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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
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    "Ich hatte vor 3 Wochen Risikokontakte (5) und bin die ganze Zeit am durchdrehen."

    --> Hirn anschalten vorm rum...... wäre halt eine Idee so generell fürs Leben? Oder noch nie was von Geschlechtskrankheiten gehört? Ich meine soll jeder Jeck machen wie er will, aber so ein gewisses Risikobewusstsein gehört auch dazu.
    Würde sagen Du bist tatsächlich "die ganze Zeit am durchdrehen" xD

    "Das schlimme ist das Warten."
    --> Ne, das schlimme ist HIV zu haben. Oder meinst Du warten, weil Du jetzt - das sei Dir dann lobend angerechnet! - bei Unklarheit über mögliche Geschlechtskrankheiten mal aussetzen musst mit den Sexorgien? Dafür bekommst Du von mir kein großes Beileid sorry
    --> Du kannst zu jedem Zeitpunkt Deines Lebens - das ja etwas "bewegter" zu sein scheint - Dir was einfangen (auch HIV) und es kann relativ lange ohne Symptomatik bleiben. Also ganz sachlich betrachtet ist dieses Durchdrehen beim Warten Quatsch.

    "Also ich habe vor Medizin zu studieren und ich denke mit HIV kann ich das vergessen, oder ?"

    Zitat Zitat von Coxy-Baby Beitrag anzeigen
    Welche Karriere? Die „hinter dem Horizont eventuell Karriere“ da du ja noch nicht einmal angefangen hast zu studieren?

    Mach den Test falls du dann wirklich positiv sein solltest kannst du dir dann Strategien überlegen, aber so finde ich das hier nahezu sinnfrei.... nur so aus Interesse, 5 Risikokontakte? Barebackparty im Darkroom?
    Vielen Dank für diesen Kommentar! xD

    "In vielen Gesundheitsberufen wird im Rahmen der Einstellungsuntersuchungen ein HIV-Test durchgeführt – das diskriminiert Menschen mit HIV."

    --> Ja, die gehören auch "diskriminiert". Aber nicht im Sinne von abgewertet, sondern im Sinne von "getrennt" betrachtet.
    Das dient dem Wohl der Gesellschaft. So wie man Leute mit HCV auch nicht an die gleiche Dialysemaschine macht wie Leute ohne. Ist ja auch diskriminierend.
    Ganz im Ernst: In den meisten Kliniken wird es nicht abgefragt. Wenn Du in Risikobereichen arbeitest, wo Du ggf. Patienten dadurch gefährdest, dann gehörst Du da auch nicht hin. Das ist so wie auf einer Onkologischen Station oder auf einer Station mit stark immunsup. Pat. (Nach Transplantat z.B.), da sollte eben auch keiner rumlaufen der eine offene Tuberkulose hat. Oder ne Grippe.
    Wenn ich also Dauergrippe habe, ist es ne doofe Idee Organempfänger dauerhaft zu betreuen.
    Ist das diskriminierend? Klar. Aber nicht abwertend diskriminierend, sondern sinnvoll diskriminierend. (Im ursprünglich sprachlichen Gebrauch des Wortes! Mir ist klar, dass Du das negativ konnotierte meinst, aber man muss eben auch überlegen wo das Wort herkommt eigentlich).

    --> Die meisten Arztberufe (und v.a. das Studium) kann man als HIV-positiver probemlos absolvieren/ausüben.
    Man sollte seinen Pat. zur Liebe vielleicht die Vorschriften tatsächlich einhalten, nicht so wie manch ein Kollege das so macht.
    Also von daher Entwarnung. Aber wenn Du hirnlos durch die Gegend vögelst, dann riskierst Du halt andere Sachen als ein hypothetisches Medizinstudium. Ich hoffe Du kommst nochmal mit einem Schrecken davon und lernst was daraus.
    Auch übermäßiger Drogenkonsum und Alkoholgenuss und so weiter können Dir Dein Leben versauen, also vielleicht auch wenn Du in Berlin wohnst nicht ganz so viel konsumieren. Gratis Tipp quasi, denn das mit dem STD-Risiko scheint Dir ja auch keiner erklärt zu haben.

    Sorry, das klingt jetzt so hart, aber ganz ehrlich, sowas regt mich auf. Einfach mal auf alles scheißen und cool sein und abspacken und dann wenn mal was ist, dann dreht man durch.


    Und jetzt mal ein Wort zum Medizinstudium und zum Arztsein.
    Mit Deiner Einstellung - und hier geht es mir nicht um Orgien oder pot. Drogen nehmen, das trifft weiß Gott auf genügend Ärzte zu! vermutlich gehen auch mehr als genug davon sorglos bis fahrlässig mit ihrem Körper um - solltest Du Dir das generell nochmal überlegen.
    Du studierst noch nicht einmal Medizin, sondern es steht so auf der vielleicht Liste, und drehst schon so am Rad und das alles BEVOR Du überhaupt Testergebnisse hast!
    Wie soll das denn laufen, wenn das Warten das schlimmste ist in Deinem Leben? Was meinst Du wie schlimm das Warten auf Klausurergebnisse wird. Oder das Warten auf manch anderes was in diesem Job noch auf Dich zukommen kann. Wenn Du da jedes Mal durchdrehst wenn mal was ist, dann will ich nicht Dein Kollege sein. Ein ganz kleines bisschen Gesammeltheit gehört dazu. V.a. vorm Patienten.

