ist: billige Arbeitskräfte binden.



  3. #18
    Registrierter Benutzer
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    85
    Ich weiß nicht was ich schlimmer finde, dass man nicht richtig ausgebildet wird oder dass man sich in seiner Freizeit ausbilden darf. Es ist ja nicht so als stünde uns Ausbildung neben dem Gehalt nicht als Gegenleistung für unsere Arbeit zu uns als seien wir nicht alle erst mal "Ärzte in Weiterbildung". Also ich finde nicht dass man viel Freizeit hat neben Intensiv, Überstunden und Wochenenden schlauchen mich ganz schön, hatte in März 4 Tage frei, in Mai 5 und bin auch an keinem anderen Tag pünktlich nach Hause gegangen oder so. Naja wahrscheinlich braucht man als Arzt/Ärztin einfach grenzenlose Energie und ich bin im falschen Beruf.



  4. #19
    Registrierter Benutzer
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    170
    Naja, was heißt denn Basiskenntnisse im Echo: LVF und die Aorten- und Mitralklappe beurteilen. Aber ohne Supervision die richtigen Schnitte und Messpunkte setzen? Also wir bekommen aus kleineren Häusern ständig Patienten mit einfach falschen Sono-Diagnosen.

    Diese Legenden von den Oberärzten, die sich alles selbst beigebracht haben kenne ich. "Da habe ich mir das Sono geschnappt und die ganze Station durchgeschallt"

    In so einer durchökonomisierten Krankenhauswelt zählen doch nur die Fallzahlen. Da ist kein Platz für mal durchschallen. Ich habe es in 12 Monaten Intensivzeit nicht geschaft mal so eben 1-2h länger zu bleiben/ früher zu kommen und zu schallen. Nach der Übergabe war ich froh nicht noch den zweiten Schockraum versorgen zu müssen sondern nach 2 Überstunden ohne Mittagessen nach Hause zu kriechen. Das ist die Realität in 2 versch. Maximalversorgern, die ich erlebt habe.

    Und an den Verlegungen aus peripheren Häusern kann ich auch kein Ausbildung der Behandler erkennen.

    Da spricht leider etwas Frust aus mir. Ich hoffe es läuft irgendwo andersy aber erlebt und aus erster Quelle gehört habe ich es noch nicht.



  5. #20
    Registrierter Benutzer
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    08.10.2012
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    65
    Nun muss ich doch mal auch von positiveren Seiten berichten...

    Bei mir "damals" - kleine, rein internistische Klinik in Oberbayern - kam man recht gut auf seine Zahlen. Feste Rotation ins Sono für 3 Monate und anschließend immer wieder wochenweise. Bei Fragen kommt Oberarzt oder erfahrener Kollege vorbei. Bronchoskopien regelmäßig bei intubierten Patienten. Nach der ganzen Ausbildung mit ITS und Sono wurde man dann in der Endo eingeplant (allerdings nicht fest, sondern nebenbei von der Station aus) und konnte dort dann auch endoskopieren lernen. Auf sämtliche Zahlen bin ich gekommen, ohne in meiner Freizeit an die Klinik zu kommen. Die "normalen" Überstunden sind natürlich angefallen, aber ich bin nicht extra wegen Sono-Untersuchungen länger geblieben. WB-Zeit waren 5 Jahre.
    Es geht also auch anders - zum Glück! Wobei... sowas sollte eigentlich nicht "Glück" sein, sondern der Standard!!



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