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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Ich würde mal: back to the topic:

    1. Hindernis: freien Sitz geben und sich mit Vorgänger/in einigen
    2. Das m.E. undurchschaubare Vergabeverfahren zu überstehen (kurzer rein subjektiver Eindruck: eigentlich soll es u.a. nach dem Approbations- und Facharztalter (=Berufserfahrung), 5 jähriger Vollzeitmitarbeit in der Praxis, ambulanter Tätigkeit im unterversorgtem Gebiet, versorgungsrelevanten Zusatzqualifikationen etc.) gehen – tatsächlich hat das Wort des abgebenden beim Zulassungsausschuss aber auch Gewicht
    3. realistische! Finanzierung – bs. Bei nachgefragten Fachdisziplinen in attraktiver Lage oft utopische, m.E. schwer gegenfinanzierbare Abgabesummen / Konkurrenz zum MVZ
    - subjektiv von mir: will man wissen, wie Gesundheitspolitik tickt: ein Blick ins Gutachten des Sachverständigenausschusses – nach meiner subjektiven! Lesart ist es da von der Abschaffung der fachärztlichen ambulanten Versorgung und deren Angliederung an ein Zentrum oft nur noch ein Zungenschlag
    4. Bei Neugründung: den Mut zu haben, am Anfang auch mal bei einer „Neuaufnahme“ „Nein“ zu sagen…
    Geändert von med_in_1 (06.07.2019 um 19:26 Uhr)



  2. #7
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    Während der Niederlassung
    PERSONAL:
    In meiner grenzenlosen Naivität sorgte ich mich einst um die als so kompliziert angesehene Abrechnung, sah mich nächtelang vor PCs etc. Tatsächlich ist aber das Personal ein nicht zu unterschätzender Faktor:
    - wie „schön“ es ist, wenn du Sonntag 22 Uhr eine whatsapp bekommst, dass das Kind der MTA plötzlich erkrankt ist und sie eine Woche ausfällt, deine 2. MTA kann aber leider kein Blut abnehmen
    - wenn man für gut 1000 Euro eine Zeitungsannonce aufgibt und dort Bewerbungen erhält die neben jeder Form auch den Inhalt vermissen lassen
    -- wenn man in Gesprächen gefragt wird, wie man die 2km zur Praxis jeden Tag schaffen soll
    -- wenn man dann die betriebsärztliche Untersuchung, die Pflichtschulungen (Datenschutz, Hygiene, Brandschutz etc.), PC-Einweisung, Dienstkleidung, Steuerliche Anmeldung etc. bezahlt
    -- wenn man sich fragt, wozu es einen Tarifvertrag gibt, wenn doch übertariflich bezahlt wird
    - auch schön: MFA wird schwanger (und darf damit kein Blut mehr abnehmen (ja, kann man anders sehen, die Vorgaben hier sind leider knallhart))
    - wenn man auf einmal zwischen Angestellten, die die eigenen Eltern sein könnten Streit auf Kleinstkindergartenniveau schlichten muss
    - wenn einer Patientin mit akuter Hämatochezie ein Hausbesuch am Nachmittag angeboten wird
    - wenn man zum 30. Mal sagt, dass im Feld „Begründung“ etwas stehen muss, auch wenn das früher anders und heute zuviel ist

    Auch schön:
    - einige scheinen spezielle kostenintensive Arzttarife zu haben
    - Praxiseinbruch und der Ärger mit der Versicherung
    - sinnentstellte Qualitätszirkel am Abend
    - Bereitschaftsdienst mit „Noteinsätzen“ weil das um 8 von der Hausärztin ausgestellte Rezept 19.05 von der Apotheke, die 19.00 Uhr schließt nicht mehr ausgegeben wurde
    - Leichenschau mit Polizei für 53 Euro
    - Diskussionen um „a-i“ Verordnungen
    u.v.m.



  3. #8
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    Danke für deine wirklich interessanten Beiträge, med_in_1. Ich bin relativ sicher, dass ich nach der Facharztprüfung schnellstmöglich die Klinik hinter mir lassen will. Wahrscheinlich am Anfang als Angestellte, aber immer mal wieder spiele ich mittlerweile mit dem Gedanken doch eine eigene zu übernehmen/eröffnen. Allerdings habe ich schon mehrfach die Einschätzung gehört, dass Praxen politisch langfristig mehr oder weniger abgeschafft werden sollen.



  4. #9
    Platin Mitglied Avatar von Shizr
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    Zitat Zitat von Cingulum123 Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich schon mehrfach die Einschätzung gehört, dass Praxen politisch langfristig mehr oder weniger abgeschafft werden sollen.
    Halte ich für eine völlig absurde und unrealistische Vorstellung.


    Wie soll denn das funktionieren?
    Flächendeckend nur noch MVZen?
    Die gesamte ambulante Versorgung an die Krankenhäuser angliedern?



  5. #10
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    Zitat Zitat von Shizr Beitrag anzeigen
    Halte ich für eine völlig absurde und unrealistische Vorstellung.


    Wie soll denn das funktionieren?
    Flächendeckend nur noch MVZen?
    Die gesamte ambulante Versorgung an die Krankenhäuser angliedern?
    Vorstellen kann ich es mir auch nicht, aber es geistert immer wieder mal herum. Tatsächlich gibt es hier in der Gegend immer mehr MVZ, teils als Neugründung, aber keine Praxiseröffnungen, obwohl Sitze in vielen Bereichen noch zu haben sind.



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