    Zum Test:
    PCR kann man machen, aber wenn Du bei einem HIV-Arzt warst, gehe ich davon aus, dass er das Risiko eingeschätzt hat und die Sinnhaftigkeit davon. Wenn die PCR negativ ist, weil noch nicht genügend Kopien vom Virus bei Dir rumschwimmen, sagt das wenig aus. Und nach so kurzer Zeit ist die Chance da nicht gering.
    Dann machst Du also ein paar Wochen später trotzdem nochmal den Suchtest! Und wenn Du Glück hast, dann ist der nicht falsch negativ. Denn ab negativ wird die weitere Suche abgebrochen und bei weiterhin bestehendem Verdacht kann man das Ganze dann wiederholen. Also wenn Du nen schönen Mundpilz entwickelst z.B. Oder dauerkrank bist.
    Wenn der Suchtest positiv ausfallen sollte!!! Dann wird der Bestätigungstest nachgezogen. Und der alleine ist ausschlaggebend! Wenn der dann negativ ist, dann ist es negativ. (Bei weiterhin bestehendem Verdacht kann im weiteren Verlauf wiederholt werden...).
    Wenn der positiv ist, dann wird eine zweite Probe untersucht um Verwechslungen oder falsch positive Ergebnisse auszuschließen.
    Im Großteil der Fälle ist es dann wirklich positiv und wird eben nochmal bestätigt von der zweiten Probe.

    Mein Tipp ist ja ähnlich wie der von Deinem Spezialisten, Du wirst nichts haben. Und machst Dich - und vermutlich andere - verrückt wegen nichts. Falsche Einstellung für den Beruf m.M.n.
    Richtig ist, dass Du ein Risiko hast und durch Dein sorgloses Treiben dieses nochmal vervielfacht hast. Vollkommen korrekt, dass Du Dir also Gedanken machst und das möchte ich an dieser Stelle nach so vielen harschen Worten auch einmal lobend erwähnen. Denn es gibt genügend Deppen, denen ist das alles komplett egal. Selbst wenn sie positiv sind.

    Also versteh mich bitte nicht falsch, ich kann mich auch noch an wildere Zeiten erinnern, wo das Gehirn schonmal ausschaltet, aber ungeschützen Verkehr mit wildfremden Leuten... (mit FÜNF wildfremden Leuten!) ... das klingt halt einfach schon nach ner saudoofen Idee! (FÜNF wildfremde schwule Leute machen das statistisch sogar noch zu einer dooferen Idee).
    Das muss einem doch klar sein!

    Dass Du ein bisschen Panik hast, weil Du vielleicht HIV haben könntest, das verstehe ich auch! Würde mir nicht anders gehen!
    ABER ein wegen eines möglichen Medizinstudiums Panik zu bekommen, das auch nur eventuell eingeschränkt werden könnte durch HIV... das ist einfach zu viel des Guten.
    Ich weiß nicht ob Du Dir einen großen Gefallen mit diesem Beruf tust. Stell Dir mal vor Du hast es, und dann könntest Du vielleicht einen Patienten anstecken in einer Situation. Dann drehst Du doch auch durch. Oder Du hast mal eine Nadelstichverletzung und musst auch ein paar Minütchen warten ob Du jetzt was hast oder nicht. Da drehst Du doch auch durch.

    Naja Schlusswort:
    Viel Erfolg, dass Du kein HIV oder was anderes abbekommen hast. Achte in Zukunft besser auf Dich.
    Sollte es Dich in die Medizin verschlagen, auch viel Erfolg und bleib ein bisschen lockerer - nicht zu verwechseln mit nachlässig!
    Alles Gute.



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  2. #22
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Falls mal ein anderer Leser über den Thread stolpert:
    1. es gibt tatsächlich die Möglichkeit der PEP nach Hochrisikokontakten.
    2. Auch als HIV-positiver kann man als Arzt arbeiten. ABER: es kommt auf den Einzelfall an. Nämlich Ansteckungsfähigkeit/Viruslast, Art der Tätigkeit und die eigene Gefährdung.
    3. Ob die Frage im Rahmen eines Einstellungstests gerechtfertigt ist und wahrheitsgemäß beantwortet werden muss ist zur Zeit umstritten, da es sich widersprechende Interessen gibt. Man wird das im Einzelfall sehen müssen.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  3. #23
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
    Mitglied seit
    12.09.2002
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    Beiträge
    30.593
    ...und grundsätzlich empfiehlt sich, dass man vor dem Verkehr mit Risikopersonen (wenn man das denn schon unbedingt braucht) das Hirn einschaltet und entsprechende Schutzmaßnahmen nutzt. Denn HIV ist bei weitem nicht das einzige, was man sich bei ungeschütztem P**** einfangen kann - ob Risikoperson oder nicht.
    Dann erspart man sich das nachträgliche Durchdrehen...
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  4. #24
    Diamanten Mitglied
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    ich glaub hier kann geschlossen werden, oder?



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  5. #25
    Registrierter Benutzer
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    Bevor es geschlossen wird, wollte ich nocheinmal Back to the topic:

    Warum auch immer, kann nun durchaus auch ein Mensch, der im Gesundheitswesen sein Geld verdient, sich mit HIV o.ä. infizieren / eine Neudiagnose bekommen.
    Nach meinem Kenntnisstand gibt es dann kein schwarz-weiß, sondern eine engmaschige arbeitsmedizinische Betreuung, wo das Recht zur freien Berufsausübung gegenüber dem Recht auf Sicherheit des Patienten abgewogen wird. Hier spielt sicherlich die Viruslast eine entscheidene Rolle - man kann bspw. duch double glove o.ä. das Übertragungsrisiko sehr weit minimieren. Aber natürlich scheiden nach heutigen Stand Tätigkeiten mit erheblichen Verletzungsrisiko aus.



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