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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    @Markian: Die Diskussion wurde hauptsächlich deshalb nicht gewünscht, weil sie bereits erschöpfend und ergebnislos geführt wurde. Mehrfach...
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  2. #17
    Platin Mitglied Avatar von Shizr
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    Zitat Zitat von Markian Beitrag anzeigen
    Warum sollte man nicht dann auch einfach bei der Kirchenzugehörigkeit lügen?
    Weil
    - es zwangsläufig rauskommt, ohne dass man es irgendwie beeinflussen kann
    - die Kirchen das Recht haben, solche Fragen zu stellen
    - die Lüge zumindest nach aktueller Rechtslage eine außerordentliche Kündigung zulässt

    All das ist bei Fragen nach Kinderwunsch, sexueller Orientierung usw. anders, da hat man m.W. auch in kirchlichen Betrieben ein juristisch verbrieftes Recht, den Arbeitgeber anzulügen, und der muss es hinnehmen.


    Diese Regelungen werden sich ändern, davon bin ich überzeugt. In einigen Jahren wird es diese Sonderregeln nicht mehr geben, es wird reguläre Gewerkschaften auch in kirchlichen Betrieben geben, und die Kirchen werden nur noch für ganz bestimmte Positionen das passende Bekenntnis fordern dürfen.


    Aber bis dahin wird es dauern.



  3. #18
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Jetzt meine Frage: Wenn ich jetzt aus der katholischen Kirche austrete und dann in z.B. 5 Jahren einen Jobwechsel plane und dafür wieder eintrete, kann das dann trotzdem für die zukünftige Stelle problematisch sein?
    Kein Problem. Solange auf der Lohnsteuerkarte ein Kirchensteuermerkmal steht, ist die Personalabteilung eines kranken Hauses in kirchlicher Trägerschaft zufrieden.



    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Ist es für einen potentiellen Arbeitgeber dann ersichtlich, dass ich eine Zeit lang kein Kirchenmitglied war und dann wieder neu eingetreten bin?
    Nein. Du musst halt drauf achten, daß Du eine aktualisierte Lohnsteuerkarte abgibst, auf der das Kirchensteuermerkmal steht. Bzw. (es gibt ja keine Papier-Lohnsteuerkarten mehr, soweit ich weiß) daß die Daten eben erst dann übertragen werden, wenn Du bereits wieder Kirchenmitglied bist.



    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    oder ist alles paletti solange ich während des dortigen Angestelltenverhältnisses brav Kirchensteuer zahle?
    So ist es.



    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat damit sogar schon jemand eigene Erfahrungen gemacht?
    Ich war evangelisch und bin zu Beginn des Studiums aus der Kirche ausgetreten, da ich weder gläubig bin, noch diese Institution unterstützen möchte. War so lange kein Probelm, wie ich bei meiner ersten Stelle (kommunales Haus) geblieben bin. Im Rahmen mehrerer Stellenwechsel bin ich einmal in vorauseilendem Gehorsam wieder in die Kirche eingetreten, weil ich dachte, daß ich vielleicht eine Stelle an einem kirchlichen Haus antreten würde. Als dies nicht der Fall war, bin ich postwendend wieder ausgetreten. Später bin ich dann nochmal eingetreten, als ich tatsächlich eine Stelle an einem kirchlichen Haus hatte. Beide Wiedereintritte waren kein Problem. Ich habe den jeweiligen Pastoren sogar gesagt, daß ich ungläubig bin und bleibe und nur eintrete, um auch an kirchlichen Häusen, die es in meiner Heimat (Rheinland) leider überwiegend gibt, eine Jobchance zu haben. Es ist denen völlig egal, warum man eintritt (zumindest in der evangelischen Kirche).....die wollen nur die Kirchensteuer haben.
    Nach Kündigung in dem kirchlichen Haus, für das ich zum 2x wieder in die Kirche eingetreten bin, bin ich ein für alle Mal aus der Kirche ausgetreten und nehme seitdem den Nachteil in Kauf, mich aus der Heimat wegzubewegen, um nur noch an kommunalen Häusern zu arbeiten.

    Je mehr Leute sich den verqueren Vorstellungen und Vorgaben der Kirchen beugen und Mitglied bleiben/ werden, (obwohl sie die Institution eigentlich ablehnen, oder sogar Atheist sind) um in kirchlichen Institutionen an nicht-verkündigungsnahen Arbeitsplätzen arbeiten zu dürfen, die aber nahezu ausschließlich staatlich finanziert werden, umso länger dauert es, bis diesem Treiben endlich ein Ende gesetzt wird.



