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  1. #46
    Diffeldoffel Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von WackenDoc Beitrag anzeigen
    Was hast du eigentlich immer mit deinen Suchterkrankungen?
    Nicht ganz unwesentlich in der Arbeitsmedizin, oder? In meiner Zeit in der Arbeitsmedizin war das Top- Nr. 2 nach Bewegungsapparat. Kann natürlich auch am AG liegen. Und wenn jetzt um eine Behandlung einer einschränkenden Erkrankung aus dem psychiatrisch/psychosomatischen Formenkreis nachgesucht wird, von der aber keiner was mitbekommen soll, dann sollte zumindest diese Möglichkeit mit diskutiert werden. Der/die TE hat sich ja auch nicht weiter eingelassen. Eine Bulimie oder Depression z.B. wird man eher vor einem BA verheimlichen können.

    Im übrigen muß sowohl bei der Approbation als auch bei der Beantragung einer Kassenzulassung (egal ob Praxis oder KH-MVZ) schriftlich versichert werden, daß keine Suchterkrankung vorliegt. Und ich meine auch, bei der Anmeldung zur FA-Prüfung wäre das der Fall gewesen...
    Wenn der/die TE noch studiert, ist das vielleicht nicht ganz unwichtig zu wissen...die Konsequenz, wenn es rauskommt, ist dann nämlich eine andere als beim Betriebsarzt zu schummeln.
    Insofern bin es auch nicht ich, der darauf rumreitet, sondern die jeweiligen Behörden. Was das Arbeitsumfeld angeht, hast Du natürlich recht.
    Geändert von tarumo (13.08.2019 um 16:33 Uhr)
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
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  2. #47
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Wann willst DU denn Arbeitsmedizin gemacht haben?
    Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, deinen Unsinn zu erwidern.

    Ähm nein, der Betriebsarzt ist nicht DER Experte im Erkennen von Suchterkrankungen. Bevor der Betriebsarzt es erfährt, wissen es die Kollegen und Vorgesetzten.
    Die häufige und mit einem höheren Leidensdruck verbundene Erkrankung ist die Depression.
    Bulimie hätte so erstmal überhaupt keine Auswirkungen auf die Eignung.
    Das Problem bei solchen Anfagen ist eher das Stigma, was mit psychiatrischen Krankheiten verbunden ist.
    This above all: to thine own self be true,
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    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  3. #48
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Dem TE geht es übrigens eher um die Auswirkungen der THERAPIE, nicht wirklich der Erkrankung. Und er schreibt, dass es ja nicht soo akut ist.
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  4. #49
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    Auf die gefahr hin wieder ein faß aufzumachen, so paar sachen stimmen in den vorherigen kommentare nicht und die überlegungen sind sehr einseitig.

    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Die Chance berufsunfähig zu werden ist als Arzt nicht niedriger als in anderen Berufen ohne körperliche Schwerstarbeit. [...]
    Wie bereits mehrmals hingewiesen stimmt das nicht, dachte aber vllt mag sich einer die statistik dazu anschauen:

    https://de.statista.com/statistik/da...higkeitsrente/

    https://www.helberg.info/berufsunfae...it-statistik-2

    Mich würde die zugrundeliegende erhebung aus dem map-report sehr interessieren, leider nicht ohne geldeinsatz zu finden. vllt hat jemand besseres google-fu, dann würde ich mich freuen.

    Wofür ist eine BU da? Imho dafür, den finanziellen aufprall bei einer berufsunfähigkeit auf einem vergleichbaren einkommen abzubremsen. nicht wenig, aber eben auch nicht mehr.

    Es gab 2011 342.100 ärzte, davon wurden laut map report 4,1%, also 14026 Ärzte berufsunfähig. Hört sich erstmal viel an, verglichen mit den fast 50% bei manchen Berufsgruppen (siehe oben) eher nicht.

    Doch was genau ist bei den 14.000 passiert? dazu findet man kaum zahlen, die einzige auffindbare statistik beruht auf einer einzigen versicherung, der deutschen ärzteversicherung der AXA-gruppe. wir gehen mal davon aus, das diese eher für ärzte repräsentativ ist: https://www.aerzteversicherung.de/Pr...fsunfaehigkeit
    Da sehen wir die top 3: Psych/nerv: 33%, krebs 28%, 13% bewegungsapparat.

