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  1. #1
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    Hallo, mein Name ist Nico und ich bin 22 Jahre Alt.
    Ich habe ein, naja sagen wir etwas ungewöhnliches Problem, was sicher nicht so häufig vor kommt.

    Um alles so gut wie möglich zu beschreiben vllt. etwas zu meiner persönlichen Vorgeschichte:
    Ich arbeite seit 2 Wochen festangestellt als Rettungssanitäter im Rettungsdienst. Den Sani habe ich bereits vor 3 Jahren absolviert, habe jedoch aus schulischen Gründen ( Realschulabschluss nachgeholt) eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer dazwischen geschoben und diese auch erfolgreich beendet. Nun soll also ein neuer Lebensabschnitt beginnen, da die Arbeit im RD schon lange ein Traum von mir war. Soweit so gut, wenn da nicht dieses eine Problem wäre, wo ich selber nicht einschätzen kann wie schlimm es eigentlich ist...

    Ich hatte in meiner frühen Jugend psychische Probleme. Durch mein ADS war ich immer etwas ein Ausenseiter, worunter auch meine schulischen Leistungen sehr litten. Die gesamte Situation machte mir sehr zu schaffen, so das ich über viele Jahre hinweg mit Depressionen zu kämpfen hatte. In dieser Zeit war auch Selbstverletzung ein Thema - ein Teil meines Lebens der mich gerade jetzt wieder einholt.
    Und damit meine ich nicht das ich mich wieder selbst verletze, ganz im Gegenteil. Ich habe in den letzten Jahre über Therapien und psychologische Hilfe sehr große fortschritte gemacht und kann heute behaupten dass es mir wieder sehr sehr gut geht. Mein gesamtes leben hat sich um 180 Grad gedreht, ich bin sehr stolz auf mich es bis hier her geschafft zu haben und jetzt meinem Traumberuf nachzugehen.

    Nun zu meinem eigentlichen Problem... Diese schwierige Zeit hat Spuren hinterlassen. So kann man heute noch die Narben an meinen Unterarm erkennen, gerade jetzt im Sommer stechen sie sehr raus. Da ich relativ neu bin auf der Wache ist es mir vor den Kollegen einfach wahnsinnig unangenehm. Ich weis das dieser Beruf ein hohes Maß an psychischer Stabilität erfordert - so habe ich Angst das man mir das ganze nicht zutraut. Das meine Narben etwas über mich aussagen, was zum heutigen Tage nicht mehr auf mich zutrifft. Einige Kollegen haben schon geschaut und es bemerkt, sehr wenige haben mich darauf angesprochen.
    Das es mir vor den Kollegen sehr unangenehm ist ist das eine, zum anderen kommt man auch vor dem patienten in eine blöde Situation. Was soll ein Patient denken? Zumal auch psychische Notfälle eine Rolle spielen oder man durchaus auch mal mit dem KTW auf eine psychiatrischen Station ist um jemanden zu verlegen, der genau diese Problematik, wenn auch in einer schlimmeren Form, aufweist.
    Ich habe beschlossen mich an der Stelle tättowieren zu lassen und das ganze zu verdecken, das geht aber nicht von heute auf Morgen.

    Was sagt ihr dazu? Wie würdet ihr reagieren wenn so jemand bei euch auf der Wache arbeitet ? Ich habe schon das Gefühl dass es mich auch in meinem Handeln sehr einschränkt, ich könnte viel besser aus mir heraus kommen wenn diese scheiss Narben nicht wären. Da ich die Gedanken meiner Kollegen nicht lesen kann, hoffe ich hier ein par Meinungen zu meinem Problem zu finden. gern könnt ihr mir auch per PN antworten, ich danke euch sehr!

    Mit besten Grüßen, Nico



  2. #2
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Warum gehst du nicht offensiv vor, sagst deinen Kollegen, was das Problem ist/war und schaffst damit alle Spekulationen aus der Welt?
    Den Patienten dürfte das vermutlich relativ egal sein. Selbst wenn ihnen die Narben auffallen, haben Patienten im Kontakt mit dem Rettungsdienst ganz sicher gerade andere Probleme, als über Narben nachzudenken.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  3. #3
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    Zum einen ist es ja so, dass ich gar nicht weiß inwiefern überhaupt spekuliert, sich darüber unterhalten oder geredet wird. Oder ob es den Kollegen einfach komplett egal ist und für sie bloß meine Leistung im Einsatz zählt. Zudem bin ich auch eher ein zurückhaltender Typ, rede nicht all zu viel und bin recht ruhig. Im Einsatz kommuniziere ich selbstverständlich. Ich wollte mich jetzt nicht vor die versammelte Mannschaft stellen und das vor allen thematisieren, am Ende ist das bloß den wenigsten aufgefallen und die die es wissen, denen ist es egal. Die die gefragt haben denen hab ich es ja erklärt.



  4. #4
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Naja, selbst wenn es ihnen egal wäre... du wärst offensiv damit umgegangen und damit wären alle möglichen Spekulationen von vornherein ausgeschlossen.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

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  5. #5
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