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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo liebe Community,

    Medizin studieren - seit ich klein bin ein Traum von mir der vergangenes Jahr auch durch den MedAT Wirklichkeit wurde.
    Jetzt bin ich im zweiten Semester und wo stehe ich? Kurz davor das Studium hinzuschmeißen.

    Das erste Semester war für mich der blanke Horror. Nicht auf das Studium direkt bezogen, sondern privat. Ich hatte schon immer leichte Anzeichen von Depressionen und Selbsthass, aber vor allem im ersten Semester waren diese Probleme sehr stark ausgeprägt.

    Das hat dazu geführt, dass ich zu so gut wie keiner Vorlesung gegangen bin, den ganzen Tag daheim in Bett gelegen bin und die Decke angestarrt habe (und nicht selten auch geweint).

    Das Ende vom Lied, ich habe bis jetzt keine einzige Prüfung bestanden (bin durch eine Anatomieprüfung gefallen, zu allen anderen Prüfungen bin ich nichtmal hingegangen).


    Mittlerweile habe ich mich einigermaßen gefangen, lerne auch wie eine Verrückte aber ich habe zeitweise so Panikattacken weil ich nicht weiß wie ich das ganze Studium schaffen soll. Wofür andere eine Woche brauchen, muss ich gefühlt die dreifache Zeit lernen (auch wenn es wirklich interessant ist). Mittlerweile habe ich das Gefühl zu dumm für dieses Studium zu sein.


    Am schlimmsten sind die mündlichen Anatomietestate. Selbst wenn ich mich sehr gut darauf vorbereite, schaffe ich es meist nur haarscharf durchzukommen (weil unsere Profs. sehr unterschiedlich genau fragen, ist das oft reine glückssache wen ich bekomme). Mittlerweile kann ich vor den mündlichen Testaten tagelang nicht mehr schlafen.


    Meine Frage: soll ich das Studium abbrechen, weil ich schon so hinterherhänge? Oder mich voll reinknien und das Aufholen?

    Wie kann ich es lernen dass es mir egal ist ob ich eine Prüfung schaffe oder nicht und es nicht der Weltuntergang ist wenn ich durchfalle?

    Wie geht ihr mit dem Wissen um, Jahr für Jahr immer nur am Schreibtisch und beim lernen zu sitzen?



  2. #2
    little red riding bitch Avatar von agouti_lilac
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    Das klingt nach einer Depression, ohne eine Ferndiagnose stellen zu wollen.
    Geh zur psychologischen Studentenberatung und lasse dich beraten, auch hinsichtlich eines Freisemesters. Ebenso solltest du zu deinem Hausarzt gehen.

    Du bist nicht zu dumm!
    Calvin: “It's psychosomatic. You need a lobotomy. I'll get a saw.”



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Also erstmal tief durchatmen.
    Das wichtigste ist, dass du erstmal wieder einen klaren Kopf bekommst und weniger verkrampft an das Studium rangehen kannst. Schaue, dass du psychisch wieder belastbarer wirst, dann kannst du gestärkt einen neuen Start wagen.

    Du brauchst ganz dringend eine Strategie. Mach doch mal einen Termin bei eurem Studiengangsberater und teile dir die Veranstaltungen auf mehrere Semester auf. Du hast einen Studienplatz und damit die allergrößte Hürde schon überwunden, vergiss das nicht.

    Such dir Freunde in deinem Semester, die dich ein bisschen mitziehen und mach dich nicht verrückt. Gefühlt lernt jeder mehr, weiß alles besser und genauer und man selbst kämpft schon mit den Grundlagen, - das Gefühl täuscht. Jeder kämpft sich durch, auch die 1.0er Abiturienten kommen an ihre Grenzen und auch diejenigen mit Ausbildung können sich von dieser oft nicht viel kaufen. Denk einfach an dich selbst.

    Ich persönlich bereite mich auf Prüfungen so gut, wie ich es kann, vor. Am Tag der Prüfung habe ich mir dann nichts vorzuwerfen und versuche mein bestes zu geben. Bisher hat es bei mir tatsächlich immer gereicht, eine Kommilitonin von mir, die sich ebenfalls sehr gewissenhaft vorbereitet und immer ein unfassbar großes Wissen mitbringt, ist letztes Semester durch eine Anatomie-Prüfung gefallen. Das war der Moment, in dem mir klar wurde: egal wieviel man investiert, man kann keine Gewissheit haben. Es kann immer schief gehen, daraus kann man aber etwas lernen und sich das nächste Mal besser vorbereiten.

    Für mündliche Prüfungen habe ich gerne mit zwei Kommilitoninnen zusammen mit Karteikarten gelernt. Ich habe die Smartmedix gekauft und bin damit auch sehr zufrieden, vielleicht fährst du mal in die Buchhandlung und schaust, was bei euch da so rumsteht

    Ich wünsch dir alles gute. Du packst das schon.



  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Vielen Dank für die rasche Antwort!
    Ja ich denke auch, dass es in Richtung einer Depression geht. Der Termin bei der psychologischen Studentenberatung steht, dauert aber leider noch gut einen Monat



  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Auch dir vielen Dank für die Antwort.

    Mein Problem ist vor allem das ich mittlerweile sogar bevor ich mit dem lernen beginne zumache und fast wie Panik bekomme.
    Das heißt einfach mal hinsetzen und lernen geht mittlerweile gar nicht mehr, weil ich so Angst vor diesen verdammten Anatomietestaten habe.

    Die Professoren machen (sofern man etwas nicht weiß, was durchaus leicht vorkommt da jeder Prof etwas anderes hören möchte, dass man teilweise gar nicht als Stoff hatte) einen richtig fertig und alle anderen hören dabei zu. Letztens hat mir der Prof. vor allen anderen an den Kopf geworfen, ich solle doch nochmal überlegen, nicht doch eine Ausbildung statt eines Studiums zu machen, wenn ich nichtmal diese Frage beantworten kann (eine Frage zur Mechanik der Gelenke - ich tu mir da einfach schwer).

    Auch wenn ich es zu Hause kann, sobald ich mündlich gefragt werde und kurz überlege, bekomme ich mittlerweile echt Panik.

    Ja es stimmt du hast recht, auch wenn man ausreichend lernt gehört ein bisschen Glück wohl mit dazu.


    Das mit den Freunden ist auch so eine Sache die mir mittlerweile richtig zu schaffen macht. Ich bin nun fast am Ende vom zweiten Semester und habe niemanden!! gefunden den ich annähernd als Freund betrachten würde. Ich bin immer wieder auf Leute zugegangen habe mit ihnen geredet und dachte daraus könnte sich was entwickeln, aber am nächsten Tag trifft man sich und wird nichtmal mehr begrüßt. Das heißt ich sitze auch in den Vorlesungen alleine, habe niemanden mit dem ich abends weggehen kann.
    Es hat immer geheißen, im Studium findet jeder Gleichgesinnte, aber ich fühle mich wie eine Aussetzige und weiß nicht was an mir so schlimm ist, dass wirklich niemand etwas mit mir zu tun haben möchte. Teilweise lachen mich die anderen aus (und nein das bilde ich mir nicht ein, habe deutlich gehört wie sie über meine Nase hergezogen haben, ja die ist extrem groß und auch ohne dumme Kommentare von außen hab ich damit schon zu kämpfen).


    Entschuldige die lange Antwort, ich glaub ich musste es einfach mal loswerden



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