    Zum vergleich für alle berufsgruppen: http://www.helberg.info/versicherung...keit-ursachen/

    Wir sehen: deutlich mehr krebs und weniger beweegungsapparat. auch deutlich weniger unfälle, aber das ist eher nebensächlich.

    d.h., wir sollten vor allem uns vor unsere psyche und krebs in acht nehmen.

    Jetzt geht es vor allem um den monetären aspekt, den genau dafür ist die BU da. Einer der entscheiden fragen für mich dabei: Wie lange muss ich im schnitt nach der BU noch weiter beziehen, damit ich mein geld raus habe?
    Hier gibt es keine quelle, hab verschiedene finanzdienstleister gefragt was ihre kalkulationen sagen: Wollten keine zahlen rausgeben, meinten aber im schnitt zwischen 18-22Monate.

    Wenn wir jetzt im kopf die meisten medianen überlebenszeiten von krebs betrachten, sind die deutlich drunter. mag makaber klingen, aber ich mache ein verlust, die versicherung gewinnt.

    was ist den die alternative zur BU? Ich nehme das geld, und lege es an.
    Das Risiko, bu zu werden, steigt mit dem alter an, besonders ab 50 Jahren wird es interessant.
    (Leider keine wirklich guten statistiken dazu, das beste: https://www.berufsunfähigkeit-kompak...sunfaehigkeit/)

    Wenn ich ab meinem 25. lj 200€ in nem fond einzahle, erhalte ich mit 50 Jahren ca. 100.000 € nach steuern. davon kann ich einige jahre leben und habe irgendwann ja auch wieder meine rente. aber ich hoffe, ihr zahlt mehr 200€ ein, das war jetzt nur wegen der vergleichbaren rate für die BU. Bei 700€ hätte man schon 370.000, davon leben andere jahrzehnte. und wer, wenn nicht ärzte können was ansparen?

    D.h., wenn ich mein geld anstatt der BU zu geben selbst anlege, schaffe ich mir auch ein polster für den fall der fälle. natürlich ist das problem, dass man vllt just dann das geld braucht, wenn die aktienmärkte am boden sind. deswegen schichtet man aber auch um, aber das ist ne andere diskussion. Damit macht man genau das was, was die BU auch macht: man sichert sich ab. wenn aber nichts passiert, kann man das geld für andere sachen verprassen.

    Wiederum: ich brauche meine BU vor allem, bis ich ein kapitalstock angelegt habe, sprich in den jahren bis 50. Genau da ist die wahrscheinlichkeit, bu zu werden, deutlich kleiner. zwar lehne ich mich hier ohne genau zahlen aus dem fenster, aber wer bekommt krebs? psych. erkrankungen bleiben konstant, das ist ein problem, hier muss jeder entscheiden ob er dieses fenster mit einer bu absichern will.

    auch muss man sich fragen: Wenn ich bu werde, ist das ein dauerzustand? krebs haben wir besprochen, bei psych erkrankungen bleibt die hoffnung, durch therapie wieder ein normales leben haben zu können (dann kann ich auch wieder arbeiten). Skelett ist problematisch, unfälle auch, aber da kommt die nächste frage: Will ich nicht mehr arbeiten? Muss jeder für sich persönlich entscheiden, aber ich kann mir auch gut vorstellen, mich umschulen zu lassen, reporte schreiben, etc. Wäre ja auch nur im fall der fälle und es gibt leute, die arebiten gerne weil es auch ein sinn geben kann. anekdotisch hierzu: https://www.krankenkassenzentrale.de...-zahlen-16938#

    Was wir noch garnicht besprochen haben, aber in dem artikel anklingt: die klagerate. das ist ein kompliziertes thema mit eignen indikatoren, hier z.b. mehr dazu: https://beste-berufsunfaehigkeitsver...de/klagequote/
    wichtig hierbei: keiner kann in die zukunft schauen, vllt entwicklet sich die jetzt gute versicherung in 25 jahren zum nr.1 kläger, ist auch ein risiko.

    für mich persönlich heißt das bei der BU: ich muss hoffen, dass ich entweder sehr jung diese brauche oder im höheren alter und länger lebe als zwei jahre. und nicht zu berufsunfähig werden, den ab 100% würde auch wieder das versorgungswerk greifen. und das ich bei einem guten versicherer bin, ansonsten darf ich klagen. und darf nichts bekommen, was die Bu ausgeschlossen hat (wie psychische erkankungen, weswegen OP gefragt hat). Und ich muss mein lebensstil nicht vermindern wollen oder mit grundsicherung leben wollen.

    Für mich ein paar wenn und aber zu viele.

