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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    Ldr DptoObviousResearch
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    Zitat Zitat von FirebirdUSA Beitrag anzeigen
    Also BD zählt voll als Arbeitszeit zur Berechnung der WAZ, zählt aber in der Regel nicht zu deiner Regelarbeitszeit. Deshalb kann man Minusstunden haben obwohl man mehr als 40h/42h Woche gearbeitet hat. Ohne Opt Out ist die max. WAZ 48h, wobei über 3 Monate gemittelt wird. Urlaub zählt nach Urteil im letzten Jahr(?) wie normaler Arbeitstag und nicht mit 0 ab erreichen des gesetzlichen Urlaubsanspruch (wie früher gerne praktiziert).
    Mit opt out ändert sie die höchst WAZ und der Mittelungszeitraum wird länger.

    Ansonsten ist Autolyse nix hinzuzufügen
    Wobei mangels Opt-Out der faktorisierte Bereitschaftsdienst auch zur regelmäßigen Wochenarbeitszeit zählt. Die Minusstunden trotz Dienst sind nur bei Auszahlung möglich, allerdings nur in den feuchten Träumen der Personalabteilung rechtmäßig. Eine Pflicht zum Nacharbeiten ergibt sich nicht, weil gerade der Arbeitgeber die "Minusstunden" zu verantworten hat.

    Ausgleichszeitraum sind sechs und nicht drei Monate beim Bereitschaftsdienst. Die Tarifverträge modifizieren das entsprechend.
    Das entsprechende [url=https://openjur.de/u/589203.html]Urteil[//url] ist schon von 2012, als die Bezirksregierung die Uni Köln mit einer Untersagungsverfügung "beglückt" hat.
    Wichtigste Regel der Seepiraterie: Keine grauen Schiffe entern.

    "Die übersteigerte Erwartungshaltung ist bei vielen Menschen leider das Einzige, was sie aufs Kreuz legt."



  2. #22
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    Wobei in den Arbeitsverträgen steht, dass BD und RD zusätzlich zur regelmäßigen WAZ zu leisten sind. Insofern hätte ich ein "Nacharbeiten" für durchaus zulässig erachtet sofern der BD/RD ausgezahlt wird. Las mich da aber gerne korrigieren.



  3. #23
    Ldr DptoObviousResearch
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    Das kann der Arbeitgeber da zwar reinschreiben, allerdings widerspricht es dem Tarifvertrag. Das es keine Unterscheidung geben kann ergibt sich aus § 7 XI 1 TV-Ärzte, weil die Höchstarbeitszeit da durch § 3 1 ArbZG geregelt ist, wenn Opt-Out nicht greift.

    Für die Vergütungsseite gilt nach ständiger Rechtsprechung, dass es eine Obliegenheit des Arbeitgebers ist den Arbeitnehmer unter Beachtung der gesetzlichen Höchstgrenzen so einzuteilen, dass dieser seiner Zeitschuld nachkommen kann. Gestaltet es der Arbeitgeber gezielt anders, dann geht das zu seinen Lasten als Annahmeverzugslohn (EzA BGB 2002 § 615 Nr. 27 Rn 26).
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  4. #24
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von Autolyse Beitrag anzeigen
    Für die Vergütungsseite gilt nach ständiger Rechtsprechung, dass es eine Obliegenheit des Arbeitgebers ist den Arbeitnehmer unter Beachtung der gesetzlichen Höchstgrenzen so einzuteilen, dass dieser seiner Zeitschuld nachkommen kann. Gestaltet es der Arbeitgeber gezielt anders, dann geht das zu seinen Lasten als Annahmeverzugslohn (EzA BGB 2002 § 615 Nr. 27 Rn 26).

    Auf dem Papier ist es in der Tat so, daß der AG dafür Sorge zu tragen hat, daß keine Minusstunden auflaufen. Einfach mal probieren, sich mit dieser Begründung von den Diensten befreien zu lassen

    Da facto ist es ja so, daß man ja auch an Tagen Dienst hat, wo kein FZA greift (samstags z.B.) und sich das dann kompensiert. Bei mir war es z.B. so, daß pro Dienst unter der Woche vier Minusstunden aufliefen, für den Samstag wurden acht Plusstunden gutgeschrieben, d.h zwei Dienste unter der Woche plus ein Tag am WE kommt genau auf Null raus. Toll für den AG, weil er zu den Nachtdiensten noch das WE zum Nulltarif abgedeckt bekommt
    Bei AG, bei denen die Überstunden erfasst werden (war bei mir so der Fall) "fressen" die Minusstunden aus dem Nachtdienst zunächst einmal die hart gesammelten Überstunden weg (noch ein Pluspunkt für den AG), bevor ein Minus in der Endabrechung steht. Nachdem der Monat nun mal mehr Werktage als arbeitsfreie Tage hat, kann man das irgendwann auch nicht mehr ausgleichen. Clevere AG verschaffen sich durch ein derartiges Dienstmodell kostenneutrale Nachtdienste, kostenneutrale Wochenenddienste und reduzieren gleichzeitg die Überstundenkonten ihrer MA- man muß nur genug Nachtdienste unter der Woche einplanen. Das schlimme ist- es ist so völlig legal und von den Tarifparteien offensichtlich gewollt...
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
    Hotline: "Ja... "
    Kunde: "...mein Computer funktioniert nicht richtig."
    Hotline: "Das sagten Sie bereits... "



  5. #25
    Ldr DptoObviousResearch
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    Das war aber nicht das Problem um das es ging, sondern künstlich geschaffene Minusstunden indem ausgezahlt wurde ohne zu kompensieren.
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