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    Hallo,

    ich war ja früher bissel aktiver hier und schaue leider viel zu selten hier rein, aber jetzt hänge ich gerade mal wieder fest und hoffe auf euren Input.

    Bin jetzt gerade ins 6. Jahr Weiterbildung gestolpert, habe aber das Gefühl, irgendwie auf der Stelle zu treten, brauch durch Wechsel noch 2 Jahre bis Facharzt.

    Vorgeschichte:
    Zuerst 2 Jahre Ortho/Unfall im Kleinstadt-Krankenhaus. War ganz ok, hätte man auch gut weiter machen können, aber die Oberärzte waren nicht wirklich erreichbar, v.a. im Dienst und ich wußte halt irgendwann, so das Unfallchirurgische ist zwar cool, muss das aber nicht selbst machen. Bin halt auch nicht die typische Unfallchirurgin ...
    dann kam das Angebot spezielle orthopädische Klinik mit konservativen Möglichkeiten (was mich von Anfang an interessiert hat). Bis ich dort angefangen hab (1.4., Zusage gabs im November) gab es einige Chefänderungen und Umstruktuierungen, der Oberarzt mit konservativem Schwerpunkt war dann leider weg. Trotzdem 1 Jahr reine Wirbelsäulenchirurgie. War super interessant, gute Ausbildung, aber unterirdische Arbeitszeiten durch hohe Fluktuation, "betriebsbedingte" Kündigungen aufgrund negativer TEP-Zahlen der allg. Ortho und halt so noch die eine oder andere Kündigung. Irgendwann waren wir zu wenig, aber Geschäftsführung hat Neuanstellung aufgrund roter Zahlen abgelehnt. Stand kurz vorm Burnout (12-14h täglich waren normal) und hab befristeten Vertrag auslaufen lassen.

    Dann war ich soweit, dass ich gemerkt hab, nix Chirurgie, es soll konservativ werden, also in die Reha-Medizin gewechselt, reine Ortho, teils AHB nach TEP und Wirbelsäulen, teils chronische Rückenschmerzen ... relativ kleines Kaff, nette Umgebung, meist recht chilliger Job, wenn alle Stellen besetzt waren. Ausbildung gleich 0. War die einzige deutschsprachige Kollegin von ca. 6 Assistenten, oft auch die einzige mit Berufserfahrung. Also wurde sich mehr um die anderen gekümmert, ich hab mich allein durchgeschlagen, konnte natürlich auch nach Hilfe fragen, aber sooo anspruchsvoll war es da jetzt nicht. War ok, aber halt keine Herausforderung.

    Wegen auslaufender Weiterbildungsermächtigung bin ich also weiter (Nebenbei 5 Monate verschenkt wegen Streitereien mit ÄK, ob es doch 2. Jahr gibt). Damit ich nicht wieder umziehen muss, erstmal im Ort geschaut. Knapp 20 Kliniken ... 2 davon haben Reha-Weiterbildungsermächtigung. Jetzt also Klinik mit rheumatologisch-orthopädischem Schwerpunkt. Ausbildung gut, regelmäßige Oberarzt- und Chefarztvisiten, gutes Team, fühle mich eigentlich wohl dort. Auch einiges gelernt, wir machen etwas Diagnostik (immerhin eigenes Rö und Labor, bissel Sono), wirklich interdisziplinäre Zusammenarbeit, aber wieder mal die Arbeitsbedingungen.... Jeder hat komplett 1 Station zu betreuen (22 Patienten, wirklich okay). 1 ist derzeit nicht besetzt, 1 andere ist frei, weil seit Februar bis durchgehend November, immer jemand im Urlaub ist nachdem letztes Jahr fast keiner seinen Urlaub genommen hatte und alle dieses Jahr doppelt Urlaub haben. Also 2 Stationen mit zu betreuen, die aufgeteilt werden. Wenn dann noch jemand krank ist, wirds eng. Aktuell heißt das, dass ich seit Febr./März eigentlich den Job von 1,5 Leuten mache. (Neuer) Chefarzt versucht sein bestes, Stellen zu besetzen, Oberärzte helfen schon gut mit, aber ändert nix an der Situation. Immerhin dürfen wir 5 Überstunden pauschal aufschreiben, danach müssen wir es zumidnest schriftlich begründen. Bevor ich im Februar Alarm geschlagen habe und gesagt hab, dass ich das nicht mitmache, waren unbezahlte und vor allem unregistrierte Überstunden die Regel. Mehr als 5 hab ich eigentlich gar nicht vor. Dienst ... auch ne linke Sache ... offiziell Rufdienst, aber wir müssen innerhalb von 10 min (Feueralarm) bzw. 20 min (med. Probleme) vor Ort sein ... schaffen 2 Kollegen. Also sind wir anwesend (im Moment sowieso, da die Dienste einzige Möglichkeit sind, überhaupt annähernd mit Schreibkram fertig zu werden), arbeiten aber am nächsten Tag regulär weiter. Kollegen wollen das so ... weil mit dienstfrei schafft man die Arbeit schlicht und einfach nicht ... dafür sind sie ganz gut bezahlt (sehe ich zwar nicht so, wenn ich es auf Stundenlohn runterrechne), aber wie gesagt, die anderen wollen da keine Änderung und angeblich wurde das mit Juristen abgeklärt. Mir fehlen die freien Tage allerdings.

