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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Kackbratze Beitrag anzeigen
    Man kann kompetitiv in der Anästhesie arbeiten?!?
    Ich hab das auch gelesen und bin aus dem Grinsen noch nicht rausgekommen... kompetitiv... in der Anästhesie... wer es schafft mehr Pausen zu machen, mehr Kaffee zu trinken oder die längeren Überleitungszeiten zu haben
    (sorry, musste mal wieder sein. In letzter Zeit hab ich die Anästhesie mal wieder viel zu stark als Operationsbehinderer wahrgenommen)

    Aber grundsätzlich: ja, man sollte die Augen offen halten. Denn es gibt Leute die, egal ob sie mehr können oder nicht, sich einfach besser präsentieren können, besser mit den Oberen zurecht kommen und mehr gefördert werden. Man sollte sich das Ganze anschauen und klar und deutlich auf die eigene Weiterbildung achten, auf seine Rotationen achten und schauen was andere dürfen usw... Wer das nicht tut, gerät gern mal in eine Mühle des vor sich hin arbeitens auf niedrigem Niveau auf dem man nicht mehr so leicht raus kommt. Ich seh das nicht nur bei Anästhesisten so, auch bei Chirurgen: wer ein Ziel verloren hat bleibt stecken wird nicht mehr besser und alles stagniert. Insofern ist ein gewisses Konkurrenzdenken auch gut. Aber halt nicht zu viel. Und da stimme ich rafiki zu: wenn du darunter leidest, dann liegt es entweder daran dass es in der aktuellen Klinik zu extrem ist (möglich) oder daran dass bei dir was ist (wahrscheinlicher). Die Frage ist halt: glaubst du dass es in einer anderen Klinik sehr viel besser ist? Glaubst du dass du dieses "ich vergleich mich mit anderen und leide darunter" in einer anderen Klinik weniger ist? Wenn nein, dann liegt es bei dir.

    Ich muss sagen, an der Konkurrenz leide ich teilweise auch. Die setzt mir teilweise auch sehr zu. Aber jetzt nicht so wie bei dir. Ich hab kein Problem damit dass andere Leute anders sind und zum Beispiel besser mit dem Chef können. Ich bin viel zu stur als zu schleimen. Wenn der Chef anderer Meinung ist dann sag ich ihm meine Meinung schon und akzeptiere dass er als Chef die Entscheidung trifft. Ist mein Chef jetzt manchmal nicht so begeistert wenn ich ihm sag das sich anderer Meinung bin, aber es hilft ja nichts. Gemacht wird was er sagt. Aber was mir wirklich zusetzt und mich dann auch mal Tage beschäftigt ist ein unkollegiales Verhalten. Wenn Fehler statt direkt unter den Kollegen zu besprechen umherposaunt werden. Oder man hintenrum eine reingewürgt bekommt oder oder oder... Damit komm ich nicht zurecht. Das geht mir sowas von maximal gegen den Strich, das kränkt mich in meinem Selbstverständnis von Kollegialität, das zerstört so maßhaltig mein Vertrauen zum entsprechenden Kollegen. Es gibt da so ein/zwei Kollegen die sind einfach maximal maligne, dass es ganz aus ist. Und mit solchen Leuten auch noch zusammenarbeiten zu müssen finde ich schwierig. Vielleicht sollte ich auch mal Therapie machen. Obwohl ich auch gar nicht weiß ob es so toll ist wenn es einem egal wäre dass die anderen so unkollegial sind.



  2. #12
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen
    Ich hab das auch gelesen und bin aus dem Grinsen noch nicht rausgekommen... kompetitiv... in der Anästhesie... wer es schafft mehr Pausen zu machen, mehr Kaffee zu trinken oder die längeren Überleitungszeiten zu haben
    (sorry, musste mal wieder sein. In letzter Zeit hab ich die Anästhesie mal wieder viel zu stark als Operationsbehinderer wahrgenommen)
    Ich sehe mich da mehr als Operationsermöglicher ;D