  4. #19
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von Relaxometrie Beitrag anzeigen
    Kein Problem. Solange auf der Lohnsteuerkarte ein Kirchensteuermerkmal steht, ist die Personalabteilung eines kranken Hauses in kirchlicher Trägerschaft zufrieden.




    Nein. Du musst halt drauf achten, daß Du eine aktualisierte Lohnsteuerkarte abgibst, auf der das Kirchensteuermerkmal steht. Bzw. (es gibt ja keine Papier-Lohnsteuerkarten mehr, soweit ich weiß) daß die Daten eben erst dann übertragen werden, wenn Du bereits wieder Kirchenmitglied bist.




    So ist es.




    Ich war evangelisch und bin zu Beginn des Studiums aus der Kirche ausgetreten, da ich weder gläubig bin, noch diese Institution unterstützen möchte. War so lange kein Probelm, wie ich bei meiner ersten Stelle (kommunales Haus) geblieben bin. Im Rahmen mehrerer Stellenwechsel bin ich einmal in vorauseilendem Gehorsam wieder in die Kirche eingetreten, weil ich dachte, daß ich vielleicht eine Stelle an einem kirchlichen Haus antreten würde. Als dies nicht der Fall war, bin ich postwendend wieder ausgetreten. Später bin ich dann nochmal eingetreten, als ich tatsächlich eine Stelle an einem kirchlichen Haus hatte. Beide Wiedereintritte waren kein Problem. Ich habe den jeweiligen Pastoren sogar gesagt, daß ich ungläubig bin und bleibe und nur eintrete, um auch an kirchlichen Häusen, die es in meiner Heimat (Rheinland) leider überwiegend gibt, eine Jobchance zu haben. Es ist denen völlig egal, warum man eintritt (zumindest in der evangelischen Kirche).....die wollen nur die Kirchensteuer haben.
    Nach Kündigung in dem kirchlichen Haus, für das ich zum 2x wieder in die Kirche eingetreten bin, bin ich ein für alle Mal aus der Kirche ausgetreten und nehme seitdem den Nachteil in Kauf, mich aus der Heimat wegzubewegen, um nur noch an kommunalen Häusern zu arbeiten.

    Je mehr Leute sich den verqueren Vorstellungen und Vorgaben der Kirchen beugen und Mitglied bleiben/ werden, (obwohl sie die Institution eigentlich ablehnen, oder sogar Atheist sind) um in kirchlichen Institutionen an nicht-verkündigungsnahen Arbeitsplätzen arbeiten zu dürfen, die aber nahezu ausschließlich staatlich finanziert werden, umso länger dauert es, bis diesem Treiben endlich ein Ende gesetzt wird.
    Vielen Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht! Genau sowas wollte ich hören. Dann werde ich jetzt auch ruhigen gewissens austreten.

    Auch ich werde es auch zukünftig vorziehen, in nicht kirchlich doktrinierten Häusern zu arbeiten. Ich wollte mir nur nicht ein für alle mal die chance verbauen, dort zu arbeiten, falls es die lebensumstände dann doch irgendwann mal erfordern sollten. Aber das ist dann ja offensichtlich nicht der Fall.
    Danke natürlich auch allen anderen für die hilfreichen Antworten!

    Da mein Anliegen jetzt eigentlich dann geklärt ist: Ihr dürft euch nun von meiner Seite aus frei fühlen, hier sämtliche Grundsatzfragen zu Kirche und Glauben zu diskutieren, die euch unter den Nägeln brennen



  5. #20
    Registrierter Benutzer
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    21.02.2008
    Beiträge
    63
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-...-immer-fordern

    Ich werde mich wahrscheinlich demnächst bei einer Klinik mit kirchlichem Träger bewerben müssen und werde dann auch wahrheitsgemäß sagen, dass ich keiner Religion angehöre und auch nicht vorhabe etwas daran zu ändern. Sollten die daran was auszusetzen haben, dann werde ich einmal auf das Urteil oben verweisen. Habe bis jetzt eigentlich immer nur gehört es wäre schlimmer aktiv auszutreten als nie einer Religionsgemeinschaft angehört zu haben? Wurde einer mit bekannten MTRA im Vorstellungsgespräch auch so gesagt, sie hätte die Stelle auch als Atheistin bekommen.



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