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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Heyo,

    ich bin AiW in der Anästhesie seit einem Jahr. Ich wollte mal fragen ob andere ähnliche Gedanken und Gefühle haben wie ich und wie sie damit umgehen.

    Ich bin seit je her von Haus aus recht kompetitiv, wobei das immer eine Seite an mir war die ich nicht so gern mochte, weil sie nicht unbedingt das Beste in mir rausholt. Ich bin daher bewusst nicht an die Uniklinik gegangen sondern an ein peripheres (wenn auch großes) Haus, weil ich mir erhofft habe dass dort nicht so ein "Wettkampf" herrscht und ich dachte in der Anästhese schon gar nicht. Mir ist eines der wichtigsten Dinge dass ich ein entspanntes Verhältnis zu Kollegen habe.
    Leider ist es in den letzten Wochen und Monaten mehr und mehr so dass sich mir ständig Gedanken aufdrängen wie "ach jetzt darf der das machen, wieso ich nicht? Hab ich mich letzte Woche zu blöd angestellt? Denken die der ist kompetenter?", was dazu führt dass ich mich mehr von diesen Kollegen, mit denen ich eigentlich auch privat befreundet bin, zurückziehe.
    Das Problem ist dass ich viel zu sehr nach links und rechts schaue und dauernd denke dass ich nicht gut genug bin wenn andere, die den selben Aussbildungsstand wie ich haben, schwieriges Dinge machen dürfen. Bin aber schon der Überzeugung und kriege eigentlich auch kein anderweitiges Feedback als dass ich einen guten Job mache. Insofern würde ich mir wünschen dass ich diese bekloppten Konkurrenzgedanken einfach abschalten könnte, weil sie mich doch ganz schön belasten.

    Geht das anderen auch so? Wenn ja, wie geht ihr damit um?



  2. #2
    Flacharzt
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    Semester:
    jenseits von gut und böse
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    2.640
    Das ist wahrscheinlich normal, dass man sich mit anderen vergleicht. Geht mir auch so. Die Gedanken und Gefühle akzeptieren würde ich vorschlagen.



  3. #3
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Semester:
    Bauschamane
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    14.230
    Ich glaube das ist ein sehr häufiges Problem bei Medizinern. Liegt an der Sozialisation. Bei einigen legt sich das schon im Studium -also die Erkenntnis, dass die Welt nicht untergeht, wenn jemand anderes besser ist oder dass man auch mal irgendwas nicht können muss oder man auch irgendwo mal durchfallen kann. Bei anderen flammt der Konkurrenzdruck um die Zahlen oder "guten" Eingriffe in der Assistenzarztzeit wieder auf.

    Wenn es dich schon einschränkt, ist die Selbstreflektion schonmal wichtig und wenn es nicht besser wird, wäre ein Coaching oder so ne Möglichkeit.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  4. #4
    Diamanten Mitglied Avatar von Colourful
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    Delta Vega
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    Die Gedanken kannst du nicht abschalten, nur akzeptieren und annehmen. Je älter ich werde, desto mehr wird mir aber bewusst, wie unterschiedlich wir alle sind und dass wir auch alle unterschiedliche Stärken haben und auch alle unterschiedlich lange brauchen, um Dinge zu lernen und zu üben. Ich glaube, dass es hilft, sich das öfter mal bewusst zu machen. Gerade wenn es um so etwas geht, gut du kannst halt xyz besser, lernst halt manche Dinge schneller und andere langsamer, das ist eben so. Was mir noch auffällt; es kommt doch in der heutigen Arbeitswelt selten noch darauf an allein alles immer gut und sofort zu können, dafür ist doch das Thema viel zu komplex, es kommt doch viel mehr darauf an gut zusammenzuarbeiten, wissen wo die Stärken des Einzelnen sind und was andere auch vielleicht besser können. Und dann passt es schon, da ist dann auch Konkurrenz fehl am Platz.



  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    22.08.2006
    Beiträge
    38
    Ich würde mal nach den Gründen in deiner eigenen Lerngeschichte suchen. Warum ist es so wichtig besser zu sein, mehr zu können? Warum ist das Nicht-Können so emotional negativ besetzt? Nur mal so als Anregung.



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