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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Platin Mitglied Avatar von charmingbaer
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    Hey,

    ich bin jetzt kurz vorm M2 und geh im Herbst ins PJ.
    Ich wollte eigentlich immer Gyn und Geburtshilfe machen, habe da auch 2 Famus gemacht ( eine tolle, eine nicht so tolle) und finde es auch von der Theorie her immer noch total spannend und interessant. Mein Problem ist aber, dass sich jetzt im Studium gezeigt hat, dass ich wahnsinnig ungerne im OP bin. Eigentlich muss ich fast immer den OP verlassen, weil ich das Gefühl habe, gleich umzukippen. Also nicht so besonders vorteilhaft für ein operatives Fach .
    Ich frage mich, ob es wohl realistisch ist, dass man irgendwie die Facharztweiterbildung durchgezogen bekommt um sich danach niederzulassen und dann ja auch nicht mehr zu operieren. Ich meine natürlich nicht damit, dass ich in der Weiterbildung keinen OP von Innen sehen will und vielleicht ist es ja auch möglich, dass ich mich daran gewöhne und dann zumindest nicht immer das Gefühl habe umzukippen (was glaub ich einfach konditioniert ist) aber wirklich Spaß machen wird es mir wohl wahrscheinlich auch nicht....
    Glaubt ihr, dass man dann eher eine wahnsinnig schlechte Zeit hat und das so vermutlich nicht gestemmt und durchgezogen bekommt? Oder meint ihr, das kann man schon so machen ?

    Konservative Gynäkologie und Geburtshilfe wäre echt perfekt für mich

    LG!



  2. #2
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    Hallo,

    wenn es so schlimm ist, dass du den OP wegen des Gefühls, gleich umzukippen, regelmäßig verlassen musst und sich dieses Problem auch nicht in den Griff kriegen lässt, ist diese Weiterbildung mit lt. WBO immerhin über 300 operativen Eingriffen (inklusive geburtshilflicher Operationen) wohl eher nichts für dich.

    Wenn du es aber einfach nur "nicht so toll" findest, im OP zu stehen, es aber körperlich und psychisch für dich durchaus auszuhalten ist, würde ich sagen: Augen zu und durch.

    Was ich allerdings nicht realistisch finde, ist der Glaube, unmittelbar nach der Facharztweiterbildung eine Niederlassung anzustreben. Zulassungen in der Gynäkologie gibt es nicht wie Sand am Meer. Es kann dir also gut passieren, dass du nach abgeschlossener FA-Ausbildung noch das ein oder andere weitere Jahr im OP stehst, wenns ganz "schlecht" läuft sogar ohne begleitenden Ausbilder.



  3. #3
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    Mach den Härtetest: Gyn als 1. PJ-Tertial (damit du die Information früh genug hast um dich gut bewerben zu können), du nutzt jede sich ergebende Chance um in den OP zu gehen. Wenn du das 16 Wochen lang durchhältst ohne zu dekompensieren, wirst du wahrscheinlich auch die FA-WB schaffen. Im Chirurgie-Tertial machst du es genauso. (Wobei es im Idealfall natürlich so ist, dass du das Ganze dann auch noch mit Freude machst... denn fünf Jahre lang jeden Arbeitstag am Limit zu sein stell ich mir ehrlich gesagt nicht so toll vor.)



  4. #4
    Platin Mitglied Avatar von charmingbaer
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    Vielen Dank für eure Antworten!

    Davo, dein Vorschlag mit dem PJ ist natürlich am besten und am naheliegensten. Leider ist die Verteilung schon durch und ich habe nicht Gyn gewählt, weil ich das einfach schon abgeschrieben hatte... Echt dumm. Jetzt beim Lernen fürs M2 merke ich wieder, dass das einfach das Fach ist, was mich am meisten interessiert, was ich wirklich auch gerne lerne und wo ich mich nicht durchquälen muss.
    Ich denke, ich werde zwischen dem M2 und dem PJ noch 2 Wochen "Pseudofamu" dazwischen schieben und da einfach mein Problem offen legen mit der Bitte, dass ich möglichst viel in den OP kann.

    Timothy, es ist eher kein körperliches Problem sondern einfach Psycho. Ich muss sagen, am Anfang konnte ich schon in den OP gehen. Es hat mir keine ultimative Freude gemacht aber es ging, auch steril am Tisch mit den Armen zwischen den Därmen. Das ist irgendwann in meiner ersten Gynfamu umgeschlagen, als ich mich da ziemlich unwohl gefühlt habe und deshalb total angespannt am Tisch stand. Da hab ich dann irgendwann echt Herzrasen bekommen und musste abtreten und seit dem gibt es das Problem. In der zweiten Gynfamu habe ich den OP extrem gemieden und die Famu war einfach nur mega toll. Als normaler Zuschauer ist der OP auch kein wirkliches Problem, nur, wenn ich steril am Tisch stehe, weil ich dann Angst bekomme, umkippen zu können (was noch NIE wirklich passiert ist) und dann steiger ich mich da rein. Das ist also echt psychisch und einfach konditioniert bei mir. Deshalb hab ich die Hoffnung, dass ich das vielleicht nochmal lösen kann.



  5. #5
    Diamanten Mitglied
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    Ich würde dich davor warnen, zu glauben, dass das, was man am liebsten lernt, auch die beste Fachwahl ist.

    Da sind IMHO andere Aspekte (ob man den Arbeitsalltag mag, ob man mit den Arbeitsbedingungen klar kommt, usw.) VIEL wichtiger. Innere find ich z.B. total interessant, aber wenn ich auf einer Innere-Station arbeiten müsste, würde ich binnen kürzester Zeit durchdrehen

    Zwischen Examen und PJ hat man gut fünf Wochen Zeit... da kann man problemlos nochmal 1-2 Wochen in ein Fach schnuppern.



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