    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Um es nochmal ins Verhältnis zu setzen: die Wahrscheinlichkeit, einen Autounfall zu haben (ohne Personenschaden) ist auf den Bestand der Kfz. umgerechnet ca 5%, die Wahrscheinlichkeit, dabei verletzt zu werden, 0,75%, schwer verletzt werden ca. 0,16%. Getötet ca 0,01%.
    (gefundene Zahlen sind von 2009).
    Somit entspricht bereits die BU-Quote der angestellten Physiker (ich postuliere, daß Ärzte da deutlich darüber liegen) der Quote der pro Jahr registierten Blechschäden am Gesamtbestand der deutschen Kfz.
    Streng mathematisch gesehen müßte man also zuerst sämtliche autobezogenen Versicherungen kündigen, bevor man über eine BUV nachdenkt.
    Im Gegensatz zum Kfz. wird man ja hier nicht gezwungen, eine Versicherung abzuschließen. Es ist jeder seines Glückes Schmied, die Infos sind auf dem Tisch und frei zugänglich, und wenn jemand sich und seine Familie durch Nichtabschluss einer solchen Versicherung im Schadensfall quasi aus dem normalen Leben "hinausmendelt", ist mir das dann irgendwie auch gleichgültig, zumal ich als potentieller Leistungsbezieher auch ein gerechtfertigtes Interesse hätte, daß nicht allzuviele Auszahlungen erfolgen.

    Und:während in 2018 nach meinem Kenntnisstand kein einziger Polizist umgebracht wurde, haben wir mindestens zwei in ihren Diensträumen umgebrachte Ärzte, auch für die Vorjahre übersteigt die Anzahl der toten Ärzte regelmäßig die der Polizisten. Die Anzahl der Polizisten und Anzahl der klinisch tätigen Ärzte in Deutschland ist übrigens annähernd identisch. Das nur zum Thema Gewalt.
    der vergleich ist ja interessant. wofür hat man kfz versicherungen? um im schadensfall die schäden des anderen zu begleichen und die am staatseigentum, damit diese nicht auf den kosten sitzen bleiben. deswegen ist die haftpflicht auch verpflichtend, die vollkasko nicht. und viele menschen verzichten auch auf eine, weil sich kosten-nutzen nicht lohnt. das man bei der BU automatisch sagt: "lohnt sich" ist mir ein rätsel, freue mich wenn aber jemand die argumente obern abschwächt oder auf fehler hinweist.

    Wurde länger als gedacht, hätte mal auf Groß-/Kleinschreibung achten sollen.
    Vllt liege ich aber auch falsch, habe in paar tagen nen termin beinem Honorarberater (d.h. ich gebe ihm geld, nicht er verdient an provision), vllt hat er paar zahlen, die mich umstimmen.

    P.s. @palandt3, falls du noch mitliest: Die eigene gesundheit geht immer vor, das würde ich auch nicht am arbeitgeber festmachen. wenn du bu überlegst kannst du dein gesundheitszustand auch jetzt feststellen lassen und danach in therapie gehen, aber ich würde sowas frühzeitig angehen.
    Geändert von Federgt (13.08.2019 um 17:11 Uhr)



  5. #50
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Mal so als Vergleich: Ich bin froh um jeden aus meiner Branche (Bau), den ich in den planmäßigen Ruhestand verabschieden kann. Die Gründe vorzeitig aufhören zu müssen, sind vielfältig. Schwere (Arbeits)unfälle, Rücken- und Knieleiden, Krebserkrankungen (auch da gibt es berufliche Risiken), Folgen eines eher ungesunden Lebenswandels. Und einige können einfach nicht mehr oder sind so durch, dass sie lieber die geringere Rente in Kauf nehmen, aber noch etwas vom Ruhestand haben. Ok, ein Teil rechnet es sich gezielt aus, ob das Geld reicht (oft aber in der Konstellation eigenes Haus vorhanden, Kinder versorgt).
    Ein riesiges Problem ist die Alternativlosigkeit: Als Arzt kann man immer eine Nische finden, in der Industrie geht es oft auch noch. Aber wenn jemand 40 Jahre Maurer war- der hat die Alternative durchzuhalten bis die Rente irgendwie reicht.

    Als Arzt hast du einfach wesentlich geringere Risiken und mehr Alternativen. Und auch da wird es einige geben die sich sagen: "Ach egal, ich hab genug Geld verdient, ich geb meinen Beruf auf und mach das, was mir Spass macht"
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