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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hallo,

    da es eine sehr praktische Info ist, konnte ich es in den Lehrbüchern nicht finden. Es geht v.a. um Drainagen wie Easy-Flow nach einer bauchchirurgischen Operation. Hat jemand ein Schema oder eine Liste, welches Sekret bzw. welche Farben wie zu interpretieren sind (z.B. wann hat man Verdacht auf eine Pfortaderthrombose, wann auf eine Anastomoseninsuffizienz, wie sehen die Pankreassekrete aus etc.)? Worauf achtet man besonders bei der Beurteilung des Inhalts des Drainagebeutels während einer postoperativen Visite?

    Vielen Dank und viele Grüße!



  2. #2
    Propofolist
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    02.08.2009
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    6.WBJ
    Beiträge
    1.211
    Hi,

    das kommt natürlich immer auf die Operation an und man muss wissen wo die Drainage liegt (Douglas, Leberresektionrand,Anastomose etc...)
    Worauf ich achte:
    - Farbe (seriös,blutig,grün,braun etc.): da kann man ja schonmal grob sagen ob das im Rahmen der OP passt oder nicht
    - Fördermenge: wenn die Drainage postoperativ in 1h 900ml Blut fördert , wird wohl was nicht stimmen.
    I use multi-million dollar satellites to find tupperware in the woods - what´s your hobby ?



  3. #3
    Dr. ml. Winselstute Avatar von Eilika
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    Endspurt zu... äh ja... zu...
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    Kommt dazu noch auf den Zeitverlauf an. Also neben der Art der Drainage und dem Drainageort. Zu Beginn blutiger und im Verlauf zunehmend serös ist das normale. Eine Blake-Drainage intraabdominal darf aber auch gerne mehr fördern als eine subcutane Redon-Drainage. Und alles nicht blutig-seröse ist meist nicht normal.
    Denken ist allen erlaubt, vielen bleibt es erspart. (Curt Goetz)



  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    12.04.2010
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    200
    insgesamt sollte man sich immer klarmachen, was der Operateur mit einer Drainage bezweckt hat - soll es eine Signaldrainage sein, die nahe einer Anastomose oder einer Gefäßnaht liegt - dann ist hier ein Farbumschlag (z.B. gelb/grünlich, Blut) ein deutlicher Hinweis, dass was im Argen liegt - Bei einer Blutung kann es sogar dann mal sein, dass man sofort in den OP losrollt.
    Dagegen ist es normal, dass eine Abszess-Drainage (z.B. CT-gesteuertes Einbringen eines Pigtails in einen Abszess) auch mal richtig schmockig aussehen darf, das war halt da und muss nun raus.

    Grob zusammengefasst - Stuhl ist immer nicht in Ordnung, alles andere muss im Verlauf und in Zusammenhang der Lage und der Funktion der Drainage gewertet werden. Manchmal hilft das Labor (Nachweis von Amylase/Lipase als Hinweis auf ein Pancreasleck, Entscheidung Transsudat/Exsudat, Zytologie bei einem malignen Pleuraerguss usw.

    Daher am besten immer den Operateur fragen, wo die drainage liegt, was er erwartet (auch von der Menge her) und sauber dokumentieren (Menge, Aussehen...).

    Eine Pauschalantwort gibt es nicht, dafür sind die Indikationen, die Lageorte und die verschiedenen Drainagen zu unterschiedlich.



  5. #5
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Registriert seit
    24.01.2009
    Semester:
    Bauschamane
    Beiträge
    14.496
    Ich denke, außer den groben Einschätzungen, die schon beschrieben wurden, ist dsa etwas das man von den "alten Hasen" lernen muss und nicht aus dem Lehrbuch lernen kann.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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