    Aber was mir wirklich zusetzt und mich dann auch mal Tage beschäftigt ist ein unkollegiales Verhalten. Wenn Fehler statt direkt unter den Kollegen zu besprechen umherposaunt werden. Oder man hintenrum eine reingewürgt bekommt oder oder oder... Damit komm ich nicht zurecht. Das geht mir sowas von maximal gegen den Strich, das kränkt mich in meinem Selbstverständnis von Kollegialität, das zerstört so maßhaltig mein Vertrauen zum entsprechenden Kollegen.
    So ähnlich geht es mir auch.
    Ich ärgere mich mitunter "über-maßvoll" (maßlos zu sagen wäre übertrieben) über derartige ärztliche Kollegen, aber vielmehr manchmal noch über die Pflege, weil hier die Zusammenarbeit eine andere ist. Wenn die versuchen, einen dumm dastehen zu lassen, insbesondere, weil manche meinen, mit ihrer Erfahrung alles wett machen zu können, geht mir das manchmal so sehr gegen den Strich, dass ich das noch mit nach Hause nehme. Es ist natürlich nicht so, dass ich den ganzen Abend darüber nachgrüble, aber manchmal bin ich eben auch noch Stunden später ein wenig stinkig.
    Da habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, ob ich ein Coaching oder eine wie auch immer geartete Therapie machen könnte, dass ich eben zu dem Punkt komme zu sagen: "Ist mir egal; ich weiß es besser und es interessiert mich nicht, was du dazu zu sagen hast" und es dann einfach hinter mir lasse.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



  3. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von Atya
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    Mir auch

    ich habe das Gefühl dass ich viel was ich im Studium gelernt habe einfach vergessen. Mein Gehirn ist wie ein Sieb, während die anderen viel mehr wissen und ab und zu fragen mich direkt wie würdest du dies und das Krankheitsbild behandeln wollen.

    Ich ärgere mich schon darüber sehr dennach bin ich irgendwie doch ruhig und sage mir ist es egal irgendwann lerne ich das auch im laufe der Zeit!



  4. #14
    Registrierter Benutzer
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    3
    Hey, cool dass so viele antworten!

    Ich denke primär liegt das an mir. Wie gesagt ist das nichts an mir dass ich nicht kenne. Ich hatte ähnliches bereits zeitweise während des Studiums erlebt und das auch schon ausgiebig in mir verarbeitet, aber so richtig kommt man halt nicht aus seiner Haut.

    Ich wills auch nicht dramatisieren, ist jetzt nicht so dass ich deswegen dauernd Trübsal blase oder mich irgendwie unkollegial verhalte, aber ich merk schon dass es das Verhältnis zu Kollegen/eigentlich Freunden manchmal so unterschwellig trübt. Denke auch nicht dass es an den externen Umständen liegt sondern eher meine Wahrnehmung ist. Oder es ist ne Kombi, aber so wäre es sicher an den meisten Klinken.

    Tja und einfach akzeptieren oder versuchen sich die Gedanken und Gefühle zu verkneifen. Sicher irgendwie beides, es sollte nur nicht so viel Einfluss auf das Denken und Handeln haben, dann würde mir das arbeiten sicher mehr Spaß machen. Nur irgendwie leider leichter gesagt als getan. Bin ja aber offensichtlich nicht der einzige und bin froh dass andere ihre Meinung teilen.

    Kompetitives Denken ist ja nichts prinzipiell schlechtes. Besser werden wollen schadet sicher nicht. Ich denke viel hat bei mir auch mit Unsicherheit zu tun - ich bin jetzt aus der "absoluter Anfänger" Phase raus und will gerne schwierigere Eingriffe machen, da ist man vielleicht ganz normal sensibler wenn das noch nicht die Norm ist. Habe die Hoffnung, dass es wie im Studium, weniger wird wenn man seinen Platz in der neuen Umgebung gefunden hat und mehr Routine auch bei schwierigen Dingen hat.

    Meint ihr Konkurrenzdenken ist als Anfänger ausgeprägter? Oder nimmt das eher zu? Habe nicht das Gefühl dass es zwischen meinen Oberärzten groß Kompetition gibt. Ist bei Chirurgen aber sicher anders.

    Und klar ist es auch in der Anästhesie kompetitiv. Gibt Fachärzte die machen dauernd Schockräume oder Aufsicht und andere die sind halt die ganze Zeit in der Augenklinik. Und da habe ich doch schon ganz schön das Gefühl dass es da darauf ankommt wie gut man mit den Oberärzten auskommt.

    Ich würde nicht sagen dass ich mich schlecht präsentiere, aber auf Ellenbogen rausfahren hab ich halt garkein Bock. Ist schon auch ein Grund warum ich, neben dem großen Interesse und Spaß an dem Fach, Anästhesie mache.



  5. #15
    The Cake is a Lie Avatar von Kackbratze
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    05.04.2003
    Ort
    Muryevo
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    Ober-Unarzt
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    Ah, gerade in der Phase der unberechtigten Sicherheit als "Erfahrener". Da sind die jungen Knochen noch voller Unruhe und Tatendrang. Das wird noch werden...



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