    Aktuell könnte ich in meiner jetzigen Klinik (Rehaklinik Rheuma/Ortho) noch 1 Jahr bleiben, für Reha brauche ich noch 2 Jahre. Oberarzt hofft, dass er 2. Jahr bekommt (OA davor ist in Rente, der hatte 2 Jahre), aber immerhin noch 1 Jahr. Im Moment bin ich genervt und gefrustet, aber ich weiß, es könnte auch schlechter sein, daher bin ich echt unschlüssig. ...

    Jetzt habe ich im Internet Stellenangebot gesehen, Reha-Abteilung in einer Akutklinik mit allem, was dazu gehört, inkl. Neuro-Frühreha und multimodaler Schmerztherapie. Dazu Kardio, ambulantes Reha-Zentrum, der Möglichkeit Sportmedizin und Spezielle Schmerztherapie zu machen. Gestern klang es super, heute hab ich es wieder weg geschoben wegen massiver Selbstzweifel, ob ich sowas überhaupt bewältigen kann, da ich mit dem meisten Sachen noch nicht viel zu tun hatte.

    Ich habe das Gefühl, ich hänge total fest. Eigentlich ist der Job nett und entspannt (wenn man nur seine STation hat), andererseits habe ich das Gefühl, die Lernkurve ist gerade gar keine Kurve mehr. Entweder ich weiß was oder halt nicht ... in 3 Wochen ist der Pat. eh weg und in der Reha passiert ja auch nicht viel an Diagnostik o.ä. Viele sind froh über jede Besserung, andere werden aber auch gern mal "abgeschoben" von den Hausärzten, da ändert sich halt so oder so nichts ... hat man zumindest das Gefühl. Was lesen zur eigenen Weiterbildung dafür fehlen mir derzeit echt Zeit und Nerven ... ich mach gar nix mehr, selbst Hobbies liegen brach.

    Schon wieder wechseln? Ich hab bis jetzt so alle 1-2 Jahre den Job gewechselt, konnte das auch immer gut begründen, hatte auch keine Probleme mit neuer Stelle, aber komme ich irgendwann mal an? Wie kriege ich Lernkurve zum steigen? Gestern abend klang das mit der Stellenausschreibung total klasse, größere Stadt, heimatnah ... heute komme ich ins Grübeln ... zurück in die Akutklinik? Vermutlich wieder keine Nächte schlafen? Ich bin nicht so der "invasive" Typ ... ne Vigo krieg ich noch hin, aber alles andere danach .... Irgendwie noch 2 Jahre durchhalten und dann irgendwo eine Nische suchen!? Ich würde gern in die Niederlassung (nur angestellt, bin jetzt fast Mitte 40, da spät angefangen), aber im Moment komme ich mir dafür nicht mal annähernd reif für vor. Ich gehe mal davon aus, dass aufgrund des Fachkräftemangels irgendwie nix besseres rauskommt bei den Arbeitsbedingungen, egal wohin ich gehe ... Irgendwie hänge ich gerade extrem ... ich mag meinen Job ... andererseits, wenn ich ins Forum gucke, gehts den meisten ähnlich *seufz*

    So und nu ... genug geheult. Musste mal sein ... vielleicht hat jemand Idee oder Tipp oder kennt jemanden, der jemanden kennt, der so bissel auf der alternativen, nicht invasiven Schiene unterwegs ist, der mal den einen oder anderen Ratschlag hat, wie ich am besten die nächsten 2 Jahre überstehen kann oder in welche Richtung ich gehen kann. Würde mein Spektrum gern erweitern, wenn einem da nicht das Selbstbewußtsein im Weg stünde ....

    Danke fürs Lesen bis hierher
    Miss you Mum



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    06.12.2007
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    Also wenn ich das richtig verstanden habe ist die aktuelle Stelle u.a. wegen der Arbeitsbedingungen eh zum wechseln. Fachlich peitscht es Dich da auch nicht nach vorne.
    Was hindert Dich denn daran sich die ausgeschriebene Stelle zumindest mal anzukucken? Nix! Für die FA Prüfung ist es m.M.n. sowieso besser wenn man durch „Machen“ drin ist, statt sich nur theoretisch über lesen und auswendig lernen von Fakten beschäftigt.
    Also: Gib Schub Rakete!



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    21.08.2007
    Ort
    Göttingen
    Beiträge
    501
    Irgendwie habe ich in dem ganzen Gerede um Weiterbildung und hinz und kunz nicht verstanden, was eigentlich dein Weiterbildungsziel ist. Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin?



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  4. #4
    little red riding bitch Avatar von agouti_lilac
    Mitglied seit
    18.10.2002
    Ort
    german mouse clinic
    Semester:
    fetal position
    Beiträge
    3.792
    Genau, den macht sie.
    Calvin: “It's psychosomatic. You need a lobotomy. I'll get a saw.”



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  5. #5
    Magilltubenbenutzerin Avatar von Moorhühnchen
    Mitglied seit
    11.01.2006
    Ort
    Südufer
    Semester:
    Fachhühnchen
    Beiträge
    9.569
    Beim Lesen hätte ich auch spontan gesagt, guck Dir die ausgeschriebene Stelle an! Hospitiere mindestens mal. Bei allem, was Du bisher erlebt hast, kann Dir diese Stelle eigentlich nicht schaden, sondern nur nützen. Viel schlechter können die Arbeitsbedingungen ja nicht mehr werden und vieles lernt man einfach, wenn man damit konfrontiert wird. Da zitiere ich immer wieder gerne meine Signatur: "Don't be afraid of work - FIGHT IT!!"
    Don't be afraid of work - fight it!!





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